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Anonyme Suchmaschinen im Aufschwung

Anonyme Suchmaschinen im Aufschwung

Wer möchte schon gerne, dass seine eigenen Suchmaschinen-Eingaben irgendwann irgendwo auftauchen? Was wir in eine Suchmaschine eingeben, ist nicht nur für Werbetreibende relevant. Die Profilierung von vielen Anfragen ergibt ein recht aufschlussreiches Bild über den Nutzer, das oftmals auch seine kriminellen, sexuellen, politischen oder ideologischen Ambitionen andeutet oder aufdeckt. Umso weniger Vertrauen haben Teile der Internetgemeinde nun in Anbieter wie Google oder Yahoo, die bekanntlich so viel wie möglich sammeln und leider von der NSA kompromittiert wurden.

Umso beliebter sind Suchmaschinen wie DuckDuckGo und Startpage geworden, die eine komplett andere Schiene fahren. Hier liegt die Betonung stärker auf der Anonymität des Nutzers, weniger auf der maßlosen Überwachung seiner Geheimnisse zur besseren Vermarktung. Der Guardian berichtet von den immens angestiegenen Suchanfragen von DuckDuckGo, die dank Edward Snowdens Enthüllungen in neue Höhen schnellten - von 1,5 Millionen Anfragen pro Tag auf 4 Millionen tägliche Anfragen.

Ich nutze privat und im Beruf hauptsächlich Startpage, der Dienst liefert in den meisten Fällen praktisch die selben Ergebnisse wie Google - nur bei der Bildersuche greife ich noch gelegentlich auf den bunten Giganten zurück. In sämtlichen Desktop-Browsern habe ich Startpage als Standardsuchmaschine definiert. Mit der Chrome-Erweiterung Stylish kann man den Dienst übrigens auch wie Google aussehen lassen, wenn einen die altbackene Optik stört.

Welche Suchmaschinen nutzt ihr? Seid ihr hinsichtlich der eigenen Suchhistorie schmerzfrei, oder würdet ihr lieber nicht verraten, welche Suchbegriffe in den letzten Jahren so angefallen sind?


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  • Eddy

    :X Wenn man DuckDuckGo oder Starpage in Google Chrome verwendet, wird das dann nicht auch alles aufgezeichnet? ^^

  • Tom

    Hängt ganz davon ab, wie Chrome konfiguriert ist und genutzt wird. Aber es gibt als Alternativen noch Chromium oder besser: Firefox. 🙂

  • Tom

    Letztlich ist absolute Sicherheit eine Illusion (gerade was Windows anbelangt), aber man muss ja trotzdem „dem Feind“ nicht alles schenken, was man so im Netz macht.

  • Olli

    Alles nett, wenn diese Suchmaschinen nicht so unglaublich schlecht wären. Google ist state of the art und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Und auch, wenn manche von denen behaupten, die Ergebnisse von Google, quasi als Proxy, anzuzeigen, sehen die vollkommen anders aus, als das, was Google einem präsentiert. Die einzig brauchbare, anonyme Suchmaschine war Scroogle, die tatsächlich 1:1 Googles Ergebnisse lieferte. Die wurde ja aber dank monatelanger, mysteriöser gigantischer DDOS-Attacken aus Russland geschlossen, nachdem Google sie schon mehrfach schriftlich und rechtlich zu bedrängen und mit ständigen Updates der Suche erfolglos auszusperren versucht hatte.

    Man kann also davon ausgehen: Wenn so eine Suchmaschine wirklich interessant wird, hat Google seine Wege und Mittel, ihr ein Ende zu bereiten. 😉



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