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BlackBerry trennt sich von Vorstand Thorsten Heins

BlackBerry trennt sich von Vorstand Thorsten Heins

Gute Zeiten sehen definitiv anders aus. BlackBerry hat sich nach weniger als zwei Jahren dazu entschieden, sich vom Vorstand zu trennen. Der deutsche Thorsten Heins, der seit Januar 2012 als CEO fungiert, darf seine Sachen packen. Stattdessen sollen vor allem Investoren mit einer hohen Geldsumme den Konzern aus den roten Zahlen verhelfen. Sämtliche Spekulationen zum Verkauf, wie zum Beispiel eine Übernahme durch einen ehemaligen Apple-CEO, sind vorerst auch kein Thema mehr. Der Smartphone-Hersteller wagt einen letzten Versuch und setzt alles auf eine Karte.

Heins großer Coup blieb aus

Große Töne wurden gespuckt, das iPhone sei rückständig und altmodisch. Nun trifft es Thorsten Heins höchstpersönlich. Der ehemalige CEO hat es nicht geschafft, das kriselnde Unternehmen aus dem Tief zu führen. Trotz des positiv bewerteten Betriebssystems BB10 erholte sich der Konzern nur eher schleppend. Als dann alles nichts mehr helfen wollte, stellte der ehemalige Vorstand BlackBerry zum Verkauf, woraufhin über einige kaufwütige Interessenten wie zum Beispiel Lenovo oder Microsoft gemunkelt wurde. Letztendlich wurde aber nichts aus der Verkaufsaktion.

Mittlerweile wurde beschlossen, den Konzern eigenständig weiterzuführen und nicht zum Verkauf zu stellen. Tatkräftige Investoren - angeführt vom kanadischen Investmentfonds Fairfax Financial (besitzt bereits 10% Anteile) - sollen dabei helfen, das Unternehmen zu stabilisieren, indem rund eine Milliarde US-Dollar in den Smartphone-Hersteller gepumpt werden.

Mit der Fertigstellung des Milliarden-Deals schlägt auch gleichzeitig die letzte Stunde für Thorsten Heins. Sobald die Aktion unter Dach und Fach ist, tritt auch er zusammen mit weiteren Verwaltungsratmitgliedern das letzte Mal über die BlackBerry-Türschwelle. Als Kopf des Unternehmen wird John Chen die Rolle des Interim-CEO übernehmen. Der angekündigte Richtungswechsel kommt scheinbar jedoch nicht sonderlich gut an, als Reaktion verliert die Aktie ganze 15 Prozent.


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  • Stefan Sibitz

    Sollte es nicht statt „…aus den schwarzen Zahlen verhelfen“ heißen:
    „…aus den roten Zahlen verhelfen“, oder „in die schwarzen Zahlen verhelfen“ ?

    Sonnst wie immer ein super Artikel 🙂

  • Tom

    Jep, thx Stefan!



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