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Endlich: Tastatur-Auswahl in iOS 8 & Wortvorschläge

Endlich: Tastatur-Auswahl in iOS 8 & Wortvorschläge

Ein großer Kritikpunkt an iOS war bislang immer die Tastatur. Natürlich gibt es Menschen, die sich an das archaische Tippen auf On-Screen-Keyboards gewöhnt haben - für mich war das Swipen mit Worterkennung aber schon lange überlegen. Auf meinem Google/Asus Nexus 7 der ersten Generation schreibe ich gefühlte 3x schneller und erheblich entspannter, weil ich einfach grobe Wischbewegungen ohne große Präzision ausführen kann. Das ist angenehm für die Handmuskulatur und erspart mir in 90% der Fälle den Korrektur-Eingriff.

Durch die Öffnung der Pforten für Dritthersteller-Tastaturen ermöglicht Apple nun eine erhebliche Steigerung der Anpassungsfähigkeit von iPhones und iPads. Keine Lust auf Tippen? Los geht es mit einer Swipe-Tastatur unter iOS 8. Vielleicht schafft es ja sogar jetzt die Morse-Code-Tastatur aus Cydia in eine App Store Version? Ich für meinen Teil freue mich bereits immens auf die neuen Tastatur-Features.

iOS 8 Tastatur für Dritthersteller geöffnet

Anders als bei Google Android wird hier bei Apples iOS 8 die Tastatur in einer sehr strikten Sandbox ausgeführt, damit Eure Benutzerwörterbücher und Schreibgewohnheiten nicht in der Cloud landen, wenn Ihr das nicht wollt.

Natürlich ist es hilfreich, wenn SwiftKey aus (G)Mails und der täglichen Arbeit mit der Tastatur meinen Stil besser kennenlernt und die Wortprognosen hilfreicher ausfallen. Es ist auch okay, wenn zur Weiterverarbeitung die gewonnenen Informationen in der Cloud der Entwickler landen. Aber es sollte meine Entscheidung bleiben, was genau auf dem iDevice bleibt und was woanders hinwandert. Da scheint Apple sinnvoller Weise den Daumen draufzuhalten, was mir sehr gefällt.

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Neue Tastatur? Bald nur eine App-Installation entfernt

Nicht nur die Öffnung für Dritthersteller-Tastaturen in iOS 8 ist neu, auch der Umgang mit dem Standardkeyboard hat sich unter der Haube stark verändert. Die iOS Tastatur weiß, mit wem gerade kommuniziert wird. Somit trifft der Wortschatz den richtigen Nerv, damit ihr Euren Chef nicht unbedingt mit "geile Sache Schatz" überrascht. Die Wortvorschläge sind also gewissermaßen kontextsensitiv und von der jeweiligen Wahrscheinlichkeitsgruppe geprägt.

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Wenn jemand eine Frage stellt, soll es Antwortvorschläge in Form von Worten wie "Ja" und "Nein" geben. Soweit ich weiß, macht das aktuell noch keine andere Softwaretastatur auf Mobilgeräten in so einem Detailumfang - aber berichtigt mich gerne, wenn es Android-Keyboards mit dieser Genauigkeit gibt.

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Best of all: Endlich wird die deutsche Sprache nicht vernachlässigt, zumindest laut der Ankündigung wurde die Engine für 14 Länder optimiert. Mal sehen wie das deutsche Wörterbuch zu Beginn aussieht. Hilfreich für Leute wie mich wäre es noch gewesen, wenn die Sprache automatisch innerhalb weniger Worte switchen könnte - um zwischen Englisch und Deutsch zu wechseln. Heutzutage gibt es sicherlich viel bilinguale und trilinguale Kommunikation oder gemischte Kontakte, bei denen man nicht immer von Hand das Schema wechseln möchte.


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  • Edi Jung

    Wär geil wenn sie noch lernfähig wäre. Also wen man oft Deutsch & Englisch mischt, das es dann selbst gebrauchte Wörter vorschlägt. Wär auch mit Schweizerdeutsch ganz Geil 🙂

  • GAST1

    MEINE WORTE 🙂

  • Tom

    Whoa, whoa, langsam. So weit ist die Technologie noch nicht, dass ein Algorithmus mit Schweizerdeutsch klarkommt. 😉

  • Edi Jung

    Haha das ist mir klar, auch schon daher das es die unmengen an Dialekten gibt.

    Aber wenn an die db mit den Wörtern anpassen könnt, oder es selbst merkt was man damit meint, jedoch wäre 2. denk ich mal auch schwerer umzusetztn^^

  • Tom

    Jo sollte auch eher ein Spaß sein, weil ich teilweise kein Wort verstehe wenn Ihr Schweizer richtig abgeht. 😉
    Ich denke durchaus, dass Du einige Schweizerdeutschbegriffe in der lokalen db vom Gerät speichern kannst und die heuristischen/statistischen „Reaktionen“ dann sogar passen.

  • gonzo

    Der Hauptpunkt, dass Tastatur ein extrem kritisches API ist und nicht einfach so freigegeben werden darf, kommt hier mal wieder völlig zu kurz. Ist es immer nur das schnelle MustHave was hier fickt? Sehr sehr kurz gedacht und wenig gut mit Backend-Wissen aufbereiteter Beitrag….sehr schade, da hier ein wirklicher EXTREM-Unterschied zu der Schießbude Android besteht.



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