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Hydrophobes NeverWet Spray nun für 20$ im US-Einzelhandel

Hydrophobe Materialien zur nachträglichen Verbesserung von Wasserresistenz sind zur Zeit ein deutlicher Trend, auch von Haus aus wasserresistente oder wasserdichte Produkte erleben momentan eine neue Beliebtheitswelle. NeverWet ist ein beeindruckendes kleines Paket aus dieser Sparte und verspricht wahre Wunder mit zwei Komponenten, die aufgesprüht fast jede Oberfläche enorm wasserabweisend machen.

Im Promovideo von NeverWet sehen wir Schokoladensirup, der von Schuhen einfach abperlt, ein von Wasser unbeeinträchtigtes iPhone, nahezu unbeschmutzbare Kleidung und vieles mehr. Um ein Objekt mit NeverWet zu schützen, muss es zunächst mit einer der Komponenten grundiert werden. Je nachdem wie viele Schichten aufgetragen werden, kann die Grundierung zwischen 30 und 90 Minuten in Anspruch nehmen. Die mit dem zweiten Spray aufgetragene Oberschicht benötigt nochmals eine halbe Stunde bis zur Trocknung, dann kann es losgehen.

Transparente Oberflächen sind nicht unbedingt die beste Wahl, da das Spray eine Art Milchglasoptik hinterlässt. Auf hellen Stoffen und nichttransparenten Oberflächen gibt es fast keine Einschränkungen, wobei die klartrocknende Variante von NeverWet bereits in Arbeit ist. Das Spray haftet auf Metall, Holz, Textilien und Kunststoffen, oder beispielsweise auf einem Pappkarton.

NeverWet ist bereits seit 2011 in der Presse und kam nun dank der Zusammenarbeit von Ross Nanotechnology und Rust-Oleum (letztere Partei lizensierte die Rezeptur und brachte es schließlich an den Markt) für $19,97 pro Packung in den Einzelhandel, genauer zu Home Depot bei den Amis. Hierzulande ist NeverWet noch nicht verfügbar.

Ein mit NeverWet behandeltes iPhone besteht einen Tauchgang von bis zu 15 Zentimetern völlig unbeschadet, so der Hersteller. Die Behandlung kann von jedem noch so technisch unbedarften Kunden durchgeführt werden, da hierfür lediglich das Backcover abgenommen wird, um die wichtigsten Partien abzudecken. Ein Q-Tip sorgt für Applikation in den schwieriger zu erreichenden Ecken, der Rest wird einfach gleichmäßig eingesprüht. Inwieweit NeverWet sich auf die Tonqualität oder das Mikrofon auswirkt, wird nicht erwähnt. Die kleine Shownummer mit dem iPhone dürfte auch primär zu Demonstrationszwecken dienen.

Eine weitere Frage stellt sich natürlich auch hinsichtlich der tatsächlichen Nutzen des Sprays, denn für eine Demonstration auf Kleidung ist es sicher ganz witzig - aber wie sieht es dann tatsächlich in der Praxis aus? Kann der Stoff noch á la GoreTex halbwegs atmen, oder ist er dann versiegelt? Wie ist die Hautverträglichkeit?

Abgesehen von diesen offenen Fragen werden Bastler auf der ganzen Welt diese simple Art, Dinge wassertauglich und schmutzabweisend zu machen sicherlich begrüßen. Was mir als nächste Erfindung noch fehlen würde: Ein Gerät, das auf irgendeine Art und Weise den gesamten Staub in einem Raum selbstständig in wenigen Sekunden an sich zieht. Das wäre doch mal was, oder?


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  • Der Zweifler

    Kann man das auch hier kaufen? Preis?
    Wie ist die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit?
    Wie Abriebfest ist es wohl und wie oft muss man das wiederholen?



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