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Apple Music: Alle Infos zum neuen Musikdienst & der App

Apple Music: Alle Infos zum neuen Musikdienst & der App

Diesmal hat Apple bei der Keynote tatsächlich ein "one more thing" vorgestellt, es war leider kein iPhone 6s oder ein anpassbares Control Center oder das Apple Car oder ein holografisches Display oder eine Androidenversion von Siri oder etwa Unterstützung für so etwas wie die geniale f.lux App die den Jailbreak erfordert...

Jimmy Iovine von ehemals Beats Music stellte auf der WWDC 2015 den neuen Musikdienst vor: Apple Music. Die App löst die bisherige Musik-App auf dem iPhone ab und bringt streamende Inhalte mit sehr persönlichen Empfehlungen und einem "revolutionären" Mix aus algorithmischer Sortierung und menschlicher Kuration in die Hände von Millionen. Wo vorher MP3s und AACs auf dem iPhone lagen, ist jetzt überwiegend die Cloud.

Die iTunes-Bibliothek bleibt natürlich erhalten, ihr könnt eure Songs weiterhin synchronisieren und auf den iDevices anhören. Nur gesellt sich bald ein Streamingangebot mit zahlreichen Tracks (im zweistelligen Millionenbereich) mit Download-Option dazu.

Apple Music: Wann, wie und der monatliche Preis

Mit iOS 8.4 startet Apple Music auf iOS für über 100 Länder - also sicherlich auch für uns - am 30. Juni (Android-Support und Windows-Support wird es ab dem Herbst auch geben) und wird 10 Dollar im Monat kosten, die ersten 3 Monate sind wie in bisherigen Gerüchten erwartet kostenlos. Familien können mit bis zu 6 Personen für rund 15 Dollar streamen und bekommen eigene Accounts ohne Einschränkungen zum Sparpreis.

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Ein 24/7 Webradio: "Beats One"

Zeitgleich gibt es ein unterbrechungsloses, globales Web-Radio in Tradition echter Radiosender (Beats One) mit Zane Lowe als Moderator - New York, LA und London sind die Standorte oder auch Zeitzonen für den Radiosender.

Ein soziales Netzwerk

Außerdem präsentiert Apple eine Art soziales Netzwerk namens "Connect", das Fans mit den Musikern verbindet und direkten Austausch erlaubt. Fans können die Beiträge ihrer Künstler ähnlich Facebook oder Tumblr lesen und kommentieren oder liken. Iovine sieht Apple Music jetzt schon als größte Musikplattform der Welt und betont den integrierten Ökosystem-Aspekt für User und Künstler.

Ein "revolutionärer Musikdienst"

Eddy Cue führte uns mit lässigen Schritten durch die Details von Apple Music. Die überarbeitete App setzt da an, wo Beats Music aufhörte. Features aus iTunes, wie das Anhängen nächster Songs, wurden integriert. Weitere Sektionen der App könnt ihr nachfolgend sehen. Nicht ganz neu aber hoffentlich besser als bei der Konkurrenz implementiert: Die personalisierten Empfehlungen, die von echten Menschen und Musikexperten erstellt wurden und mit eurem Konsum abgeglichen werden.

Die Benutzeroberfläche sieht wie eine Mischung aus iTunes, der nativen Musik-App von iOS 8.4 und Beats Music aus, tendiert aber eher in erstere Richtung. Apple hat stark am Handling von Playlisten gearbeitet und will den Usern ermöglichen, möglichst schnelle Änderungen im Betrieb vornehmen zu können.

Im "For You" Tab der App konfigurieren wir die persönlichen Vorlieben in Form von Genres und können auf Empfehlungen reagieren. Wird eine empfohlene Playlist geliked, wirkt sich das auf weitere Ergebnisse aus. Eine spezielle Sektion listet die aktuellsten Alben präferierter Interpreten auf. Darunter findet sich eine Zusammenstellung interessanter Playlisten.

Apple Music: You

Im "New" Tab sind aktuell beliebte Songs aufgelistet, nebst diversen Neuererscheinungen und den globalen Charts für Songs, Alben und Musikvideos. Letztere sind komplett werbefrei, sagt Cue in seiner Präsentation.

Apple Music: Musikvideos

Im "Radio" Tab befindet sich die Beats One 24/7 Radiostation mit Interviews, Moderation und Musik. Außerdem bietet Apple dort Platz für weitere Internet-Radiosender.

Im "Connect" Tab findet sich das erwähnte soziale Netzwerk, wo Künstler beispielsweise Bilder von ihren Touren, Studio-Sessions als Videos oder auch mal eine bildhafte Dokumentation von ihrem kreativen Prozess hochladen.

Apple Music: Connect

Die Siri-Integration wurde enorm verbessert, die virtuelle Assistentin löst jetzt Anfragen wie "Spiele den Song aus Film XYZ ab" oder "Spiele mir die Top 10 aus Genre XYZ ab" mit Bravour. Durch den Zugriff auf die große streamende Musikdatenbank wurde dieses Feature vermutlich überhaupt erst möglich.

Apple Music: Joah.

Unter'm Strich zeigt Apple aber nichts, was die Konkurrenz nicht auch realisieren könnte. Durchschlagend wird das Angebot lediglich durch die Integration mit dem Ökosystem und den Features von iOS - Siri wird sicher nie so gut mit Spotify oder Deezer zusammenarbeiten können. Was meint ihr? Werdet ihr Apple Music ausprobieren oder gar mit Sicherheit abonnieren? Oder seid ihr vielleicht generell den Streamingdiensten abgeneigt?


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Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • Fabe

    kommt des auch nach deutschland am start tag?

  • Tom

    Ich gehe davon aus, dass Deutschland zu den von Apple erwähnten 100 Ländern zählt, ja. 🙂



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