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Curiosity für iPad und iPhone seit heute erhältlich: Der mysteriöse Molyneux-Würfel

Curiosity für iPad und iPhone seit heute erhältlich: Der mysteriöse Molyneux-Würfel

Curiosity von Peter Molyneux's neuer Spieleschmiede namens "22 Cans" ist ein wahrlich ungewöhnliches Produkt in Form einer iPad und iPhone App. Wer das Glück hatte, die recht überlasteten Server heute zu erreichen, wird einen riesigen Würfel vorgefunden haben. Der erste Tag des mysteriösen Würfel-Spiels im weißen, lichtdurchfluteten Raum hat bis jetzt noch keine ganze Schicht vom Kubus schälen können, aber wir steuern unaufhaltsam darauf zu.

Bereits auf der Rezzed Konferenz stellte der überaus abgehobene Game Designer namens Peter Molyneux seine neuen Ideen (inkl. Curiosity) vor. Trotz aller Betrübnisse mit Microsoft wirkte der exzentrische Vater von Klassikern wie Black & White und Fable ganz wie zu alten Zeiten. Dieser Mann war an legendären Projekten bei Bullfrog, Electronic Arts, Lionhead und Microsoft Games beschäftigt, teilweise auch als Vizepräsident oder Gründer der jeweiligen Schmieden. Seine Ideen werden oft verlächerlicht, da er manchmal auf Biegen und Brechen etwas unkonventionelles machen möchte. Aus diesen Gründen gibt es übrigens auch einen Parodie-Account auf Twitter, der sich @PetermolyDeux nennt und absolut lesenswerte Scherz-Ideen für Game-Konzepte posted.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: Curiosity. Das Spiel umfasst einfach nur einen gigantischen Würfel, dessen Zentrum es zu erreichen gilt. Das wird mit der natürlichsten Eingabemethode auf iOS bewältigt, dem Tap oder auch Fingertippen. Molyneux spielt mit unserer Neugier und verspricht einen fantastischen Preis im Inneren des Würfels, der gemeinsam von allen Spielern erkundet werden soll. Dabei werden Schicht für Schicht des Würfels in einem gigantischen massively Multiplayer Spiel entfernt. Sofern denn dann die Server eine Verbindung zulassen. Ich bin Nummer 22.536 und hatte bislang nur einmal das Glück mich verbinden zu können, dann blieb die Verbindung allerdings auch durchgehend stabil und wurde auch durch Multitasking nicht unterbrochen.

Der Spieler, wenn man ihn bei diesem Stück Software so nennen kann (vermutlich ist der Spieler hier eher ein Proband) versucht wie erwähnt, anhand seiner Fingerspitzen eine Schicht des Würfels herunter zu schälen. Curiosity lässt dabei auch mehrere Berührungspunkte zu und "belohnt" den Spieler konstant mit visuellem und auditorischem Feedback. Jeder kleine Angriff auf eine Kachel führt zu einem hohen "Pling"-Geräusch und motiviert zum weiteren Draufhämmern. Dabei sind weder der Geschwindigkeit noch Strategie irgendwelche Grenzen gesetzt, lediglich die Zoomstufe ist beim "Hacken" auf einen nahen Bereich festgeleg. Wer weit hineinzoomt, sieht etwas mehr von den sich lösenden Kacheln und generell mehr von der 3D-Optik. Bei weitläufigeren Zoomstufen werden die Kacheln in Form von Pixeln dargestellt.

Im Hintergrund von Curiosity läuft Ambient-Musik und die Soundeffekte erinnern sehr an die akustische Ästhetik der neueren Mario-Titel. Zum aktuellen Redaktionszeitpunkt sieht der Würfel aus wie ein Borg-Kubus - grüne Flächen schimmern unter der dunklen Oberschicht hervor. Unter der ersten Schicht verbirgt sich vielleicht etwas in Richtung Xbox, in den bereits abgeschälten Mustern sind diverse Schimpfwörter und Werbebotschaften zu erkennen. Auch Weblogit wurde für kurze Zeit in der Oberfläche des Würfels verewigt. Ich bin übrigens Proband Nummer 22.536, während zum Testzeitpunkt 3.247 User gleichzeitig online waren.

Leider ist die Interaktion mit den anderen Probanden aktuell nicht wirklich in Echtzeit zu sehen, in meiner Spielerfahrung verschwanden größere Flächen innerhalb von Sekunden, als eine Verzögerung in der Serververbindung sich bemerkbar machte. Unter manchen Kacheln sind Münzen zu finden, mit welchen sich diverse Upgrade kaufen lassen. Von Knallfröschen bis hin zu einem 3 Milliarden Münzen teuren Diamantmeißel (der nur für 22 Stunden gepachtet wird, wenn ich das richtig sehe) ist alles dabei. Für 100 Münzen erhaltet ihr Einweg-Zugriff auf Spielstatistiken und via Facebook lässt sich der Fortschritt von Freunden sehen. In meiner Statistik fand ich beispielsweise heraus, dass ich durchschnittlich 2133 Teilchen/Kacheln pro Sekunde zerstört haben soll, was ich nicht so ganz glauben kann.

Insgesamt ist Curiosity kein wirkliches Spiel, sondern ein riesiges Experiment mit cleverem Vermarktungspotenzial von Peter Molyneux und 22 Cans. Molyneux hatte bereits auf der Rezzed Konferenz angekündigt, dass sich hinter den zahlreichen Schichten viele konzeptuelle Überraschungen verbinden werden. Ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Aktuell scrollt noch ein Gruß bezüglich des ersten Eventtages über den Würfel, später wird dort sicherlich die eine oder andere Sponsorenbotschaft auftauchen.


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Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • Berd

    Die Spieleschmiede heißt 22 Cans und nicht 12 Cans. Ansonsten ist es ein sehr interessantes Spiel!

  • Du hast völlig recht! Irgendwie fand mein Gedächtnis ein Dutzend Dosen „catchy“. Danke für die Korrektur! 🙂



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