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280 Stunden iPhone Produktion: Tod eines 15-Jährigen wirft Fragen auf

280 Stunden iPhone Produktion: Tod eines 15-Jährigen wirft Fragen auf

Die Missachtung von gesetzlich festgelegten Richtlinien ist in Produktionsstätten im Reich der Mitte und in anderen Ländern in Asien nach wie vor ein schwieriges Thema. Nun ist es Apple-Zulieferer und iPhone-Produzent Pegatron, der vermehrt mit Todesfällen in Taiwan in die Schlagzeilen gerät. Im September ist offenbar ein erst 15-jähriger Arbeiter an einer Lungenentzündung gestorben, nachdem er über Wochen hinweg zu mehreren 12-Stunden-Schichten antreten musste. Allein in der ersten Woche soll er 79 Stunden, in der zweiten Woche 77 Stunden und in der dritten Woche 75 stunden gearbeitet haben. Dass soll aus Unterlagen hervorgehen, die die Familie des Verstorbenen vorlegten.

Der Arbeiter namens Shi Zhaokun, der gerade einmal 15 Jahre alt war, soll bei seiner Bewerbung allerdings gefälschte Dokumente vorgelegt und sich als 20-Jährigen ausgegeben haben, um die Stelle bei Pegatron zu bekommen. Offiziell dürfen Personen ab einem Mindestalter von 16 Jahren in der besagten Pegatron-Produktionsstätte arbeiten. Bekannt wurde der Fall dabei erst, nachdem Apple hinzugezogen wurde um den Tod mehrerer Arbeitnehmer in letzter bei Pegatron zu untersuchen. Inwiefern Shi an den Folgen der Belastungen der Produktion starb, ist unklar. Die Familie konnte sich die Obduktion nicht leisten.

Eine Sprecherin des Zulieferers sprach währenddessen ihr Mitgefühl aus und beteuert die Einhaltung der Arbeitsbedingungen. Ebenso ist man der Meinung, dass keine Lebensbedingungen verletzt wurden. Auch Mängel wurden laut einem Betriebsleiter nicht gefunden. Der Familie bot man umgerechnet 10.000 Euro Entschädigung an.

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via. smh.com / pcadvisor


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  • abdul rahim

    tja so kennt man den westen… jemanden wird einfach mal so 10.000 Euro in die Hand gedrückt und so Mundtot gemacht. Weiter so …. Applaus…….

  • Gradon

    Das Problem liegt in China Begraben, nicht bei Apple. JEDER Global Player kauft beim günstigsten, bei dem die Qualität ausreicht – ansonsten wäre man schlicht nicht konkurrenzfähig. Punkt. China nutzt sein Kapital, dazu zählen Rohstoffe als auch Arbeitskraft, um damit unglaublich rasant zu wachsen. Die Ausbeutung des eigenen Volks war dort schon immer so und hat auch nichts mit unserem Kundeneinfluss zu tun.



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