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Drohnen als fliegende Gefahrenguttransporter

Drohnen als fliegende Gefahrenguttransporter

In Zukunft könnten Drohnen dazu verwendet werden, Gefahrenstoffe sicher von A nach B zu transportieren. Eine Gruppe von Wissenschaftlern des Imperial College in London, die der weltweit bekannten Roboter-Forschungssparte „Aerial Robotics Lab“ des College angehört, hat hierzu eine interessante Methode entwickelt.

Die Forscher Adam Braithwaite, Mirko Kovac und Graham Hunt haben Quadrocopter (die ersten aus dem 3D Drucker) so umfunktioniert, dass diese aus einer gewissen Entfernung zwei Chemikalien auf ein Objekt sprühen können. Bei dem Objekt kann es sich beispielsweise um Atommüll oder irgendeinen anderen gefährlichen Gefahrenstoff handeln.

Sobald die Chemikalien zusammen auf das Objekt gesprüht wurden, reagieren diese aufeinander und bilden einen Polyurethan-Schaum um das Objekt herum. Dieser Schaum härtet in Sekundenbruchteilen aus und umschließt das Gefahrengut-Objekt im Idealfall komplett. Es wäre somit rundum dicht.

Das verschlossene Objekt könnte dann von einer Transport-Drohne, zum Beispiel einem Hexacopter, abtransportiert werden. Die Koordination könnte hierbei auch völlig autonom über GPS-Daten und am Gerät verbauten Sensoren ablaufen. Derzeit können solchen Drohnen bis zu 2,5 Kilogramm Traglast transportieren. Weiterentwicklungen jedoch sogar bis zu 40 Kilogramm.

Methode aus der Tierwelt abgekupfert

Auf die Idee kamen die Forscher durch die Volgergattung „Salanganen“, die überwiegend im Indischen Ozean, dem Südwest Pazifik und in Australien, Indien sowie Südostasien beheimatet ist.

Die meisten Arten dieser Gattung benutzen ihren eigenen Speichel um u.a. Nester für ihren Nachwuchs zu bauen. Die Nester sehen dann wie Wassergläser aus und sind in einigen Teilen Asiens sogar eine beliebte Speise. Zudem ist ein derartiges Nest die wesentlicheste Zutat für die Schwalbensuppe.

Ähnlich wie die Salanganen Vögel, sollen sich die Drohnen außerdem in eigenen „Nestern“ zurückziehen, um mit Hilfe von Sonnenenergie die eigenen Akkus wieder aufzuladen. Ein kleines Video zum Projekt gibt’s im Anschluss.


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