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Eine Viertelmillion PCs geht in 2 Tagen offline?

Eine Viertelmillion PCs geht in 2 Tagen offline?

Eine clevere russische/estonische Hackergruppe ist verantworlich für etwas, was die Blogosphäre im typisch aufgeblähten Sensationalismus das “Internet Armageddon” nennt.

Etwas albern finde ich den ganzen Tumult schon. Die folgende Sachlage ereignete sich: 4 Millionen unachtsame, unwissende oder schlichtweg dämliche User haben ihre Rechner ungewollt infizieren lassen.

Das Endprodukt nannte sich “DNSChanger”, ein Botnet mit Werbebetrugsambitionen.

Ein DNS-Server dient der Namensauflösung, beispielsweise bietet Google die beiden IP’s 8.8.8.8 und 8.8.4.4 an, jeder kann diese bei seinem heimischen Router einstellen.

Geben wir nun eine Webadresse in einen Browser ein, sendet unser Rechner an 8.8.8.8 (wenn primär eingerichtet) eine Anfrage bezüglich der Auflösung in eine IP-Adresse.

dnschanger osx Eine Viertelmillion PCs geht in 2 Tagen offline?

Das kann man sich stark vereinfacht so vorstellen wie ein Ortsschild. Lese ich das Schild auf dem “Berlin” steht, erwarte ich auch nach Berlin zu laufen. Stellt euch vor, ein Krimineller stellt dieses Schild nun vor München ab. Nichtsahnend stolpert ihr in eine Horde Biertrinker mit Lederhosen und sucht vergeblich nach den Skinnyjeans-tragenden Hipstern mit den Fixiebikes und Ray Ban Wayfarern. Böser Schock.

Anstatt euch einen Schock zu verpassen, haben die DNSChanger-Leute sämtliche Browser und auf das Web zugreifende Anwendungen veräppelt. Und zwar so, dass statt regulären Werbebannern die zu der jeweiligen Seite gehören und Einnahmen generieren, unbemerkt die Werbebanner der mit den Hackern (zumindest geschäftlich) zusammenarbeitenden Werber gezeigt wurden. Ein Großteil des Werbe-Traffics wurde also in andere Taschen umgeleitet und produzierte bei 4 Millionen Zombies auch reichlich Taschengeld.

Nun sind trotz der Warnungen des FBI und reichlich Pressemitteilungen über das Botnet noch immer eine Viertelmillion User infiziert. Dem Botnet wurde der Stecker gezogen, stattdessen stehen als Notfallweg noch immer öffentlich gestellte DNS-Server zur Umleitung für die Infizierten bereit. Sprich: Damit die Leute entgegen dem Beispiel nicht in Bayern landen, steht nun einer am falschen Ortsschild und bietet den richtigen Weg an. Diese Notlösung wird am 9. Juli abgeschalten – das Internet Armageddon (dam dam daaaa) tritt ein. Oder eben auch nicht. Und ein Paar IT-Illiteraten gehen für wenige Tage offline, bis ein netter Nachbar/Verwandter/Freund ihr ohnehin zugemülltes Betriebssystem neu aufsetzt und damit den Fehler automatisch behebt. Egal ob Mac, Windowsrechner oder Toaster, eine Neuinstallation des Betriebssystems hilft immer. Ansonsten gibt es hier Tips zur Entfernung ohne Neuaufsetzen. Solved.

EDIT: die deutsche Telekom bietet hier einen Check an.

via Ars Technica

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  • mercator

    Oh man, was für ein schlechter Schreibstil.

    Ein paar Hinweise:
    "…im typisch aufgeblähten Sensationalismus das “Internet Armageddon” nennt." Und Du benutzt diesen Begriff im gleichen Artikel in dem Du ihn anprangerst? ähhm ja
    "…das Internet Armageddon (dam dam daaaa) tritt ein." …dazu noch mit diesem schlechten Video?!?
    Und nun der Grund warum ich mich soweit ärgere, dass ich diesen Kommentar schreiben muss:
    "4 Millionen unachtsame, unwissende oder schlichtweg dämliche User haben ihre Rechner ungewollt infizieren lassen." schlichtweg dämlich, klingt ziemlich überheblich. Sowas könnte Dir also nie passieren?!? Naja wenn ich deinen Artikel so lese, muss ich sagen: "Ich denke es könnte auch Dir durchaus passieren!"

    Eure Seite ist mittlerweile so zugemüllt mit Werbung, dass man langsam auch mal qualitativ gute Artikel erwarten können sollte. Und nicht nur so abgeschrieben, mit unqualifizierten Aussagen durchgemüllten Quatsch.
    Ich möchte mal Wissen wieviel Kohle ihr mitlerweile von Apfel und Co einfahrt für Eure in Artikel gekleidete Werbung!

  • Tom

    Lieber mercator,
    danke für deine blinde Kritik. ;)

    1) Du attackierst meinen Schreibstil, richtest die Kritik allerdings rein an den Inhalt und das Ausmaß der Werbung auf WBI. Im Inhalt befinden sich leider keine sachlichen Fehler, noch Plagiarismus. Hat da jemand vielleicht einfach nur ein schlechtes Wochenende gehabt? Wer seine Argumentation derart unfokussiert herüberbringt, wirkt bestenfalls wie ein mit Armen und Beinen strampelndes Kind. Sorry.
    2) Sarkasmus ist Dir kein Begriff, macht nichts. Kannst Du jederzeit hier nachlesen.
    Der ganze Sinn des Artikels besteht darin, sich über das Bildzeitungsniveau von Teilen der Blogosphäre lustig zu machen und erläutert (entgegen zahlreicher anderer, weniger technisch informierter Artikel) die Natur des Problems und wie klein und leicht zu beseitigen es doch ist. Daher auch das überspitzte Artikelbild und die Montage im Artikel. Again, sarcasm. Zudem gibt es unten im Artikel einen Link für die Verunsicherten, bei dem sie auf eine Infektion hin prüfen können. Das “dam dam daaa”-verlinkte Video ist ein Meme aus der Internetkultur und signalisiert übertriebenes Drama.
    3) Du ärgerst Dich über meine (als überheblich empfundene) Meinung? Das tut mir Leid, gleichzeitig freue ich mich darüber. Polarisierende Sätze wie dieser haben vielleicht eine Intention, die in diese Richtung geht. Sag bloß, das hast Du durch den Nebel der blinden Wut nicht gesehen? ;)
    4) Ich freue mich über einen Link zu Deinem allein von gemeinnützigen Spenden und Nächstenliebe finanzierten Blog mit sachlich trockenen Inhalten, keinerlei Erwähnung von Markennamen (denn da fließen bekanntlich die Millionen auf Bankkonten!) und natürlich der universellen Abwesenheit von Sarkasmus, sprachlichen Tropen oder gar Ironie. Sonst sind noch mehr Leute mit dem “Schreibstil” überfordert.
    5) Jetzt sag nicht, Du hast Dich infiziert und daher tritt Dir der Artikel auf den Schlips?

    Ganz liebe Grüße in deine kleine wütende Ecke wünscht der Autor

    Tom

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