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EA: Mikrotransaktionen und einheitliche ID für verbesserte Cross-Platform-Erfahrung

EA: Mikrotransaktionen und einheitliche ID für verbesserte Cross-Platform-Erfahrung

Wer kennt das Problem nicht: Man ist bei unzähligen Portalen und Diensten angemeldet und muss immer wieder neue Accounts erstellen. Vielleicht hat man zusätzlich noch verschiedene Passwörter. Da kommt man schnell mal durcheinander und umständlich ist es auch. Aus diesem Grund arbeitet EA seit rund eineinhalb Jahren an einem Login, der plattformübergreifend funktionieren soll.

Eine einheitliche ID von EA?

Der Sinn des Dienstes ist, dass man sich mit einem Account auf verschiedenen Plattformen wie Origin, Xbox Live oder dem Playstation Network (bzw. Sony Entertainment Network) anmelden kann und somit keine unterschiedlichen Logins nutzen muss. Mich erinnert das Ganze an die Sign-ins von Facebook bzw. Google+, über die wir bereits gestern berichtet haben. Der Unterschied soll aber sein, dass man scheinbar keine gesonderte Registrierung bei dem neuen Portal braucht, sondern lediglich seine vorhanden Zugangsdaten eingibt.

Klar ist dabei, dass ein solches einheitliches System EA gut in die Karten spielen würde. Loggt man sich beispielsweise in ein soziales Netzwerk ein und dem Nutzer gefallen bestimmte Seiten, könnte EA daraus Rückschlüsse für sein Marketing und seine individuellen Spieleempfehlungen ziehen. In jedem Fall wäre es ein geschickter Schachzug des Softwareriesen. Die andere Frage, die sich dabei stellt ist, ob die sozialen Netzwerke, Sony und Microsoft da mitspielen werden, da sie dann im gewissen Maße ihre Nutzerverwaltung aus der Hand geben würden. Außerdem wäre da noch Valve mit Steam, die seit der Einführung von Origin von EA benachteiligt werden. Da ist es nur schlecht denkbar, dass sie bei dem Vorhaben mit von der Partie sind.

Mit Mikrotransaktionen in die Zukunft

Ein nicht weniger interessanter, aber mindestens genauso zwiespaltiges Thema sind EAs Pläne Mikrotransaktionen in sämtliche zukünftige Spiele integrieren zu wollen. Natürlich praktiziert das Unternehmen dies bereits seit einiger Zeit in Titel, wie den letzten Teilen der Need for Speed Reihe oder in Battlefield. Dabei erleichtert man sein Portemonaie um wenige Euro und kann sich dadurch viele Stunden Spielspass - ähm ... leidiges und langwieriges Spielen - ersparen, um so schneller Zugriff auf freischaltbare Items, Fahrzeuge usw. zu bekommen. Gerade im Onlinebereich können bei dem Verfahren unfaire Vorteile entstehen.

need for speed most wanted

Für mich persönlich ist das eine Art legales Cheaten. Sicher wäre es hin und wieder schön bereits zu Beginn eines Spiels Zugriff auf eine bestimmte Waffe oder ein tolles Auto zu haben, aber der Reiz steckt doch hinter dem Weg, den man bis zur Freischaltung zurücklegen muss. Nicht umsonst werden manche Sachen erst spät freigeschalten. Der Spieler soll für seine investierte Spielzeit belohnt werden. DLC ist da wieder eine andere Sache, denn der zusätzliche Inhalt erweitert die Spielerfahrung und verkürzt sie nicht.

Der Trend betrübt mich etwas, aber die Firmen haben gesprochen und ich weigere mich weiterhin diese Schnell-Freischaltungen zu nutzen. Faires DLC, wie etwa zusätzliche Multiplayer-Karten oder Story-Erweiterungen, sind bei mir nach wie vor willkommen. Denn sind wir mal ehrlich: Wir zahlen bis zu 60 € für ein 5-10 Stunden Spiel und wollen die Erfahrung weiter verkürzen? Wo liegt da der Sinn?

Was für eine Meinung habt ihr zu dem Thema? Diskutiert entweder in den Kommentaren, auf Facebook oder in unserem Forum.


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  • Romka

    Wieso? Ist doch alles cool. Durch die Mikro Transaktionen werden Spiele so real wie das echte Leben:

    Wer die Kohle hat, holt sich direkt die dickste Kiste und zieht dich auf allen Strecken ab 😉 *ironie aus*



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