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Google Nexus 4 Root & Unlock Toolkit (easy Guide)

Google Nexus 4 Root & Unlock Toolkit (easy Guide)

Ihr wollt euer Google Nexus 4 Rooten? Unlocken? Möglichst einfach? Die zweite Fuhre der deutschen Google Nexus 4 Geräte ist noch nicht im Play Store eingetroffen, da gibt es bereits seit einigen Tagen ein Root und Unlock Toolkit für Windows. Das "1-Click"-Tool beherrscht den Unlock des Bootloaders, die Installation der korrekten ADB/Fastboot-Treiber auf Windows XP bis Windows 8, Backups und Wiederherstellungen, die Installation von BusyBox und natürlich die Freischaltung der Root-Rechte.

Falls ihr gerade erst von einem iDevice umgestiegen seid, oder bisher noch keinen Unlock/Root vorgenommen habt, seid ihr sicherlich froh um ein einfach zu bedienendes Tool. Das Nexus 4 Toolkit von mskip erledigt den Job ohne mit der Wimper zu zucken und ist im XDA-Forum zu finden.

Auch wenn das Tool sehr simpel und einleuchtend ist, möchte ich sicherheitshalber einige Punkte hervorheben, die ein Neuling schnell vergessen könnte. Außerdem werden diverse Konzepte in der Dokumentation des Tools nicht hinreichend erklärt. Daher hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigen Infos:

Aktiviert zuerst USB Debugging in den Einstellungen eures Geräts. Das ist die absolute Grundvoraussetzung für irgendwelche Aktivitäten mit einem Tool oder manuelle Eingriffe in die tieferen Systeme eures Smartphones. Dazu scrollt ihr ganz nach unten zu "Über Telefon" und tippt wiederholt auf die Build-Nummer ganz unten im Menü. Dieses Vorgehen sollte euch "zum Entwickler machen" und im Einstellungsmenü die Entwickler-Optionen freischalten. Dort könnt ihr dann Debugging über USB aktivieren. Dieser Schritt ist notwendig, damit das Tool von mskip überhaupt etwas machen kann.

  1. Windows benötigt passende Treiber für den Nexus 4 im ADB (Android Debug Bridge) Modus, die ihr auch über das Tool installieren könnt. Wählt dazu die Option 1 aus dem Menü und folgt den Anweisungen. Bei den nachfolgenden Schritten wird euch der Assistent öfter fragen, ob sich das Smartphone im Fastboot-Modus oder im ADB Modus befindet. Das kann Einsteiger etwas verwirren, daher kurz die Info: ADB Modus bedeutet, dass ihr euch ganz normal im System befindet und das Smartphone nicht gesperrt ist. Außerdem ist USB Debugging aktiviert. Der Fastboot Modus ist aktiv, wenn ihr einen liegenden Androiden mit geöffneter Wartungsklappe und holographischem Inneren seht. Meistens ist die Antwort bei Fragen des Assistenten also "no", da ihr vorwiegend im System seid.
  2. Als nächsten Schritt empfehle ich ein Backup, denn beim Unlocken des Bootloaders werden alle eure Daten gelöscht. Dieses könnt ihr unter Schritt 2 machen. Wählt dort angekommen die Option 1 aus, später wenn alles abgeschlossen ist könnt ihr mit Option 4 ein "Abbild" von eurer Konfiguration inklusive aller Einstellungen erzeugen, das sollte jedoch nach dem Root geschehen. Beim NANDROID-Backup werden nämlich alle Partitionen als Abbild abgespeichert, dort sollte dann der Bootloader bereits entsperrt und alles eingerichtet sein. Wir wollen also primär die installierten Apps inklusive Benutzerdaten sichern und wählen jetzt nur die erste Option und folgen den Anweisungen.
  3. Nach dem Backup geht's ans Eingemachte, dazu empfehle ich die Option 8. Diese erledigt alle sinnvollen Aufgaben in einer Sequenz und führt euch durch den Prozess. Gelegentlich ist eure Aktion erforderlich, beispielsweise um das USB-Debugging wieder zu aktivieren. Folgt hier einfach den Bildschirmanweisungen, so präzise wie möglich. Die Option 8 durchläuft mit euch den Prozess des Bootloader-Unlocks (danach muss das Gerät neu eingerichtet werden, überspringt aber bitte sämtliche Google-Konten-Optionen und beschränkt euch auf das Nötigste, sprich Name + WLAN), Root (SuperSU von ChainFire wählen!), Umbenennen der alten Recovery, Installation von BusyBox (ein Linux-Befehlssatz, der diverse Programme auf eurem Androiden unterstützen wird) und einer Custom Recovery. Ich empfehle CWM Touch bzw. ClockworkMod Touch, TWRP ist aber auch völlig in Ordnung.
  4. Nach diesem Schritt könnt ihr mit Option 1 und der darin enthaltenen Funktion 10 euer Backup wiederherstellen, das ihr hoffentlich auf dem Rechner habt sichern lassen (!). Wenn ihr alle Apps so eingerichtet habt, wie sie im finalen Zustand sein sollen, könnt ihr noch ein Nandroid Backup machen (Funktion 4 im Backup-Menü). Somit habt ihr ein Abbild vom kompletten Smartphone, das eine Wiederherstellung nach dem Testen von Custom ROMs oder Custom Kernels erlaubt. Ich persönlich speichere das Backup vom Nexus 4 nur auf dem PC und lasse den Assistenten sämtliche Backupdateien vom Smartphone löschen, da nur wenig Platz für solche Dinge ist.
  5. Tipp am Rande: Falls ihr übrigens plant eine Custom ROM langfristig einzusetzen, empfiehlt sich ein Titanium Backup. Dieses lässt sich nach dem Flashen einer Custom ROM wiederherstellen und bringt alle eure Apps und Einstellungen zurück. Das NANDROID-Backup enthält nämlich, wie oben beschrieben, das komplette System und würde die Custom ROM wieder überschreiben. Vor jeder tiefgreifenden Veränderung kann man sich also mit einem NANDROID Backup absichern, beim Wechsel auf eine andere Custom ROM (mit einem sogenannten Full Wipe verbunden) wird mit dem Titanium Backup gearbeitet. Oder ein Backup über das All-in-one-Tools aus diesem Beitrag erstellt/wiederhergestellt. Titanium hat den Vorteil, dass sich das Backup auf dem Gerät und auch inkrementell erzeugen lässt.

Fragen hierzu oder im Allgemeinen zum Nexus 4 könnt ihr gerne bei uns im Forum, der weblogit lounge, stellen.

 

 


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