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Apple könnte Android-Nutzer doch noch glücklich machen

Apple könnte Android-Nutzer doch noch glücklich machen

Als Apple vor Jahren mit der Einführung des iTunes-Stores eine Wendung im Musikbusiness einleitete und mit dem riesigen inhaltlichen Angebot etliche Nutzer hinzugewonnen wurden, scheint sich ein Umdenken bei Apple anzukündigen. Denn offenbar plant der Computergigant iTunes auf das Android-Device zu portieren, um Google mächtig Konkurrenz zu machen.

Dabei pochte Steve Jobs kurz vor seinem Tod immer wieder darauf, dass Apple mit Android keine gemeinsame Sachen machen würde. Er sagte sogar einmal, dass es seiner Meinung nach keinen Vorteil für Apple in einer Kooperation mit Android gebe. Außer, die Nutzer glücklich zu machen. Allerdings wolle er nicht, dass Android-Nutzer glücklich sind.

Umso überraschender wäre es, sollte Apple unter der Führung von Tim Cook tatsächlich am iTunes für Android arbeiten. Publik wurden diese Spekulationen Ende letzter Woche, als die Kollegen von Billboard angeblich sichere Quellen zitierten. Zwar befinde sich den Quellen zufolge das Projekt „iTunes for Android“ noch in den Kinderschuhen, aber immerhin soll es schon Sondierungsgespräche mit eventuellen Partnern geben.

Würde sich ein Umdenken für Apple lohnen?

Sicher ist, der gesamte Inhalt des iTunes-Store bescherte Apple Einnahmen von über 23 Milliarden US-Dollar allein im letzten Jahr. Das sind gut 34 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Ein Großteil davon geht aber auf App-Downloads zurück, der Download von Songs und eBooks ging jedoch um 14 Prozent beziehungsweise 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Ein Grund dafür dürfte sein, dass Streaming-Dienste wie Spotify immer mehr genutzt werden. Allein in den USA konnten die großen Musik-Streaming-Dienste im letzten Jahr einen Zuwachs von 39 Prozent verzeichnen und einen Umsatz von über 1,4 Milliarden Dollar erzielen. Der Umsatz mit Musik-Downloads sank gleichzeitig aber um 3,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Erfasst wurden die Daten von Record Industry Association of America (RIAA).

Ein iTunes-Start auf Android-Geräten könnte sich für Apple vor allem hinsichtlich des Umsatzes lohnen. Schließlich nutzen mittlerweile 78 Prozent aller verkauften Smartphones weltweit das Google-Betriebssystem, nur 15 Prozent sind es hingegen mit iOS. Zumal das Softwareangebot in Apples iTunes-Store weitaus größer ist, als das im Play Store von Google - zumindest was die riesige Auswahl an Songs, Alben, eBooks und Podcasts angeht.

Und die Nachteile?

Als nachteilig könnte sich erweisen, dass Nutzer verstärkt keinen Grund mehr darin sehen ein iPhone oder iPad zu kaufen. Viele Kunden greifen aktuell vor allem deshalb zum Apple-iDevice, weil immer noch das Argument zieht, der iTunes Store hat ein viel größeres und umfangreicheres Angebot als die Konkurrenz.

Ich will es deshalb trotzdem noch nicht glauben und kann es mir auch nicht vorstellen, dass Apple nun mehr oder weniger die Tore öffnet und sich die Reichweite von Android zunutze machen möchte. Ob sich das letztlich tatsächlich lohnen würde, steht ebenso in den Sternen. Denn im Schnitt geben Apple-Nutzer nach wie vor deutlich mehr Geld für Software im iTunes-Store aus, als Nutzer von Android und Co. Was meint ihr, wäre es sinnvoll und denkbar?


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