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Erstes Eyes-On: So sehen Valve´s Steam Box Prototypen aus + Gabe Newell Interview

Erstes Eyes-On: So sehen Valve´s Steam Box Prototypen aus + Gabe Newell Interview

Ja, richtig gelesen: Prototypen. Gleich mehrere mögliche Geräte hat Valve im Rahmen der CES 2013 gezeigt. Zudem gab Valve-Mitbegründer Gabe Newell den Kollegen von The Verge ein sehr ausführliches Interview zur Steam Box, biometrischen Steuerungskonzepten und zum Projekt “Littlefoot”. Wir haben für euch die wichtigsten Informationen und Impressionen zu dem ambitionierten Hardware-Vorhaben zusammengefasst.

Bereits im letzten Jahr gab es viel Gerüchte um den Einzug von Steam ins Wohnzimmer in Form einer eigenen Konsole. Der vor nicht allzu langer Zeit eingeführte Big Picture Mode bestätigte diesen Plan indirekt und macht Steam Controller und TV freundlich, auch wenn man momentan noch nicht völlig ohne Maus und Tastatur auskommt. Auf den Bilder der ersten Prototypen erkennt man deutlich einen handelsüblichen Logitech Controller, aber ebenso die herkömmlichen PC-Steuerungen. Neben Modellen wie dem Alienware X51 oder Digital Storm´s Bolt gilt Xi3´s Piston als die wahrscheinlichste Hardware für Valve´s Steam Box, da das Unternehmen während der CES den Kauf von Anteilen an dem Unternehmen bekannt gab.

CES 2013 Steam Box Prototyp 22 300x199 Erstes Eyes On: So sehen Valve´s Steam Box Prototypen aus + Gabe Newell InterviewAuch wenn der endgültige Hersteller noch nicht feststeht, so kann man aber sagen, dass die Steam Box über allerhand Anschlussmöglichkeiten verfügen und upgradebar sein wird. An der Xi3´s Piston kann man beispielsweise deutlich 4 USB 3.0, 4 USB 2.0, 4 eSATAp, einen HDMI, 2 Display-Port, einen Ethernet, je einen Audio-In & Out sowie einen optischen Audio-Anschluss sehen. Sicherlich wird noch der eine oder andere Port der Schere zum Opfer fallen, aber es sieht dennoch sehr beeindruckend aus. Die vollständige Galerie findet ihr am Ende des Beitrags.

Doch nun zur versprochenen Interview-Zusammenfassung:

Valve arbeitet mit vielen verschieden Partner zusammen, um eine Steam Box Hardware zu erschaffen. Dabei möchte man laut Newell ein relativ offenes System haben und den Herstellern nicht mit Restriktionen im Weg stehen. Vielmehr möchte man “sich die besten Dinge heraussuchen und die Leute zur weiteren Verbesserung ermutigen”.  Damit soll die bestmögliche Hardware entstehen, “die ihren Fokus auf eine hohe Performance und Laufruhe und einen angemessenen Formfaktor legt.” Als Betriebssystem wird, dem Mitbegründer zufolge, Linux genutzt, aber “wenn man möchte, kann man Windows installieren” und wird “dies nicht schwierig gestalten”.

Alternative Steuerungskonzepte & die Zukunft von Steam

Später im Verlauf des Interviews hat The Verge nach der Nutzung von Kontrollvarianten wie Kinect und andere Bewegungscontroller gefragt. Newell sagte hierzu, dass man von solchen Controllern nicht überzeugt sei, was vielleicht auch “an der eigenen Vorstellungskraft” scheitere. Ebenso erkennen die Spieleentwickler nicht den Mehrwert, den diese Konzepte für Spiele bringen sollen. Man spielt lieber mit der Idee eines biometrischen Controllers. “Biometrie […] stellt eine wesentlich größere Kommunikationsbandbreite zwischen dem Spiel und der Person, die spielt, her, selbst wenn es dem Spieler unbewusst ist.”

CES 2013 Steam Box Prototyp 6 300x199 Erstes Eyes On: So sehen Valve´s Steam Box Prototypen aus + Gabe Newell InterviewWie wird bei diesen Veränderungen die Zukunft von Steam aussehen? Bereits mit Big Picture ging man den Schritt, sowohl User als auch Entwickler besser zu unterstützen. Spieler können nun Steam-Inhalte auf ihrem TV nutzen und Entwickler müssen ihre Spiele für dieses Erlebnis nicht extra umschreiben wie etwa für PS3 oder Xbox 360. In Zukunft möchte man innerhalb Steams auch mehr benutzergeneriertes Content sehen und könnte die Option bereitstellen, eigene Shops zu eröffnen. Eine sehr interessante Absicht, die meiner Meinung nach zu einem Verlust der Übersicht führen könnte, wenn man es falsch anpackt.

“Windows 8 ist unbenutzbar”

gabe newell windows 8 steam ces 2013 300x216 Erstes Eyes On: So sehen Valve´s Steam Box Prototypen aus + Gabe Newell InterviewGabe Newell empfindet es als toll, wenn “schnellere WiFi Netzwerke und Standards erscheinen oder wenn die Grafik besser wird”. Aber “Windows 8 war wie eine riesengroße Enttäuschung. Es schadet jedem im PC Business” und der Rückgang der PC Verkäufe “machen [ihm] Angst”. “Ich finde [Windows 8] unbenutzbar.” Ganz so drastisch sehe ich das nicht. Mit einem Touchdisplay kann es wirklich Spass machen, aber leider werden nicht alle alten Programme unterstützt, was die Nutzbarkeit natürlich stark einschränken kann.

Für uns in Deutschland zwar weniger interessant, aber trotzdem eine Erwähnung wert, ist die Netflix Unterstützung. Die über den Webbrowser möglich sein wird. Valve ist neuen Ideen sehr aufgeschlossen gegenüber und Newell hat Dinge wie OnLive selbst ausprobiert, kam aber am Ende zu dem Schluss: “Es über das Internet zu machen, ist die falsche Idee.”

“Die Steam Box wird auch ein Server sein”, sagte er und fuhr fort: ” Jeder PC kann mehrere Monitore bedienen [..], sodass du einen PC hast und 8 Fernseher und 8 Controller und jeder eine gute Leistung herausbekommt.” Die Steam Box wird im übrigen intern als “Bigfoot” bezeichnet und man arbeite ebenso an einem mobilen Spielkameraden unter dem Namen “Littlefoot”.

Handheld oder Tablet -Was ist “Littlefoot”?

An “Littlefoot” geht man auf dieselbe Weise heran wie an die Steam Box und sucht nach einer Möglichkeit die Steuerung für Spiele auf “Tablets und im mobilen Bereich” zu verbessern. Der erste Design-Prototyp “hatte dieses Touchpad und [man] versuchte herauszufinden, wo das sinnvoll ist”, denn man “will nicht das Geld der Leute für ein Touchpad verschwenden.” Keine einfache Aufgabe, aber “wenn [man] erstmal die Rolle des Multitouch in solchen Anwendungen versteht, wird es einfach zu sagen, dass du dein Telefon (Smartphone) dafür nutzen kannst.”

Doch die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und in diesem Jahr werden auch Ankündigungen der Next-Gen Konsolen von Microsoft und Sony erwartet. Für Gabe Newell ist aber klar: “Wenn du etwas machst, dass cool ist, was die Zeit der Leute wert ist, dann werden sie es annehmen. Wenn du etwas machst, dass nicht cool und Mist ist, dann kannst du soviel Geld für Marketing ausgeben wie du willst und sie werden es trotzdem nicht wollen.”

Wann erscheint die Steam Box und zu welchem Preis?

Wer nochmal das gesamte Interview im Original lesen möchte, kann dies hier tun. Dort finden sich noch einige Details zur Entwicklung von Half-Life und Counter-Strike, sowie Newell´s Meinung zu Project Shield von NVIDIA. Über den Verbleib von Half-Life 2: Episode 3 wurde erwartungsgemäß leider nicht geredet. Schade.

Genaue Details zur Veröffentlichung der Steam Box wurden ebenfalls nicht bekanntgegeben. Ein Preis steht auch noch aus. Man munkelt aber über mehrere Modelle, wobei das Basismodell bei ca. 100 € und das High-End-Gerät bei knapp 300 € liegen soll. Bei weiteren Entwicklungen zur Steam Box halten wir euch auf dem Laufenden.

Quelle: The Verge & Engadget


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