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Apple will das eigene iOS-System nach und nach öffnen

Apple will das eigene iOS-System nach und nach öffnen

Während die einen User sicher sind, dass, wenn Apple das System (iOS) öffnet, spätestens der große Abgang der Nutzerschaft beginnt, ist es für einen anderen (nicht kleinen) Teil der User ein langer und großer Wunsch. Vor einigen Wochen wurden für diesen Wunsch bereits Petitionen ins Leben gerufen und von mehreren Tausend Menschen unterzeichnet. Dass Apple das System zumindest etwas öffnen sollte, um die Installation von Drittanbieter-Anwendungen zu ermöglichen, dieser Meinung ist bekanntlich auch Pod2g, seinerseits iOS-Entwickler und Jailbreak-Hacker.

In einem Interview zur D11-Konferenz ging Apple-Chef Tim Cook nun erstmals auf eine eventuelle Systemöffnung etwas ausführlicher ein. Auf die Frage, ob Apple denn schon einmal darüber nachgedacht hätte, dem User etwas mehr Freiheiten zu gewähren und weniger Kontrolle über das System einzubehalten, antwortete Tim Cook mit den Worten: "Ja, natürlich. Zum allgemeinen Thema der APIs-Bereitstellung: Ich denke, in Zukunft werden wir uns immer mehr öffnen, aber nicht in dem Maße, dass wir den Kunden in Gefahr bringen und er schlechte Erfahrungen macht."

Dass ein geschlossenes System neben einigen Nachteilen natürlich vor allem auch viele Vorteile mit sich bringt, dürfte jedem klar sein. Bislang konnte Apple das Argument, sicherer gegenüber der Konkurrenz zu sein, eindeutig für sich nutzen. Der harte Kurs im eigenen App Store (Prüfungssystem) mag für die normalen User nach wie vor sinnvoll sein. App-Entwickler hingegen haben immer wieder Probleme ihre Entwicklungen im Store zu veröffentlichen, oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob eine App im Store landet oder nicht.

Es ist dennoch schwer vorstellbar, dass Apple in Zukunft tatsächlich die Tore groß öffnen wird. Es passt allerdings zur allgemeinen Stimmung und Diskussion, dass Tim Cook nun zur D11-Konferenz auf dieses Thema (entgegenkommend) eingeht. Seine weiteren Worte waren:

"Wir denken, der Kunde bezahlt uns, um Entscheidungen in seinem Namen zu treffen. Ich kenne einige dieser "custom" Bildschirme, ich glaube nicht, dass es das ist, was der Kunde möchte. Sie wollen viele Möglichkeiten? Ja, sie werden sehen, wir werden uns mehr öffnen."

Auf die anschließende Frage des Journalisten: "Also werden sie einige Drittanbieter-Anwendungen zulassen?", antwortete Tim Cook mit einem einfachen "Ja". Ob iOS 7 bereits einen Spalt in der Tür geöffnet haben wird und Drittanbieter-Funktionen zulassen wird, bleibt abzuwarten. Am 10. Juni wird Apple voraussichtlich die erste Betaversion von iOS 7 vorstellen.

Wie seht ihr das - ist es falsch, wenn Apple in den kommenden Versionen die Türen öffnet? Was würde mit der Jailbreak-Community passieren, wäre sie überflüssig?

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  • Romka

    Ich denke es ist richtig so. Man sollte zumindest einen Schalter in IOS7 einbauen mit dem der Kunde selbst entscheiden kann ob sein Gerät für z.B: Cydia Tweaks geöffnet wird oder nicht.



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