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Xbox One und die Online-Pflicht: Potenzial zur Schnüffelkonsole

Xbox One und die Online-Pflicht: Potenzial zur Schnüffelkonsole

Eines muss man Microsoft ja lassen, das Unternehmen versteht sich perfekt darin, ein bis dato erfolgreiches Produkt so zu verändern, dass es eigentlich keiner mehr kaufen möchte, es aber dennoch gekauft wird, weil die Alternativen außer Reichweite stehen. Ähnlich wie mit dem eigenen Betriebssystem, wird also auch die erfolgreiche Spielekonsole Xbox mehr oder weniger ein Mittel zum Zweck. Die Konkurrenz zieht derweil davon und lacht sich in das Fäustchen. Auch wenn wir vom Konkurrenten Sony in Sachen Online-Zwang bei der PS4 noch nichts Näheres gehört haben, so ist nun zumindest bei der neuen Xbox One klar, dass das Zocken ohne Internet-Zugang kaum bis gar nicht möglich ist.

Auf die Frage, ob die Xbox One eine aufrechte und aktive Internet-Verbindung voraussetzt, antworte der Software-Riese nun mit einem nicht ausgesprochenem Ja. Wir hatten es bereits vor der Vorstellung vor gut zwei Wochen vermutet, nun aber ist es offiziell. Laut Microsoft setzt die Xbox One zwangsweise eine Internet-Verbindung voraus, andernfalls ist das Spielen mit der Konsole nicht mehr möglich. Zwar könnte man offline für kurze Zeit weiterspielen, doch spätestens nach 24 Stunden wird der Riegel davor geschoben. “Offline gaming is not possible after these prescribed times until you re-establish a connection.” Um das begonnene Spiel weiter zocken zu können, müssen wir uns also erneut mit dem Internet verbinden. Ja, was soll das denn?

Als wäre es nicht schon hart genug, dass Fans der Microsoft-Konsole mit der kommenden Version mehr eine Multimedia-Plattform, statt einer vollwertigen Spiele-Konsole präsentiert bekommen – nein, Microsoft verdonnert seine Kunden dazu, immer und so oft wie möglich online zu sein. Auf die Idee von Steve Jobs zurückgegriffen, der vor ein paar Jahren einmal meinte, die Menschen wollen ihr zu Hause über eine zentrale Station bedienen und managen können, wird also kurze Hand die Xbox in diese Schublade gezogen. Eine tolle Idee, nur mit dem Unterschied, dass Microsoft dem Endkunden regelrecht keine Wahl lässt.

Für Sony könnte es derweil nicht besser laufen. Zwar setzt der Konsolen-Konkurrent ebenfalls auf viele Social-Media-Features in seiner neuen PlayStation 4, die gewissermaßen eine Internet-Verbindung voraussetzen, doch bislang wird vermutet, dass uns zumindest die Wahl zwischen online und offline sein überlassen wird. Microsoft setzt hingegen noch einen drauf und könnte das neue Kinect 2.0 zu Spionage-Zwecken missbrauchen, um mögliche Terroristen in der Bevölkerung ausfindig zu machen. Schließlich laufen die besonders in der westlichen Welt überall herum und spielen in ihren Geheimlaboren eine Runde mit der Xbox, ist klar. Weiteres Info-Material hierzu hat Tom bereits in diesem Artikel näher erläutert.

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Übrigens: Inwiefern Microsoft das Spielen mit alten und gebrauchten Games ermöglicht, ist noch offen. Laut Microsoft wird die Xbox One zwischen neuen und gebrauchten Spielen unterscheiden können. Damit wir mit gebrauchten Spielen zocken können, muss wohl erst ein “Go” vom Hersteller eingeholt werden. Wie dieses Überprüfungsverfahren (wenn korrekt und so geplant) aussehen und funktionieren soll, wird sich wohl in den kommenden Monaten bis zum Launch der Konsole klären. Ich bin jedenfalls gespannt. Stand heute hat die PS4 keinen besseren Start erwischen können – die Xbox One hingegen keinen schlechteren.

Wie steht ihr zu diesem Thema – baut sich die Xbox One nun ihr eigenes Grab? Oder könnt ihr euch nur darüber wundern, warum um diese Geschichte ein so großer Trubel gemacht wird? Schreibt mir eure Meinungen weiter unten oder besucht mich auf Twitter und Google Plus.

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