Image Image Image Image

Die Übernahme von Oculus VR durch Facebook ist eine einmalige Chance

Die Übernahme von Oculus VR durch Facebook ist eine einmalige Chance

Ohne Zweifel, das ist ein absoluter Knaller! Völlig überraschend hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am gestrigen Abend den Kauf vom Datenbrillen-Hersteller Oculus VR Inc. in einer Pressemitteilung und über sein Facebook-Profil bekannt gegeben. Für 2,3 Milliarden Dollar hat Zuckerberg zugeschlagen und sich die Technologie der Zukunft gesichert. Es ist bereits die zweite große Übernahme innerhalb weniger Wochen, dabei hat er nach dem Kauf von WhatsApp noch davon gesprochen, nach der 19 Milliarden Dollar Investition erst einmal kürzer zu treten.

Oculus VR scheint tatsächlich ein Schnäppchen zu sein, vor allem wenn man an das riesige Potenzial der Technologie dahinter denkt. Zuckerberg selbst spricht in seiner Mitteilung davon, dass Virtual Reality einmal ein Traum aus Science Fiction Filmen war. Genauso wie das Internet, der Computer und Smartphones mal ein Traum waren. „Die Zukunft kommt jetzt und wir haben die Chance sie zusammen zu formen. Ich kann es kaum erwarten, zusammen mit Oculus diese Zukunft mit der Welt zu teilen und neue Welten, für alle von uns zu entdecken“, so Zuckerberg.

Was will Facebook mit Oculus VR?

Wer sich schon länger mit der Materie beschäftigt, kennt die Vorzüge und das Potenzial von Virtual Reality, insbesondere die von Oculus Rift. Die vor zwei Jahren über Kickstarter finanzierte High-Tech-Brille wurde erst letzte Woche als Developer Kit 2 angekündigt und wird ab dem frühen Sommer mit etlichen Verbesserungen gegenüber der ersten Version für Entwickler erhält sein. Trotzdem stellt sich die Frage, was ausgerechnet Facebook mit Oculus will.

Zuckerberg träumt davon, dass Oculus die sozialste Plattform aller Zeiten wird und dadurch viele Bereiche des Alltags miteinander verbunden werden. Menschen sollen sich virtuell treffen und unterhalten können. Auch kann er sich gut vorstellen, dass Oculus als virtueller Reiseführer dienen könnte, auch um beispielsweise den Unterricht zu erweitern und besprochene Themen live über die Datenbrille vor Ort ansehen zu können. Und selbst den Arztbesuch stellt er sich in Zukunft anders vor. Unter anderem könnte ein Patient virtuell im Sprechzimmer sitzen und sich tatsächlich anwesend fühlen. Wobei das schon erst einmal kurios klingt.

Jasmina-OculusRift-Gamescom

Jasmina probiert Oculus Rift und den Cyberith Virtualizer auf der Gamescom 2013 aus.

Das größte Potenzial, neben dem sozialen Aspekt, steckt wohl aber im Gaming-Sektor und im medizinischen Sektor, der zunehmend auch von Fortschritten in der Robotik und 3D Druck profitiert. Die Chancen sind zumindest da, das Virtual Realtiy zum nächsten großen Knaller wird, nach dem Computer für den privaten Haushalt. Die Übernahme von Oculus VR durch Facebook ist daher auch eine echte Gelegenheit für Oculus VR und dessen Gründer Palmer Luckey, die Technologie voranzubringen. Mit dieser Finanzkraft im Rücken könnte tatsächlich Großes entstehen. Und eins ist sicher: Dank Zuckerberg ist das Thema Virtual Reality jetzt endgültig im Mainstream angekommen und wird sich dort festsetzen.

Ein spannende Zukunft steht uns bevor

Meiner Ansicht nach, nachdem sich der anfängliche Schock bei mir gelegt hat, können wir von diesem Deal alle nur profitieren. Palmer Luckey und Oculus VR können sich jetzt an neuen Dingen ausprobieren und Visionen realisieren, die vorher so nicht möglich gewesen wären, da einfach das Kapital fehlte. Palmer selbst gab hierzu in einem kleinen Reddit-Beitrag ein plausibles Statement ab:

Palmer-Luckey"Als Facebook mit uns das erste Mal wegen einer Partnerschaft Kontakt aufnahm, war ich anfänglich skeptisch. Als ich jedoch mehr über die Firma und ihre Vision lernte, stellte ich fest, dass eine Partnerschaft nicht nur Sinn macht, sondern auch der beste Weg ist, um Virtual Reality für Jeden verfügbar zu machen.”

“Und was ist das Beste für die Zukunft von Virtual Reality? Die Partnerschaft bedeutet, das wir ein besseres Oculus Rift entwickeln können, weniger Kompromisse eingehen müssen und es früher als erwartet auf den Markt bringen können."

“Dies ist ein besonderer Moment für die gesamte Gaming-Industrie. Die Zukunft ist jetzt kristallklar: Virtual Reality kommt und es wird die Art wie wir Videospiele spielen für immer verändern.”

“Ich bin stolz, ein Mitglied dieser Communiy zu sein. Ich danke euch dafür, dass ihr Virtual Reality und Gaming zusammen mit uns voranbringt und an uns geglaubt habt. Wir lassen euch nicht hängen.”, so Palmer abschließend in seinem Reddit-Beitrag.

Und selbst wenn Facebook das Ganze gegen die Wand fahren sollte (ähnlichen wie Yahoo alles gegen die Wand gefahren hat, was übernommen wurde), wie auch immer das möglich sein sollte, der Markt, der aktuell noch nicht wirklich existiert, wird groß sein und andere Unternehmen werden ebenfalls Fuß fassen. Bestes Beispiel ist in diesem Zusammenhang Valve und Sony (vielleicht auch noch Google), die jeweils eigene VR-Brillen entwickeln.

Das Interesse an der Technologie steigt zudem stetig und sofern Facebook wie versprochen Oculus VR weiterhin eigenständig arbeiten lässt, sich also quasi nicht sonderlich einmischt, dann freue ich mich schon auf die nächsten Jahre. Wir surfen aktuell ohne Wenn und Aber auf einer Welle, die uns eine äußerst spannende Zukunft verspricht.

Jetzt bleibt mir nur noch die Frage nach eurer Sicht hierzu. Wart ihr ebenso geschockt wie ich, dass Facebook jetzt auch in den Virtual Realtiy Sektor einsteigt und sich das über Kickstarter finanzierte Oculus Rift krallt? Anders als beim Kauf von WhatsApp oder dem völlig überbewerteten Instagram, das sich Facebook für 1 Milliarde Dollar geschnappt hat, ist dieses Mal wohl nicht mit einem Shitstorm zu rechnen. Erst recht nicht, wenn man das ganze nüchtern betrachtet. Die Chancen überwiegen eindeutig.


Übrigens: Wenn Du keine Neuigkeiten, Produkt-Tests oder Artikel von uns verpassen willst, dann folge uns am besten auf Facebook oder Twitter.



Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • Eddy

    In einem anderen Forum hab ich schon x Kommentare gesehen, das man die oculus nicht mehr kaufen mag… (also vil. ein bisschen shitstorm^^).
    Aber sonst, kann es ja egal sein, ob jetzt Facebook dahinter steckt. oder sonst eine Firma…
    Aber ich verstehe nicht, wie man auf die idee kommt, mit Facebook ein Deal zu machen. Wenn er zu wenig Geld hät, hätte er noch ne Art kickstarter oder so machen können. Ich denke viele hätten nochmals Geld gegeben. Aber ich hät das doch nie für 2.3 Milliarden verkauft…

  • Eddy

    Auch schade

  • Ich denke auch, an Kapitalgebern hätte es nicht gemangelt. Allerdings ist das Pulver vom Investor Marc Andreessen aus der 75-Millionen-Dollar-Finanzspritze auch schon verplant, sodass wohl eine Übernahme, und die daraus resultierende „Sicherheit“, die beste Lösung war. Die letzten Jahre waren finanziell sicher keine einfache für Palmer. ^^ Trotzdem wäre mir fast jedes andere Unternehmen lieber gewesen, nur EA wär wohl noch eine Ecke furchtbarer. Aber gut, spannend wird die Nummer in Zukunft so oder so. 🙂



← Menü öffnen weblogit.net | Home