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Der Crabster CR200 ist eine 600 Kilo Roboter-Tauch-Krabbe

Der Crabster CR200 ist eine 600 Kilo Roboter-Tauch-Krabbe

Der Crabster CR200 ist ein gigantischer, sechsbeiniger Unterwasser-Roboter in Krabbenform, der Anfang des Monats das erste Mal ein bisschen planschen durfte, berichtet IEEE Spectrum. Anders als die meisten Tauchroboter ist Crabster nicht auf Propeller angewiesen, sondern anhand seiner hexapeden Struktur auch für schwierige Ecken des Meeres gewappnet.

Crabster wurde im Korean Institute of Ocean Science and Technology (KIOST) konstruiert und hat seine biomimetischen Wurzeln in Schalentieren. Anders als seine biologischen Vorbilder bringt Crabster dann doch ein bisschen mehr auf die Waage, nämlich lockere 600 Kilogramm. Der 2,42 Meter lange Roboter wird von einem Kran unter die Wasseroberfläche abgesenkt, wo er bei etwa 200 Meter Tiefe dann seine Beine benutzen darf, die von insgesamt 30 Gelenken artikuliert werden.

Die Fortbewegung auf Beinen soll insbesondere nahe des Meeresbodens und an schwierigen Stellen für Stabilität sorgen, während einer der vier Piloten die Manipulatoren (Greifarme mit 6 Achsen und Zangenform) des ferngesteuerten Krabben-Bots betätigt.

Drei andere Leute sind von Nöten, damit die Navigation, Haltung und Fortbewegung sowie Sonar und Sensorik gesichert sind. Der Roboter bleibt mit einer externen Stromquelle verbunden, was einen mehrtägigen Aufenthalt im Meer ermöglicht. Die Crew zum Fernsteuern sitzt dabei in einem Container.

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Wofür braucht man denn nun diese riesige Panzerkrabbe mit Glasfaserhaut, Lampen, Kameras, Sensorik, hochauflösendem Sonar, USBL Transponder, akustischer Kamera, Greifarmen und Werkzeugschlitten? Ein großes Ziel für das Crabster-Team ist die spätere Erforschung von versunkenen Schiffen, die sich in starken Strömungen befinden. Derart starke Strömungen, dass sie einem Taucher die Sauerstoffmaske vom Gesicht reißen würden, beispielsweise bei 1,5 Metern pro Sekunde.

Die ersten Baby-Schritte absolvierte der CR20 in einer geringeren Tiefe von 5 bis 7 Metern, wo primär die Dichtheit und Hauptsysteme auf dem Prüfstand standen. Nach ersten Erfolgen ging es auch flott auf den ersten Tauchgang, den die Krabbe mit Bravour bestand. Kleinere, nicht weiter spezifizierte Probleme taten auf, das Team war dennoch äußerst zufrieden mit der Leistung - es handelt sich immerhin um den ersten mehrbeinigen Tauchroboter. An der Entwicklung von Crabster und den involvierten Aspekten waren insgesamt fünf Hochschulen aus Korea beteiligt.


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