Apple vs. Google: Eric Schmidt sieht Google klar als Gewinner im Plattformen-Krieg
Das Wachstum von Android in den letzten Monaten ist beeindruckend. Mehr als 1,3 Millionen Android-Geräte werden täglich auf diesem Planeten aktiviert, was mittlerweile 72 Prozent Marktanteil für das Google-Betriebssystem bedeutet. Das gibt Google CEO Eric Schmidt zum Anlass, dass er sein Unternehmen als klaren Gewinner im Krieg der Plattformen mit Apple sieht.
In einem Interview mit Bloomberg in New York in dieser Woche sprach Schmidt unter anderem darüber, dass die aktuelle Situation zwischen Apple und Google mit dem Maßstab von vor 20 Jahren verglichen werden kann. Damals war Apple’s härtester Konkurrenz der Software-Riese Microsoft, welcher anschließend als klarer Gewinner aus der Schlacht hervorging.
Dabei hat er nicht unrecht, denn wie Microsoft vor 20 Jahren, setzt Google heute ebenfalls auf Vertriebspartner, die die Hardware liefern, auf denen Google’s Betriebssystem zum Einsatz kommt. Apple hingegen setzt heute wie damals auf ein eigenes und kontrolliertes System aus Software und Hardware. Ein weiterer vergleichbarer Punkt ist, dass sowohl Microsoft als auch Google’s Tochter Motorola bereits von Apple verklagt wurde. In beiden Fällen unterstellte das Unternehmen aus Cupertino den Konzernen Patentverletzungen.
Das große Selbstvertrauen von Google auf dem Mobile-Markt ist natürlich auf das wachsende Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, der Nutzer und das Interesse von Werbekunden zurückzuführen. Immer mehr Kunden wechseln zum handlichen Handheld-Gerät wie dem Smartphone oder Tablet und meiden dafür klassische Computer. Dabei sei Google an einen möglichst großen Kuchen auf dem Markt interessiert. Man möchte mit Android den größten Marktanteil haben, wobei Schmidt allerdings einräumte, dass man den Markt nicht zu 100 Prozent kontrollieren kann. Der größte Vorteil für Schmidt sei vor allem die hauseigenen Google-Dienste wie Mail, Places, Drive etc., die allesamt an Beliebtheit bei der Nutzerschaft gewinnen.
Schmidt äußerte sich auch zum Wachstum in Europa. Hier sei laut dem Google CEO ein Wachstum schwierig und das für lange Zeit. Schuld daran sei vor allem die Überschuldung und geringe Beschäftigung in einigen südeuropäischen Ländern. Menschen können sich weniger leisten. Zur Steuerflucht von Google äußerte sich Schmidts ebenfalls. Hier gab er an, dass man sich an Gesetzte hält und lediglich alle Möglichkeiten zum Sparen nutze.
source: Bloomberg
- Günther.W
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