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Tischtennis als audiovisuelle Interaktionskunst

Der Stockholmer Design & Werbeuni-Absolvent David Rinman hatte eine recht abgefahrene Idee für sein finales Abschlussprojekt: ein Tischtennis-Tisch als audiovisuelles Experiment beziehungsweise als interaktive Installation.

Was, wenn die beiden Spieler nicht im Wettkampf gegeneinander antreten, sondern in Kooperation versuchen, ein Erlebnis am Laufen zu halten? Genau diese Idee lässt sich mit Beat Match umsetzen, dem Bild- und Klangexperiment von Rinman.

Jede Interaktion mit dem Ball (inklusive das Verfehlen eines Schlags) zählt als Antrieb für die Musik und die Motion-Graphics auf dem Tisch-Display. Der Beat wird also auch von den erfolgreichen Spielzügen angetrieben und lässt sich von den Spielern in seiner Geschwindigkeit manipulieren, indem sie eben schneller oder langsamer spielen. Wenn einer mal völlig daneben haut, bedeutet das (zumindest temporär) das Ende für das sensorische Feuerwerk aus Farben, Formen und elektronischer Musik.

Die Herausforderung könnte also vor allem darin liegen, die Party so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Profi-Tischtennis-Helden sähen darin vermutlich keine so große Herausforderung, aber für Einsteiger oder gar als Bar-Spiel könnte ich mir diese Installation gut vorstellen. Dagegen stinkt Tischtennis auf der Nintendo Wii mit den in Feedback und Funktion limitierten mimetischen Interfaces á la WiiMotion Plus nämlich mal gänzlich ab.

Eine Serienproduktion von solchen Abschlussarbeiten ist meistens leider eher unwahrscheinlich, da es sich um Einzelstücke und Prototypen handelt, die selten komplett ausgearbeitet werden. Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn sich eine Firma dieser Idee annimmt. Ende Mai 2013 konnte man das gute Stück bei Forsbergs bewundern.

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