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Apple Watch: CEO von Tag Heuer ist angetan & zugleich bedroht

Apple Watch: CEO von Tag Heuer ist angetan & zugleich bedroht

Der Uhren-Spezi Jean-Claude Biver (Interim-Geschäftsführer bei TAG Heuer und Hublot CEO) reagiert definitiv emotional auf die Apple Watch. Einerseits hatte er zunächst harte Kritik für das Wearable übrig, nun relativiert er seinen Erstausbruch und ergänzt seine Meinung.

Die Apple Watch ist definitiv eine Bedrohung für traditionelle Armbanduhren im Preissegment unter 2.000 USD, so Biver. Vielleicht sogar die größte Bedrohung, die bald im Handel ist. Er plant allerdings auch, eine Apple Watch zu tragen - er sieht sie nämlich als bemerkenswerte Errungenschaft, zumindest in der öffentlichen Meinungskorrektur.

Die Schweizer arbeiten seit August 2014 an einer eigenen Smartwatch und haben bereits mehrere Partnerschaften hierfür in der Tasche. Potenzielle Teilnehmer wären hier auch Google und Intel, eventuell könnte das Produkt sowohl über Mechanik als auch über Sensoren verfügen. Ende des Jahres soll die smarte Schweizerwatch auf den Markt kommen, wenn alles klappt.

So sieht übrigens eine TAG Heuer aus, die nicht über ein elektronisches Hirn verfügt:

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Im Sommer ist Sonne, im Winter da schneits, in der Smartwatchmanufakturschweiz

Eine seltsame Diskussion gibt es um das Thema "Swiss Made" bei Uhren, deren Uhrwerk zu mindestens 50 Prozent in der Schweiz gefertigt werden muss, um dieses Qualitätsmerkmal für Präzision und technologische Überlegenheit zu bekommen. Bei Smartwatches und Wearables ist meines Erachtens ein solcher Titel nur die hohlste aller Marketingphrasen und keineswegs relevant, in der Schweiz scheint man sich hierüber aber bereits intensiv den Kopf zu zerbrechen.

Die Hard- und Software einer kommenden Smartwatch von TAG Heuer stammt aus Silicon Valley, während das Gehäusedesign und die Idee aus der Schweiz kommen werden, so Biver. Meine Prognose: Absolute Nischenware mit wenig Erfolg im Mainstream.

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Noch ein paar Worte zum Thema 1. Generation

Zur Apple Watch sei aus meinem persönlichen Meinungsschatz noch angemerkt, dass die Fähigkeiten des Produkts die aktuellen Bedürfnisse in Sachen Fitnesstracking, iOS-Interoperabilität und neue, ungeahnte gute Features abbilden werden.

Aber nach wie vor ist die Vorsicht für die klassische Early-Adopter-Falle von Apple geboten: Man schaue sich einmal das erste iPad im Vergleich zum iPad Air an, dann ist bei knappem Budget wohl schon die Kaufentscheidung gefallen. Was meint Ihr dazu? Ich muss immer schmunzeln wenn ich in einem Social Media Beitrag lese, dass sich einige schon todsicher sind, das Ding kaufen zu wollen.

via AppleInsider


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  • Schweizer

    Finde es witzig, am anfang wollte Apple schweizer Uhrenhersteller ins Boot hohlen, doch sie lehnten ab. Jetzt machen luxusuhrenhersteller mit anderen geschäfte. Wo ist der Sinn? Also wenn dann hätten sie mit Apple kooperieren sollen…

  • Tom Werner

    Hätte ich den beginn der Smartphone Ära nicht wissentlich verfolgt und mich viel damit beschäftigt würde ich dieses Teil gleich verteufeln und in den Papierkorb schieben.
    Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass es nicht nur um die Hardware geht und welche anfänglich gezeigten Möglichkeiten damit einher kommen.
    Viel mehr sehe ich in der Smartwatch allgemein einen großen Entwicklerspielplatz, der uns wieder ins Staunen versetzen wird. Der allgemeine Pöbel scheint die schlaue Kuckucksuhr für das Handgelenkt ja abzulehnen und zwar aus dem Grunde, dass der Großteil dieser nicht allzu hellen Geister sich nicht vorstellen kann (oder will) was da auf sie zukommen könnte.
    Erinnern wir uns zurück an die Anfänge des Smartphones. Die erste Generation Mobiltelefone mit großen, berührungsempfindlichen Displays war verpönt. Zu schlecht die Bedienbarkeit der meist resistiven Touchscreens, zu eingeschränkt die Erweiterbarkeit über Programme (Apps) und für die intensive Internetnutzung war anfänglich auch die zweite Netzgeneration (EDGE) einfach nicht schnell genug.
    Dann kam Apple und brachte ein (sehr) teures Telefon heraus, dass verlacht wurde. „Wer möchte schon so viel Geld für ein Telefon ausgeben, nur um Bilderchen mit 2 Fingern aufzuzoomen.“
    Viel brauche ich dazu jetzt wahrscheinlich nicht mehr zu schreiben, denn der Rest erklärt sich von selbst. Die Smartwatch siegt oder fällt nicht ausschließlich von dem was sie ist, sondern vielmehr von dem was wir daraus machen.

  • Tom

    Stimme völlig zu, eine vernünftige Smartwatch wird wie der Arduino/Pi/Beagle Black fürs Handgelenk mit tonnenweise Sensorik und Möglichkeiten – bis zur Akzeptanz und einem breiter gefächerten Verständnis á la Smartphone (welches selbst bis dato in seiner Qualität noch debattierbar ist, wenn wir von der Allgemeinheit sprechen) wird es sicherlich noch eine ganze Weile dauern. Es genügt eigentlich eine recht kurze Schnupperphase mit Microcontroller-Gebastel, bis man die Vorteile einer portablen und fähigen Lösung sieht. Das setzt aber eben besagtes technisches Interesse und den kreativen Bedarf dieser Möglichkeiten voraus – zwei Dinge, die dem gemeinen WhatsApp-Sapiens nicht zwingend in die Wiege fallen. Ein großer Teil des wirtschaftlichen Erfolgs neuer technologischer Artefakte ist imho sozial konstruiert, weswegen die Marketingappelle von Apple auf dieser menschlichen (nicht-technischen, allzu featurelastigen) Ebene so effektiv sind.

  • Tom Werner

    Hört hört /standingovations



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