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Dead Trigger 2 angespielt: Freemium-Frust oder Zombie-Must-Have?

Dead Trigger 2 angespielt: Freemium-Frust oder Zombie-Must-Have?

Mehr als 1 Jahr lang mussten sich die Action-Fans gedulden, bis der Nachfolger des Erfolgshit Dead Trigger im App Store landete - seit Freitag ist es soweit, das Warten hat ein Ende. Damals noch als Freemium-Pionier ins Rennen gestartet, hat sich der Zombie-Shooter mittlerweile schon als echtes Schwergewicht in der mobilen Gaming-Szene etabliert. Grund dafür waren nicht zuletzt die tolle Spielphysik und eine Grafik, die bis dato ihresgleichen suchte. Ob die Entwickler der Spieleschmiede Madfinger erneut gutes Händchen beweisen und an ihre Erfolge anknüpfen können oder ob sie sich dieses Mal ein wenig verpokert haben, erfahrt ihr hier bei uns.

Was ist neu in Dead Trigger 2?

Grafik

Obwohl der Vorgänger bereits für seine tolle Grafik eine Menge Lob geerntet hat, wird die Messlatte auch in diesem Teil noch ein Stückchen höher gelegt. Dead Trigger 2 weiß mit Echtzeit-Wasserreflexionen, dynamischer Vegetation und verbesserter Ragdoll-Physik zu überzeugen. Für ein Spiel, das lediglich für Smartphones und Tablets vorgesehen ist, gibt es eigentlich kaum etwas zu meckern. Eine solche Detailverliebtheit kannte man bisher nur von App-Store-Kalibern wie Infinity Blade oder Real Racing 3.

Auch wenn der Action-Hit hin und wieder ein bisschen eckig wirkt, wie beispielsweise bei der Menüführung, kleineren Animationen oder der Übersetzung ins Deutsche (ä,ö,ü fehlen komplett), nimmt er immer mehr Gestalt eines hochklassigen Titels an. 23 Millionen Downloads, die der Vorgänger bereits für sich verbuchen konnte, mögen da schon für sich sprechen.

Steuerung

Damit wir der Zombie-Apokalypse, die mit Aberhunderten von Wellen anrückt, auch wirklich Paroli bieten können, wurde die - nach Ansicht der Entwickler - suboptimale Steuerung des Vorgängers erneut überdacht. Statt selbst zu interagieren (schießen, schlagen), genügt es nun, lediglich in die Richtung der Untoten zu zielen, geschossen wird automatisch.

Kramt man ein wenig in den Einstellungen herum, stellt sich dieses Problem aber als eher kleineres Übel heraus, denn auch an konventionelle Zocker wurde gedacht. Wer möchte, kann nach wie vor manuelles Zielen aktivieren und Zombies auf die selbe Art und Weise metzeln wie bisher gewohnt. Tolles Schmankerl: Seit iOS 7 wird verstärkt die Kopplung von Gamepads unterstützt, es wurde extra eine neue Programm-Schnittstelle dafür integriert. Sobald erste Spiele-Controller auf dem Markt erhältlich sind, können diese dann auch in Dead Trigger 2 genutzt und konfiguriert werden.

Gameplay

Natürlich gibt es auch in diesem Teil Zombies, wohin das Auge reicht. In blutrünstigen Schlachten wird dabei wieder gemetzelt, was das Zeug hält und bis die Köpfe rollen. Damit das ganze jedoch kein Zuckerschlecken wird, wurde die Schwierigkeit erhöht (deutlicher Sprung zum Vorgänger) und neue Spezialzombies warten nun darauf, Kugeln ins Hirn gepustet zu bekommen. Wie der Name schon verrät, erfordern diese eine bestimmte Vorgehensweise, um sie effektiv auszuschalten.

Der Story-Modus wurde überarbeitet und tiefgründiger gestaltet. Den Kern der Sache behielt man allerdings bei. Als einer der wenigen Überlebenden hat man in zahlreichen Missionen die Aufgabe, den Untoten zu trotzen. Neben den Story-Aufgaben gibt es nun auch Nebenmissionen, in denen fleißig Punkte erhascht werden können.

Ebenfalls neu sind die globalen Missionen. Schließt man sich dem weltweiten Widerstand an, kann jeder Spieler aktiv die Spielwelt beeinflussen, heißt es auf der offiziellen Seite. Inwiefern das umgesetzt wurde, bleibt bisher noch unklar. Dead Trigger 2 wirkt weiterhin wie ein Singleplayer-Game.

Hauptaustragungsort sind die USA, wo man sich von Süd nach Nord, von Ost nach West quer durchs Land tingelt. Dabei sind die Orte relativ abwechslungsreich. Die Fetzen fliegen sowohl in gespenstischen Gängen, verlassenen Bergwerken oder später auch in der afrikanischen Wüste.

Bevor man sich jedoch waghalsig ins Abenteuer stürzt, muss natürlich noch die passende Ausrüstung her. Um sein Inventar zu füllen, bedient man sich bei den NPCs (Sanitäter, Waffenhändler, Sprengmeister, Wissenschaftler,...) und schon ist man gewappnet für den Kampf.

Übrigens: Dead Trigger 2 ist mittlerweile auch auf Deutsch spielbar.

Wie steht es um die ewige Freemium-Frage?

Oftmals als Frust-Garant und Nervtöter abgestempelt, schickt Madfinger auch dieses Spiel wieder mit dem Free-to-play-Modell ins Rennen. Zur Freude aller Action-Shooter hält sich die ganze Sache hier noch in Grenzen - verglichen mit anderen Titel kann man hier durchaus schon von Fairness sprechen. Denn es ist zumindestens theoretisch möglich, Dead Trigger 2 durchzuspielen, ohne einen einzigen Cent ausgeben zu müssen - die Voraussetzungen dafür sind Geschick, Geduld und Können.

Um sich neue Waffen leisten zu können, müssen jeweilige Baupläne in den Missionen gefunden werden. Wer ungeduldig ist und nicht suchen möchte, kann sich diese aber auch mit Gold (In-App-Käufe, vergleichbar mit Real Racing 3) besorgen. Auch die Auslieferungszeiten der Geschosse können auf diese Art und Weise verkürzt werden.

Tipp für iOS-6-Nutzer: Da Dead Trigger 2 offiziell erst ab iOS 7 läuft, müsst ihr euch die .ipa Datei herunterladen und anstatt über iTunes (Fehlermeldung) über iFunbox installieren - et voilá!

DownloadDead Trigger 2 für iOS
DownloadDead Trigger 2 für Android

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Bewertung

Spielspaß
8
Action
7.5
Fairness
8
7.8

Empfehlenswert

Dead Trigger 2: Auch der Nachfolger des Erfolgshits weiß in apokalyptischer Manier zu überzeugen. Zwar erwartet uns keine Grunderneuerung des Zombie-Shooters, die punktuell verbesserten Bereiche wie zum Beispiel die detailgetreue Grafikgestaltung können sich aber definitiv sehen lassen. Auch nennenswert ist, dass man sich hier noch im Rahmen des Erträglichen bewegt, was das Free-to-Play-Modell anbelangt. Wer bereits vom ersten Teil angetan war und hin und wieder Untote jagen will, sollte sich Dead Trigger 2 auf keinen Fall entgehen lassen. Hat man allerdings eher weniger mit diesem Genre am Hut, sollte man auch weiterhin die Finger vom Spiel lassen. Kurz gesagt: Mehr Zombie-Must-Have als Freemium-Frust!

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