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Herstellungskosten des neuen iPhone 5s und iPhone 5c

Herstellungskosten des neuen iPhone 5s und iPhone 5c

Jedes Jahr aufs Neue interessiert es uns, wie hoch denn eigentlich die tatsächlichen Herstellungskosten der neuen iPhone-Generation ausfallen. In diesem Jahr hat der Apfelkonzern gleich zwei neue Modelle vorgestellt, die von den Hardware-Komponenten her zwar durchaus Unterschiede aufweisen, sich in den Kosten für die Herstellung aber nur geringfügig unterscheiden. Dass zumindest hat nun einmal das Unternehmen IHS iSuppli untersucht und beide Geräte auf den tatsächlichen Produktionsaufwand geschätzt.

Laut den Kollegen von IHS iSuppli, die bereits in der Vergangenheit des Öfteren die Herstellungskosten diverser Geräte schätzen, belaufen sich die Kosten für die Produktion des iPhone 5s auf 199 bis 218 US-Dollar und für das iPhone 5c auf 173 bis 183 US-Dollar. Zum Mitschreiben bedeutet das also auf dem ersten Blick, dass Apple dank eines Verkaufspreises von mindestens 599 Euro für das iPhone 5c und 699 Euro für das iPhone 5s, wieder ordentliche Gewinne einfahren dürfte. Aber wie setzen sich die Kosten genau zusammen, und ist die Gewinnmarge wirklich so gewaltig?

Einzelkosten für die Hardware des iPhone 5s und iPhone 5c

Laut den Berechnungen der Kollegen ist das Touch-intensive Display mit 41 Dollar das teuerste Bauteil in beiden iPhone-Modellen. Produziert werden soll dieses vermutlich von Japan Display, LG Display und Sharp. Fast ebenso teuer ist der neue Mobilfunkchip, den Apple in beiden Geräten verbaut hat. Damit dieser Chip dieses Mal deutlich mehr LTE-Frequenbänder unterstützt, als es beim iPhone 5 der Fall ist, drängte der Apfelkonzern angeblich die Hersteller Qualcomm, Avago, RF Micro Devices, TriQuint und Skyworks dazu einen Chip zu entwickeln, der mehr Bänder unterstützt. Das Ergebnis: Ein LTE-Chip, der insgesamt 13 internationale Frequenzbänder unterstützt, mehr als jedes andere Smartphones aktuell auf dem Markt. Die Kosten für diesen Chip sollen sich schätzungsweise auf 32 Dollar belaufen.

Das neue 64-Bit A7-SoC inklusive Grafikeinheit im iPhone 5s, das weiterhin von Samsung gefertigt wird, soll 19 Dollar kosten. Der A6-Chip (32-Bit) im iPhone 5c soll hingegen nur mit 13 Dollar zu Buche schlagen. Ebenso neu ist der Biometrie-Sensor (TouchID) im 5s, der laut IHS iSuppli gerade einmal 7 Dollar in der Serienfertigung verschlingt. Die Unterschiede sind also überraschend gering, zumal Apple dem A7-Chip LPDDR3-Speicher (low power) und dem 5c den älteren LPDDR2 zur Seite stellt.

Einberechnet sind zudem Lohnkosten von circa 7 Dollar und allgemeine Fertigungskosten (Strom, Montage etc.) von knapp 8 Dollar. Alles zusammengezählt (was die Produktion betrifft), kommt das iPhone 5s somit auf einen Herstellungspreis von mindestens 199 Dollar, die 64 GB Variante vermutlich auf einen Preis von 218 Dollar. Das schwächere iPhone 5c im Kunststoff-Gehäuse kostet in der Produktion mindestens 173 Dollar.

Kosten für Marketing, Entwicklung und Vertrieb

Nicht enthalten sind in den Berechnungen der Kollegen sämtliche Kosten für Werbung (Marketing), dem teils aufwendigen Vertrieb und der Entwicklung von Hardware-Komponenten sowie dem Software-Angebot (iOS 7). Keine Beachtung fand auch das Zubehör wie Ladekabel und Kopfhörer.

Unterm Strich werden beide Geräte dem Unternehmen aus Cupertino aber wieder gewaltige Gewinne einfahren, von denen andere nur Träumen können. Ob der Preis letztlich also gerechtfertigt ist, könnt ihr entscheiden. Wie seht ihr das?


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Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • ToVo

    Faire Preise denke ich währen gewesen:
    iPhone 5c
    16gb: 349
    32gb 399
    64gb 449
    iPhone 5S
    16 449
    32 499
    64 549
    +/- 50€

  • Danny

    Sehe ich auch so

  • Andre

    Seh ich nicht so: du musst rechnen 20% USt sind schon Mal nur bei z.B. 5c 16 GB sind 290; die Arbeiter pro Telefon wollen auch was sagen wir 260,- Kostendeckung für Produktion 260 – 183 = 77; jetzt gibts hin und wieder Mengenrabatte an die Geschäfte wie MediaMarkt usw… sind ca. 57 euro gewinn die bleiben und ich denke nicht das sich Apple damit zufrieden gibt

    Die Grammatik und Rechtschreibung war mir hier Heidelbeer‘ 😉

  • Peer

    Falsch.

    Ich habe bei Apple
    Gearbeitet und kann ein wenig dazu sagen:

    Pro iPhone knapp 240-260€ an Ausgaben. Fertig. Der Rest ist Reingewinn.

    Apple finanziert sein iPhone Marketing über andere Produkte mit, die niemals beworben werden, sondern nur Geld reinbringen.

    Und nicht vergessen… ein Teil der Apple Software wird überall auch in Deutschland verteilt entwickelt. Ein Apple Standort ist Rellingen bei Hamburg. Nicht immer nur Asien 😉

  • Felix

    Wieso steht in der Hinsicht eigentlich immer Apple im vordergrund? Leute die sich mit dem Unternehmen aus Cupertino nicht zu frieden geben, nennen immer diese Punkte und vergöttern ihr Samsung Galaxy S2, S3, S4 & Note. Aber haben >“SIE“< schonmal an diese Herstellungskosten ihres Gerätes gedacht? Ich nehme an das die Kosten eines Samsung Gerätes wesentlich geringer sind, als die von einem Apple Produkt (iPhone), zumal Samsung auch sehr geringe Entwicklungskosten bei dem fertigen Android OS hat.

    199 US Dollar für das jüngste iPhone was sich auch in der Wertigkeit und handhabung stark von Plastik Geräten abhebt, mal ganz abgesehen von den Entwicklungskosten

    Aber wie viel für das Galaxy S4, was vielleicht aus einer Schicht Glas und dann nur aus Plastik besteht?



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