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Doch nicht so HiFi? „Pono“ Musik-Player verliert gegen das iPhone

Doch nicht so HiFi? „Pono“ Musik-Player verliert gegen das iPhone

Es ist eine alte Diskussion: Klingen FLAC-Dateien oder ähnliche Lossless-Formate tatsächlich besser als MP3s mit hoher Bitrate? Muss es unbedingt Vinyl mit einem ganz tollen Wandler für einen guten Klang sein? Oder versagen diese oft teuren oder umständlichen Maßnahmen der Audiophilen eher in einer Doppelblindstudie?

Meines Erachtens sind moderne, vernünftig enkodierte MP3s mit entsprechender Verarbeitung völlig ausreichend für den Musikgenuss und in der Praxis auch nicht von FLAC und Apple Lossless zu unterscheiden. Der oftmals wahrgenommene Unterschied scheint mir eher aus der Vorstellungskraft des Betrachters zu entspringen, etwa wie hinzugewonnene Vitalität durch Magnetarmbänder und ähnliche "Zaubereien".

Über Kickstarter hat der altbekannte Rockmusiker Neil Young den für Soundliebhaber konzipierten Pono Music Player finanziert, nebst dem (meines Erachtens) etwas doof klingenden Namen scheint auch der Klang der Hardware nicht ganz auftrumpfen zu können. Vielleicht sollte man das Geld lieber in bessere Kopfhörer für sein iPhone oder iPad stecken?

Hardware für Musik-Dinosaurier

Im Blindvergleich konnte Musiktechie David Pogue von Yahoo die Soundqualität des $399 teuren Players von Neil Young nicht von einem iPhone unterscheiden. Außerdem sah es in Vergleichen mit ähnlichen Geräten auch nicht gut für den tobleronehaften Pono Player aus, der sich mit 192kHz/24-Bit Auflösung rühmt. Ein seltsames Setup mit zwei Klinkenports soll besonders ausgeglichenen Ton bei Kopfhörern mit hoher Impendanz (Qualitätsmerkmal) und High-End-Lautsprechern erzeugen.

Ansonsten kann man auch einfach reguläre Kopfhörer anstöpseln. Das Ding an sich sieht aus wie ein dreikantiger iPod touch. Dass das Vorbild ebenso gerade am aussterben ist, hätte Young vielleicht berücksichtigen sollen - aber der Markt für Audiophile ist bekanntlich sowieso spezieller Natur. Der einzig richtig greifbare Vorteil: 128 GB interner Speicher für Musik mit Erweiterung auf 196 Gigabyte. Dafür brauche ich allerdings keine HiFi-Hardware mit berühmten Namen dran.


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  • Tom Werner

    Du vergleichst wirklich MP3 mit flac? Es liegt auf der Hand, dass ein entsprechendes Gehör (so auch das meine) den Unterschied zwischen einer in 320kbit/s aufgelösten MP3 und einer 24bit tiefen 96khz hört.
    Mein Setup: Denon avr 1612 (Signal über hdmi passthrough) an 2 quadral Ascent bei „hinhör“ musik, ohne irgendwelchen Tools, Equalizer oder ähnliches

  • Tom

    Hey Tom 🙂

    Och joa, mir wurde mal nach einem Konzert mit Nachwirkungen 😉 ein ebenso musikalisch taugliches Gehör bescheinigt. Im Blindvergleich habe ich aber noch keinen Unterschied feststellen können, was vielleicht auch an den Soundsystemen lag. Hier ist aber auch nicht die Rede von stationären Boxen, sondern vom Musikgenuss unterwegs. Da habe ich mit verschiedenen offenen Sennheiser-Kopfhörern und FLAC/MP3 experimentiert und keinen objektiven Unterschied feststellen können – wobei ich subjektiv schon zu FLAC tendierte. Bei klassischer Musik mögen da auch durchaus Unterschiede sein, in der Praxis ist der generelle Konsens (natürlich gibt es Audiophile, die anderer Meinung sind, Klang ist eben auch subjektiv) wie folgt: http://lifehacker.com/5903625/mp3-or-lossless-see-if-you-can-hear-the-difference-with-this-test (Hinter dem Link verbirgt sich ein A/B-Test mit foobar2000)

  • Ich kann als Ton Mann sagen, das man selbst mit den Kopfhörern von Apple ab iphone 5 den unterschied merkt.
    Ich habe songs in MP3, m4a Flac und Alac angehört und muss sagen es ist ein großer unterschied von mp3 und Flac da du eine größere Auflösung der Frequenzen hast. Bei mp3 wird alles weg komprimiert worauf der normale mensch nicht achtet.

  • Tom Werner

    Ja wir reden von direkten Studioaufnahmen bzw. Konzertmitschnitten. Das Ursprungsmaterial ist ausschlaggebend. Dumm gesagt, ob ich 1 Mio. Mal oder 1 mal pro Sekunde das gleiche beschissene Bit abtaste macht dass, das Bit nicht besser (;

  • Tom Werner

    Die Kopfhörer sind scheise



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