Image Image Image Image

Free-to-play-Apps und das nervige Freemium-Modell: Warum auch die Nutzer schuld sind

Free-to-play-Apps und das nervige Freemium-Modell: Warum auch die Nutzer schuld sind

Apples App Store bietet eine äußerst umfangreiche Auswahl an Free-to-Play-Apps sowie Freemium-Spielen. Selbst die populären Entwickler und beliebten Spielereihen, wie Real Racing, verwenden dieses System, um höhere Umsätze generieren zu können. Im Interesse der Spieler ist diese gravierende Veränderung der letzten Monate ganz gewiss nicht. Im iOS-Gaming-Bereich muss sich demnach etwas ändern. Dabei tragen in erster Linie die iOS-Gamer selbst eine große Mitschuld, dass es nun so weit gekommen ist. Doch schauen wir einmal zurück zu den Anfängen des App Stores.

Apple eröffnete den iOS App Store am 06. März 2008. Falls Ihr euch noch erinnern könnt, dann war es in der Regel so, dass hochwertige Spiele Apps zu Preisen ab vier oder mehr Euro zum Kauf angeboten wurden. Allerdings ist dies heutzutage nur noch vereinzelt der Fall. Der durchschnittliche Preis der Spiele Apps reduzierte sich immer mehr.

Im Kollektiv sind dabei die Nutzer verantwortlich, die die hohen Preise in den ersten Jahren nach dem Start des App Stores nicht zahlen wollten. Dabei haben die Entwickler und Publisher einige Dinge unternommen, um dies zu ändern und die Spiele interessanter zu machen. Zum ersten Tag der Verfügbarkeit eines Spiels wurde beispielsweise ein besonders günstiger Preis festgesetzt, sodass die App in die Bestseller-Charts gelangen und in den Folgetagen mehr Aufmerksamkeit generieren konnte. Doch als auch diese Maßnahme anscheinend nicht den erhofften Erfolg brachte, folgten die In-App-Käufe.

Zusatzinhalte für bares Geld

Bei In-App-Angeboten dreht es sich oftmals um zusätzliche Spielinhalte, die kostenpflichtig erworben werden können und somit Vorteile verschaffen. Gleichzeitig wurde der Preis der Spiele Apps merklich gesenkt. Nun sind wir bereits an dem Punkt angekommen, an dem ein technisch ausgereiftes Spiel wie Real Racing 3 gratis zum Download angeboten wird, um den Nutzer dann mit In-App-Käufen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Doch diese Entwicklung ist fatal, wenn man wie im besagten Spiele-Ableger des Publishers Electronic Arts 5 bis 40 Minuten warten muss, damit Reparaturen am Fahrzeug erledigt werden können. Möchte man kein Geld für In-App-Käufe ausgeben, leidet die Qualität des Spielspaßes und auch das eigentliche Potenzial der Games kann nicht ausgeschöpft werden.

Die populärsten In-App-Käufe in Real Racing 3

Die populärsten In-App-Käufe in Real Racing 3

Notwendige In-App-Käufe

Je nach Auffassung kann man bei einigen Spielen bereits so weit gehen, dass man ohne den Kauf von In-App-Inhalten kaum mehr eine Chance hat bzw. die Zeit aufbringen kann, um ein Spiel so wie ein Vollpreistitel genießen zu können.

Potenzielle Lösungen für das Problem

Spiele-Apps könnten beispielsweise sowohl als In-App-Variante gratis als auch in Form eines Vollpreistitels angeboten werden. Somit können Nutzer, die die In-App-Inhalte nicht gutheißen, sofort zum vollwertigen Spiel greifen. Unserer Meinung nach wird dies jedoch nicht geschehen, da die Entwickler anscheinend sehr gute Erfahrungen mit den Umsätzen aus den In-App-Angeboten gemacht haben. Als passionierter iOS-Gamer hat man demnach keine Wahl und muss in naher Zukunft wohl weiter virtuelle Credits und digitale Währungen für Spiele Apps kaufen...


Übrigens: Wenn Du keine Neuigkeiten, Produkt-Tests oder Artikel von uns verpassen willst, dann folge uns am besten auf Facebook oder Twitter.



Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • Maki

    und wundern sich die Entwickler wenn immer mehr zu Install0us greifen (oder jetzt eben Alternativen)….Tja selber schuld 😛

  • Ingo

    Toller Beitrag. Sehr das leider auch so.

  • warum selber schuld? Die Einnahmen durch Freemium-Spiele sind deutlich höher als die von Vollpreistiteln, also können die Entwickler ja erst mal zufrieden sein…



← Menü öffnen weblogit.net | Home