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Xbox One: Die beste PS4-Werbekampagne aller Zeiten

Xbox One: Die beste PS4-Werbekampagne aller Zeiten

Xbox One oder PS4? Ami oder Japaner? Microsoft oder Sony? Halo oder Metal Gear Solid? Bevor beide Geräte offiziell vorgestellt wurden, schien es eine vermeintlich schwere Entscheidung zu sein. Doch seitdem so gut wie alle Geheimnisse um die kommenden Spielekonsolen gelüftet sind, kommt für mich nur ein Kandidat in Frage.

Nachdem meine PS3, die ich zum Release im Jahre 2007 geschenkt bekommen habe, irgendwann letzten Sommer ihren Geist aufgegeben hat, konnte ich als Call of Duty- und Fifa-Liebhaber ja nicht einfach von heute auf morgen aufs Daddeln verzichten. Da zu dem Zeitpunkt im Netz schon einige, heiße Gerüchte über die Nachfolger kursierten, wartete ich lieber ab, anstatt erneut einen Batzen Geld für eine Konsole auf den Tisch zu legen, die dann nach einem Jahr schon wieder generalüberholt ist.

In Monaten von Abstinenz und Sehnsucht machte mir ein Bekannter zu meiner Freude ein unwiderstehliches Angebot. Da er knapp bei Kasse war und dringend Bares brauchte, stellte er seine Xbox 360 für einen – aus meiner Sicht – akzeptablen Preis zum Verkauf. Keinen Tag später klingelte er bei mir, stellte seinen Karton bei mir ab und schon hatte ich wieder eine neue Kiste im Hause zu stehen. Damit ich dann nicht ohne Spiel dastehe bzw. dasitze, habe ich mir noch zuvor den Metzel-Klassiker Left 4 Dead 2 ergattert.

Nachdem Microsoft’s Maschine dann angeschlossen war, stellte ich zuerst keine groben Unterschiede zum Sony-Konkurrenten fest – bis auf den klobigen, dicken, schweren, mit Batterie betriebenen Controller fest. Doch wie sagt man so schön? “Über Geschmack lässt sich nicht streiten”. Mittlerweile habe ich mich mit dem “Klopper” arrangiert, er schmiegt sich nun wunderbar in meine seitdem etwas gewachsenen Hände und fühlt sich eigentlich recht angenehm an. Warum der Exkurs, fragt ihr euch sicherlich, wenn es doch um die bald erscheinenden Geräte gehen soll?

Nun ja, viele Verfasser von solchen Meinungsbeiträgen, wie meiner es ist, haben sich in der Vergangenheit eher mit einer der beiden Konsolen auseinandergesetzt. Von daher fällt ihnen es bzw. ist es für sie latent schwerer, ein Urteil über die Xbox One und die PS4 zu fällen. Man präferiert – zumindestens unterschwellig – immer das, was man selber Zuhause besitzt. Da ich in den letzten Jahren allerdings “auf beiden Hochzeiten getanzt” habe, profitiere ich nun davon und habe eine gute Ausgangsposition. Für mich waren die Xbox 360 sowie die PS3 bisher auf ein und der selben Augenhöhe; sie haben sich nicht viel geschenkt, hier und da muss man natürlich Abstriche machen, im Groben und Ganzen allerdings zwei gleich starke Konkurrenten.

Let’s get ready to rumble

Wer die letzten Wochen die Hülle und Fülle der News zu den beiden Konsolen aufmerksam verfolgt hat, wird sich sicherlich schon eine Meinung gebildet haben. Auch für mich steht schon ein klarer Gewinner fest. Von der Leistungsstärke her nehmen sie sich erneut nicht viel voneinander, was eigentlich auch zu erwarten war. Auf explizite technische Daten werde ich an dieser Stelle nicht eingehen, da diese schon mehrfach durchgekaut (Xbox One, PS4) wurden und man sowieso nicht strikt nach Hardwarekomponenten seine Entscheidung treffen sollte. Mir geht es hauptsächlich um die Features und um die Konsole an sich. Ich möchte versuchen, wenigstens einigen von den Gamern unter uns aus der Seele zu sprechen.

Der Online-Zwang

Offline gaming is not possible after these prescribed times until you re-establish a connection.

Das vermutlich wohl am heißesten diskutierte Thema, wenn es um die kommende Redmonder Spiele-Plattform geht. Schon bevor überhaupt Gewissheit ans Licht gelangte, rollte eine Welle der Wut durchs Netz. Als dann von Microsoft die offizielle Bestätigung kam, dass nach 24 Stunden offline ein Riegel vorgeschoben wird und man keine Spiele mehr daddeln kann, entfachte der Zorn umso mehr. Seitens Sony gibt es zur Freude aller Verbliebenen, die nicht über eine permanente (schnelle) Internetverbindung verfügen oder sich einfach nicht mit diesem absurden Beschluss zufriedenstellen wollen, keinerlei Einschränkungen und somit einen Freifahrtschein für tagelange PS4-Offline-(Keller)-Patys. Zahlreiche User befürchten hinter diesem ganzen Online-Zwang auch, ungewollt durch den Software-Riesen beschnüffelt zu werden.

Der Verkauf und Verleih von gebrauchten Spielen

In der Vergangenheit gab es diesbezüglich eine Menge Unklarheiten. Aufgrund dessen hat sich Microsoft noch einmal zu Wort gemeldet und irritierte Kunden aufgeklärt. Wer künftig bei der Xbox One seine gebrauchten Spiele verkaufen möchte, wird wohl nicht um den Gang zum teilnehmenden Händler herumkommen. Von nun an liegt es in der Hand der Publisher und Entwicklerstudios, ob die Spiele überhaupt verkauft oder verliehen werden dürfen und ob sie dafür vielleicht noch eine Extra-Gebühr verlangen.

Loggt man sich hingegen auf einer anderen Xbox mit seinem eigenen Account ein, so kann man auf seine gesamte Spielesammlung, die in der Cloud gespeichert ist, zugreifen und uneingeschränkt wie Zuhause zocken. Das absolute KO-Kriterium für mich kommt aber jetzt erst. Möchte man beispielsweise ein Spiel an den Kumpel ausleihen, muss er sich mindestens 30 Tage in meiner Freundesliste befinden, der Haken dabei: man kann ein Spiel nur an einen einzigen Freund verleihen.

Will man das selbe Game noch einem weiteren Kollegen zum Testen mitgeben, wird er es mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht zum Laufen kriegen. Einen Pluspunkt gewinnt die Konsole mit dem großen X aber dadurch, dass man 9 Personen festlegen kann, die von jeder Xbox One aus auf die gesamte Spielesammlung in der Cloud zugreifen können. Wie Microsoft-Mitarbeiter Yusuf Mehdi bekannt gab, würden mehrere allerdings nicht ein und dasselbe Spiel zur gleichen Zeit daddeln können. Heißt in der Praxis also, kooperative Missionen oder miteinander online die Kräfte zu messen, fällt flach.

Wie dieses Problem auf der PlayStation 4 gelöst wird, hat Sony kurz, knapp und knackig in diesem Video dargestellt:

Der Region Lock

Ein weiterer Minuspunkt für Microsoft’s Kasten ist der Region Lock. Dieser ist an den Xbox-Live-Account des Benutzers gekoppelt und dieser wiederum an das Herkunftsland. Heißt also, wer auch mal im Urlaub seinen Drang nach Kombos und Killstreaks nachgehen und seinen “Bedürfnisse” stillen will, hat dann vielleicht das Nachsehen. Der Softwareriese aus Redmond meint hierzu:

“Ähnlich wie in der Film- und Musikindustrie, müssen Spiele und andere Inhalte länderspezifische Auflagen erfüllen, bevor sie für den Verkauf freigegeben werden können, was bedeutet, dass Spiele in den großräumigen geografischen Regionen funktionieren werden, für die sie freigegeben wurden – ganz ähnlich wie es heute bei der Xbox 360 der Fall ist. Zwar ist die Konsole selbst nicht geografisch eingeschränkt, der Xbox-Live-Account, Inhalte, Apps und Erfahrungen sind hingegen alle an das Land der Rechnungsanschrift und Herkunft gebunden.”

Sony’s Bolide kommt im Gegensatz dazu – ihr habt es schon fast erraten – ohne jegliche Sperre daher.

Der Preis – die verkehrte Welt?

Für mich eigentlich eines der wichtigsten Argumente, wenn es darum geht, sich eine neue Maschine ins Haus zu holen. Während die Xbox One vorerst nicht für unter 499 Euro zu haben sein wird, schlägt die PlayStation 4 lediglich mit 399 Euro zu Buche. Doch, läuft da nicht irgendetwas schief? In den letzten Tagen hagelte es schon ohnehin eine Menge Kritik für Micrsoft’s Konsole und jetzt soll man auch noch mal satte 100 Euro für mehr für den ganzen Frust, für die ganzen Abstriche, für die ganzen irrsinnigen Neuerungen, für die ganzen Zwänge hinblättern? Nein danke, ich habe meine Entscheidung getroffen! Ich zahle weniger und bekomme sogar mehr dafür – wo kriegt man das heutzutage schon noch?

Zugegeben: nicht alles ist schlecht!

Jaja, jetzt sitzt die kleine, schwarze Box bedröppelt und mit tränenden Augen in der Ecke, doch fairerweise muss ich gestehen: sie hat auch ihre Sonnenseiten, wie zum Beispiel die tiefere Cloud-Integration, die tatsächlich coolen Exklusivtitel wie Halo oder Forza oder der von vielen geliebte (ergonomische) Controller. Das Unternehmen aus Redmond hat sich dieses Mal verpokert und die (zurecht) hohen Erwartungen der Kunden nicht erfüllt. Eigentlich schade, dass der Kampf um die Krone der Spielekonsole 2013 schon so früh vergeben ist. Besonders hart trifft es die alteingesessenen Xboxler und Xboxlerinnen, die sich im Falle eines Systemwechsels (was anscheinend einige vorhaben zu tun) ihr geliebtes “Ökosystem” verlassen und sich auf ein neues einstellen müssen.

Wie siehts bei euch aus? Steht eure Entscheidung schon oder sitzt ihr noch zwischen zwei Stühlen? Xbox One oder PS4? Ami oder Japaner?

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