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Herstellungskosten des iPad Air: Hoher Preis gerechtfertigt?

Herstellungskosten des iPad Air: Hoher Preis gerechtfertigt?

Dass die wahren Herstellungspreise der Apfel-Geräte oftmals deutlich unter den Verkaufspreisen liegen, zu denen die iPhones und iPads im Laden über die Theke gehen, ist längst kein Novum mehr. Wie jetzt herauskommt, unterbieten die Herstellungskosten des neuen iPad Air sogar die des zwei Generationen älteren iPad 3.

Wie das Analyse-Unternehmen IHS ermittelt hat, belaufen sich die Produktionskosten des aktuellen Tablet-Flaggschiffs, dem iPad Air, auf lediglich 274$. Das iPad 3, das 2 Jahre zuvor vorgestellt wurde, schlug in der Produktion immerhin mit stolzen 316$ zu Buche. Heißt in der Praxis also, Apple spart 42$, kann aber nichtsdestotrotz die neueste Technik verbauen.

Ist das iPar Air etwa minderwertig?

Mitnichten. Gründe für den geringeren Herstellungspreis sind unter anderem eine günstigere Produktion und effizientere LCD Panels, welche das Display mit Licht versorgen. Statt 84 LED-Leuchten werden nun nur noch 36 benötigt, um das Helligkeitsniveau des Vorgängers zu erreichen. Außerdem verwendet Apple beim Display nun nicht mehr 2 Glasschichten, sondern nur noch eine. Dieser Schritt trug dazu bei, dass die Dicke bzw. Dünne des iPad Air von 2,23 Millimetern auf 1.8 Millimeter reduziert werden konnte.

Für besonders Interessierte folgt nun eine kleine Auflistung mit den einzelnen Komponenten und ihren Preisen. Das teuerste Bauteil des Apple-Flaggschiffes ist das Display, wofür 90$ verlangt werden. Ein Weiteres, das Touchscreen-Komponenten schützen soll, beträgt 43$. Qualcomms LTE Chips schlagen mit 32$ zu Buche, während die Flash-Speicher 9$ für 16 GB oder bis zu 60$ für 128 GB kosten. Der DRAM von Elpida geht bereits für 10$ über die Ladentheke. Der hochgelobte 64-Bit A7-SoC (ist eine Eigenentwicklung von Apple) wird übrigens von Samsung gefertigt und zum Preis von 18$ angeboten.

iPad-Air-Home-screen

Herstellungskosten so tief wie nie, übertreibt Apple?

Viel wird diskutiert, wie sich der Konzern aus Cupertino rechtfertigen willl, diese Produkte so teuer anzubieten. Ich finde, Apple ist nicht im Zugzwang, Rechenschaft abzulegen, solange Innovationen geliefert werden, die einfach kein anderer Hersteller bieten kann. Wer ein sicheres Betriebssystem verlangt oder Apps sucht, die sowohl quantitativ als auch qualitativ überlegen sind, wird nun mal nur bei Apple fündig. Außerdem wird niemand gezwungen, sich ein iDevice zu besorgen. Zudem fällt es vielen sicherlich schwer, sich in die Lage der Apple-Köpfe hineinzuversetzen.

Da stets Premium-Produkte mit dem bestmöglichen Nutzererlebnis auf den Keynotes erwartet werden, muss logischerweise auch eine gewisse Summe in Forschung, Entwicklung und Erprobung der Geräte investiert werden. Kritiker behaupten allerdings auch, dass Apple einen Großteil in die Werbung steckt, da sich der Konzern vor allem vom Image lebt. Zugegeben, es ist ein zweischneidiges Schwert.

Wer mit der ganzen Apple-Geschichte nichts am Hut haben möchte (und lieber die Android-Schiene fährt), findet mit dem Nexus 5 von Google übrigens ein ein hervorragendes Smartphone, das dem iPhone 5(s) keineswegs unterlegen ist - und zu einem unschlagbaren Preis von 349€ erhältlich.


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  • Dani

    Das ist doch überall so, egal was man kauft!
    Da wird immer so übertrieben und immer nur auf Apple herumgehackt!

  • Anonymous

    Ist Doch normal -.- Heute ist es Apple und morgen mal wider Samsung und später Microsoft oO Wer rechnet mal die Kosten eines Nokias aus oder eines Galaxy S4???

  • powerlife

    Gibt schon kosten ausrechnungen und samsung verbucht für sich weniger dafür kaufens mehr Leute

    Wenn interessiert Nokia?

  • Tomtomsen

    interessant, dass sich bei solchen Preisaufstellungen niemand Gedanken über Entwicklungskosten macht. Die müssen dann nämlich auch mit den immer innovationsloseren Produkten erwirtschaft werden (natürlich senkt das sinkende Maß an Innovation auch im Gegenzug die Entwicklungskosten). Meiner Meinung nach stagniert der Markt momentan. Aber schauen wir auf andere Märkte ist das ja durchaus normal. Automobile wurden bis zum Hybridboom mehr oder weniger auch nur nach dem Prinzip: „Höher, weiter, schneller!“ entwickelt.
    Warten wir mal auf die nächste geniale Idee bei den Taschenwärmern



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