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iPhone 5 zu kompliziert für Foxconn? Manager spricht von Problemen

iPhone 5 zu kompliziert für Foxconn? Manager spricht von Problemen

Seit Wochen fragen wir uns nun, wie es dazu kommen konnte, dass eine nicht gerade erheblich kleine Anzahl von iPhone 5-Vorbestellern zum Teil zerkratzte Geräte geliefert bekommen hat. Als Gründe könnten hier vor allem Fehler in der Qualitätskontrolle und schlecht ausgebildetes Personal ins Gewicht fallen. Aber was sagt Foxconn eigentlich selbst dazu?

Das Wall Street Journal hat mit einem Manager des chinesischen Auftragsherstellers gesprochen, welcher allerdings anonym bleiben wollte. Im Interview mit dem WSJ spricht er unter anderem davon, wie kompliziert das iPhone 5 einerseits herzustellen ist und auf der anderen Seite wie extrem hoch die Qualitätsansprüche seitens Apple sind. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Unternehmensführung der Kalifornier alles andere als zufrieden war, mit der ersten Lieferung der neuen iPhone-Generation. Wohl auch deshalb hatte man bereits im Vorfeld die Fertigung gesplittet auf Pegatron und Foxconn. In der Vergangenheit war zum Großteil Foxconn für die Fertigung zuständig.

Dass Foxconn Schwierigkeiten mit der Bewältigung des riesigen Auftragsvolumens hatte, dadurch extremer Zeitdruck herrschte und so die Qualitätsprüfung zum Teil versagte, liest sich auch aus den Antworten des Foxconn-Managers im Interview mit dem Wall Street Journal.

“Das iPhone 5 ist das schwierigste Gerät, dass Foxconn jemals hergestellt hat. Das Design ist sehr leicht und dünn und somit kompliziert. Es braucht Zeit um zu lernen, wie man dieses neue Gerät optimal fertigt. Übung macht den Meister. Unsere Produktivität verbessert sich von Tag zu Tag.”

Für mich klingt es mehr nach einer indirekten Entschuldigung dafür, dass an vielen Ecken geschlampt wurde. Trotz der langjährigen Erfahrung muss Foxconn lernen ein recht dünnes und leichtes Smartphone zu montieren? Kaum zu glauben – es wird insbesondere der immense Zeitdruck Schuld daran haben, schlecht geschultes Personal, die aufgrund des Zeitdrucks Fehler bei der Montage machten und so evtl. Kratzer hinterließen sowie zu wenig Auslagerung der Produktion auf andere Fertiger.

Nichtsdestotrotz dürfte es sich hierbei “nur” um die erste Charge für Vorbesteller gehandelt haben. Was Apple übrigens vor ein paar Wochen bereits bestätigt hatte. Wer aktuell ein iPhone 5 bestellt, dürfte derartige Qualitätsmängel nicht am Gerät vorfinden.

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source: WSJ via: 9to5mac


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