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Android-Smartphones als Waffe und Spambot

Android-Smartphones als Waffe und Spambot

Der Microsoft Security Researcher Terry Zink behauptet, dass eine Anzahl von Android-Smartphones über ein illegales (gibt es auch legale? Wäre mir neu. Seti@Home vielleicht.) Botnet gekapert und für Spammails missbraucht wurde.

Botnets sind seit der Popularisierung des Internets ein wiederkehrendes Problem und mittlerweile sogar ein Handelsgut auf dem Schwarzmarkt. Nervt dich eine Firma oder eine Website besonders, wird mit Papa’s Kreditkarte einfach ein Botnetz gemietet und eine DDoS-Attacke gestartet um den Server lahmzulegen. Neben den Script-Kiddies gibt es natürlich auch professionelle Anwender in diesem Bereich, die Botnets für verschiedene Zwecke nutzen können, darunter beispielsweise auch der höchst lukrative Versand von Spam-Mails. Die dezentralisierte Struktur moderner Botnets macht einen Eingriff der Staatsgewalt oft unmöglich, da diese über wenig Angriffsfläche verfügen.

Nun soll laut Mr. Zink ein professioneller Spammer die Kontrolle über ein Botnet erlangt haben, welches über eine Infektion von Android-Smartphones aufgebaut wurde. Was wie ein schlechter Wortwitz klingt (Botnetz aus Androiden, höhö), ist leider Realität in der Grauzone der apk Dateien über Drittanbieter und Filesharingseiten. Bereits im Februar berichtete Symantec (Norton Anti-Virus) von einer Infektion mit über 100.000 “Zombies” in einem Botnet mit Androidgeräten.

Wer seine Apps außerhalb der legalen Kanäle bezieht und über keinen Virenscanner verfügt, handelt sich mitunter den einen oder anderen blinden Passagier ein. Mit der wachsenden Rechen- und Netzwerkleistung von Smartphones werden diese immer stärker zu einer attraktiven Spam-Device oder gar zur DDoS-Waffe.


Rendergrafik: Technobuffalo.

Glücklicherweise (für uns) handelt es sich bei den infizierten Geräten wohl vor allem um Smartphones in Chile, Indonesien, dem Lebanon, den Philippinen, Russland, Saudi Arabien, Thailand, der Ukraine und Venezuela. Noch kein Grund zur Panik also.

Google ist noch immer auf der Suche nach einer optimalen Lösung, um den Google Play Store gleichzeitig sicher und schnell bzw. effizient für Entwickler und Nutzer zu halten. Eine Infektion über illegale Wege und Drittanbieter wird sicherlich in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Zum Glück haben wir noch keine Kommunikationsimplantate mit neuralem Interface, ich stelle mir gerade die ersten Real-Life-Spammer vor, die jedem von Viagra erzählen müssen.

via TechnoBuffalo

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