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ENVY 4525 von HP im Test: Flacher Allrounder für zu Hause

ENVY 4525 von HP im Test: Flacher Allrounder für zu Hause

Was habe ich mich geärgert, als der Drucker genau im ungünstigsten Moment leere Patronen meldete. Die Lösung war dann entweder der nächste Copyshop oder die Farbpatronen in Zukunft auf Vorrat zu besorgen. Da ich aber ohnehin weitaus weniger drucke als früher, und vor allem quasi überhaupt nicht mehr scanne (gibt andere, schnellere Lösungen dafür), konnte ich vor ein paar Wochen meinen alten Monster-All-in-One-Drucker endgültig aus dem Büro werfen. Ersetzt wurde er durch den ENVY 4525 von HP, der überaus schlank ist und alles mitbringt, was mir als Internet-Heini wichtig ist.

Das kompakte Gehäuse hat zwar seine Nachteile, dazu später aber mehr. In erster Linie brauche ich den Drucker im Jahr 2017 wenn überhaupt für ein paar Seiten im Monat. Und auch nur, weil viel Standard-Kommunikation mit Behörden und Co. immer noch nicht lückenlos auf die Onlinewelt übertragen wurde. Was unglaublich nervig und zeitraubend ist. Das braucht sicherlich noch ein paar Jährchen und bis dahin hat der Drucker allemal seine Daseinsberechtigung.

Ein kompaktes All-in-One-Maschinchen

Drucken, Scannen und Kopieren. Diese drei Dinge kann der ENVY 4525 von HP. Ich werde ihn überwiegend für Druckaufträge brauchen. Kopieren ist bei mir genauso überflüssig wie Scannen, da ich ein Dokument meist viel schneller mit GeniusScan Pro & Co auf direktem Weg digitalisiert in die private Cloud werfe. Gut ist es aber trotzdem, dass er auch jene Dinge kann. Man weiß ja nie.

Fast am wichtigsten ist für mich (bzw. für die Frau im Haus) jedoch der Druck von Fotos und Collagen. Es gibt zwar eine Menge Druckstationen hier bei uns in der Umgebung, aber zu Hause spontan paar Fotos und andere coole Sachen auszudrucken die wiederum an der Wand landen, das hat schon was. Der ENVY 4525 wird es seinem Vorgänger hier bei mir im Büro also ziemlich gleich tun und ebenso unregelmäßig genutzt. Allerdings mit dem Unterschied, dass er nicht so unglaublich viel Platz wegnimmt und er einen echten Ausschaltknopf besitzt, damit die Kiste in den ungenutzten Zeiten nicht unnötig die Stromrechnung beeinflusst. Der Verbrauch liegt dann bei 0,0 Watt (im Standby bei 1,0 Watt).

Dafür sind die Kosten pro gedruckter Seite recht hoch

Neben der Druckgeschwindigkeit, die mit knapp 10 Seiten pro Minute nicht wirklich glänzt, sind vor allem die Seitenkosten ein kleiner Dorn im Auge. Mit 6,3 Cent pro gedruckter, schwarzweißer Einzelseite sind die definitiv nichts für groß angelegte Bürodienste. Die farbige Seite verschlingt sogar 9,1 Cent effektive Druckfarbe inkl. dem Papier. Optimieren bzw. senken lassen sich diese Kosten dann allerdings noch mit dem Farbpatronen-Abo von HP, das sich "HP Instant Ink“ nennt. Immerhin reduziert sich der Preis pro schwarzweißer Seite dann auf 5,8 Cent. Auf lange Sicht und mit entsprechender Druckleistung kann man da also noch ein paar Euro herausholen.

Für 2,99 Euro monatlich gibt’s dann 50 Seiten inklusive. Sobald die Farbpatronen zur Neige gehen, schickt HP automatisch neue Patronen. Die alten und leeren Patronen gehen wiederum per kostenlosem Rückumschlag zurück zu HP und dort in die Recycling-Abteilung. Wer glaubt, im Monat mehr Seiten zu drucken, kann zwischen verschiedenen Abo-Modellen wählen. Mehr als 50 Seiten dürften die wenigsten im kleinen Internet-fähigen Büro drucken, falls aber doch, gibt es genauso auch Modelle für bis zu 100 oder 300 Seiten pro Monat. Die Ersparnis pro gedruckter Seite ist dann natürlich entsprechend höher.

Einem sollte dann gleichzeitig aber auch klar sein, dass HP diesen Service nur anbieten kann, weil HP jede einzelne gedruckte Seite registriert. Der Drucker weiß also, wann es wieder Zeit wird, die Farbe nachzufüllen. Damit das auch rechtzeitig passiert, schickt HP frühzeitig die Ersatzpatronen los. Und wem der Spaß irgendwann zu bunt wird, kann HP Instant-Ink jederzeit kündigen und wieder auf den manuellen Vorratskauf wechseln. Das geht auch.

Zu Beginn schadet es aber sicherlich nicht, das Ganze einmal zu testen. HP gestattet einen Testzeitraum über 3 Monate, wo ich je nach gewähltem Abo-Modell 300 Seiten zur Probe drucken kann. Völlig egal ob das stinknormale Dokumente oder farbintensive Fotos sind.

Die einzelnen Modelle und Details zu HP Instant-Ink erklärt HP auf einer Sonderseite.

https://youtu.be/cdc12tKaSwA

Der ENVY 4525 aus der technischen Perspektive

Ohne WLAN wäre ein Drucker für mich definitiv überhaupt nicht zu gebrauchen. Der ENVY 4525 ist dahingehend optimal aufgestellt und hat Wi-Fi 802.11n an Bord sowie Wi-Fi Direct auf der Supportliste, damit er auch dann druckt, wenn er das WLAN-Netzwerk nicht kennt. Toll ist auch, dass ich bei der Einrichtung das WLAN-Passwort nicht eintippen muss, stattdessen holt er es sich optional aus dem Schlüsselbund.

Protokolle auf der Supportliste:

  • AirPrint
  • Wi-Fi Direct
  • Google Cloud Print
  • Bonjour
  • Internet Printing Protocol

Wenn ich unterwegs schnell etwas an meinen Drucker zu Hause senden will, kann ich die Remote-App von HP nutzen. Die gibt’s kostenlos für Android und iOS. Oder ich sende das Dokument an die persönliche Mail-Adresse des Druckers, das funktioniert genauso. Sollte der Drucker ausgeschaltet sein, wird der Druckauftrag abgearbeitet, sobald ich ihn einschalte. Für mich ist das optimal.

Das eingebaute Touchscreen-Display ist zwar nett gemeint, in der Praxis werde ich es wohl aber selten nutzen. Da sämtliche Einstellungen des Druckers sich per App festlegen lassen, ist das Display für mich nur ein „unnötiger“ Stromfresser und wird links liegen gelassen. Immerhin hat man das Display auf die nötigsten Dinge beschränkt. Es ist auch nur in schwarz/weiß. HP erklärt die Funktionen des Displays an dieser Stelle.

Ziemlich überraschend fand ich die Funktion des Diebstahlschutzes. Wusste bis dahin gar nicht, dass es einen solchen Schutz für Tintenpatronen überhaupt gibt. Aber wer will, kann sich diesen aktivieren. Vielleicht sogar brauchbar, zum Beispiel weil die Kollegen im Büro potentielle Protonenräuber sind.

Druckqualität

Natürlich reden wir hier von einem kostengünstigen Gerät. Wie bei allen anderen Druckern steht aber auch beim ENVY 4525 die allgemeine Druckqualität im Mittelpunkt. Maximal kann er mit 1200 dpi (4800x1200 dpi) drucken, was völlig ok ist.

Meine ersten Gehversuche mit ein paar ausgedruckten Fotos und farbigen Dokumenten waren sehr schön und detailreich. Die Farben sind knackig und leuchtend. Da gibt’s nicht viel zu meckern. Nur bei schwarz-weißen-Druckaufträgen mit graustufigen Grafiken ist ein kleiner Schärfeverlust zu beobachten. Mit den mitgelieferten Original-Tintenpatronen können rund 190 Seiten in schwarz-weiß oder circa 165 Seiten in Farbe gedruckt werden.

Die Einrichtung

Gefällt mir sehr. HP hat sich hier wirklich auf eine einfache Einrichtung konzentriert. Dem Lieferumfang liegt zwar auch eine CD-ROM für Windows bei, ich als Mac-Nutzer und jeder andere kann die Ersteinrichtung jedoch auch online über 123.hp.com/setup durchführen. Dort lässt sich dann auch das HP-Konto einrichten, die Remote-App für das Smartphone oder Tablet und die Druckersoftware in der neuesten Version herunterladen. Zeitfaktor circa 5 Minuten und der Drucker ist einsatzbereit.

Falls jemand die Drucksoftware lokal auf dem Rechner nicht nutzen will, kann das Ganze auch in einem Webinterface managen und von dort aus Einstellungen vornehmen oder Informationen zum Drucker abrufen.

Das Positive in der Zusammenfassung

  • kompaktes, platzsparendes Gehäuse
  • angenehm leise sowohl beim Drucken als auch Scannen (Leise-Modus)
  • sehr einfache Einrichtung (auch für nicht Technik versierte Nutzer)
  • das Touchscreen-Display zeigt eine gute Berührungsintensität
  • kein großer Schnickschnack, schlichte Bauweise und einfacher Wechsel der Tintenpatronen möglich
  • automatischer Duplex-Druck
  • sehr sauberes Druckergebnis
  • mit Netzschalter
  • guter Fotodruck

Was nicht so geil ist:

Da gibt’s nicht viel. Was mir aber negativ aufgefallen ist, sind die vielen Reports. Zu jedem Status oder jeder neuen Einstellung wird (zumindest zu Beginn) ein eigener Seitenreport ausgedruckt. Finde ich unnötig, da so direkt mal bis zu fünf Seiten draufgehen können.

Jemand, der wie ich anderes gewohnt ist, wird sich außerdem mit der Druckgeschwindigkeit anfangs etwas schwer tun. Ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Da ich aber so wenig drucke und selten mehrere Seiten am Stück, ist mir das gerade ziemlich egal. 😉

Das Papierfach und die Papierablage könnten hingegen ein paar Blätter mehr fassen. Gerade mal 100 Seiten (bzw. 25 Seiten in der Ablage) finden dort Platz. Dafür gibt’s aber immerhin einen kompakten Drucker und das hat für mich derzeit weit mehr Priorität.

Fazit:

Ein ziemlich brauchbares Gerät, das meinen alten Monster-Drucker gebührend abgelöst hat. Ich bin nicht unzufrieden und vor allem die Einrichtung war klasse. Die Fotos, die er mir ausspuckt, sehen gut aus und stellen auch die Frau zufrieden. In Summe ein gutes, in der Anschaffung günstiges Gerät mit Potential nach oben was die Kosten pro gedruckter Seite angeht. Stichpunkt „HP Instant-Ink“.

Empfehlen kann ich den Kauf über notebooksbilliger.de, von wo ich ihn selbst auch her habe. Dort ist er aktuell zum günstigsten Vergleichspreis von 65,99 Euro erhältlich.

Und, wer jetzt schon weiß, dass er HP Instant Ink nutzen möchte, findet bei notebooksbilliger.de zudem die Instant-Ink-Version des ENVY (ENVY 4521) für nen Zehner weniger (55 Euro). Die gibt es exklusiv bei den Kollegen.

Ein Danke geht an notebooksbilliger.de, die mir das Gerät zur Verfügung gestellt haben.


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