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Das ORIGAMI-Kondom: Falten statt rollen, auch für Damen geeignet

Das ORIGAMI-Kondom: Falten statt rollen, auch für Damen geeignet

Kondome machen Sinn, um die Ausbreitung von Geschlechts- krankheiten und geschlechtlich übertragbaren Krankheiten einzudämmen. Keine Frage.

Wer das Glück hat, in einer Partnerschaft mit der nötigen Vertrauensbasis zu sein, kann natürlich auch andere Wege zur Nachkommensprävention begehen und sich das unbequeme Stück Latex sparen.

Falten statt rollen?

Auch wenn ich nicht verstehe, wenn jemand wie die Macher des ORIGAMI Kondoms für Männlein und Weiblein über eine angeblich schwierige Applikation der traditionellen Version der Gummis meckern kann (abrollen und fertig, oder nicht?), finde ich neue Entwicklungen auf diesem Gebiet immer spannend. Bei Designtaxi wurde kürzlich von der Erfindung berichtet, die bereits seit einigen Tagen im Netz herumgeistert.

Das Design der ORIGAMI-Kondome soll eine leichtere Applikation bieten und dennoch sicher sitzen, aufgrund des Materials und der Form konnten die Designer dahinter sogar eine weibliche Variante erschaffen, die den Schutz komplett auf die Seite der Frau verlagert. Das ist nicht zwingend neu, immerhin gibt es seit 1990 das Femidom, das ganz ähnlich funktioniert. Übrigens hat letzteres eine Schwangerschaftsquote von 5-25% bei einem Jahr Anwendungszeit, vertrauenserweckend ist das nicht unbedingt.

origami-condom

Beim ORIGAMI-Kondom ist hingegen der Faltmechanismus im Vordergrund. Dieser soll dem Anwender mit Roll-Aversion die Applikation vereinfachen, Frauen hingegen können das Stück Schutz einfach einführen. Das Überziehen beim Mann soll damit erheblich flotter von der Hand gehen, wenn es denn jemals ein Zeitproblem diesbezüglich gab.

Besseres Gefühl? Mag sein. Aber die Optik, ohje!

Gefühlsmäßig sollen beide Varianten (es wird übrigens logischerweise immer nur eine von beiden zur Zeit benutzt) weit vorne liegen, zumindest im Vergleich zu herkömmlichen Kondomen. Das mag ja durchaus sein, die Idee mag durchaus auch mechanisch funktionieren und vielleicht auch durchdacht sein.

Aber ich finde das ORIGAMI-Kondom optisch absolut katastrophal. Das Teil erinnert einen doch eher an einen Krankenhausaufenthalt, als ein paar nette Stunden zu zweit. Oder an die Deckel von McDoof's Trinkbechern. Keiner denkt hier an den Kranich, oder an die Schildkröte, oder andere Origami-Kunstwerke. An die Schildkröte vielleicht metaphorisch, wenn man sich dieses grauenhafte Zubehör vorher anschauen muss.

Aufwendig gefaltene Tiere und Objekte sind etwas völlig anderes, als dieser seltsame Faltrüssel. Außerdem ist der Akkordionmechanismus nicht unbedingt ein vertrauenserweckendes Detail, wenn man Ungenauigkeiten in der Fertigung berücksichtigt. Da die ORIGAMI-Kondome aus Silikon gefertigt sind, bleibt nur die Anwendung von wasserbasierten Gleitgels.

Hier ein ziemlich unfairer Geschwindigkeitsvergleich:

Zu den Kondomen läuft aktuell eine IndieGoGo Kampagne, für $50 gibt es dort ein Kondomset für die Backer dieser Idee.

Wenn Samsung sich an Kondomen versuchen würde, sähen diese vielleicht so aus? Was haltet ihr von diesem Redesign der uralten Kondom-Lösung? Ist die merkwürdige Optik vielleicht egal, solange die Funktion & das Gefühl stimmen?


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  • Romka

    Sieht ziemlich unbequem aus … auch wenn etwas anderes behauptet wird 🙂



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