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Infinadeck: Dieses Oculus-Laufband gehört ins Holodeck

Infinadeck: Dieses Oculus-Laufband gehört ins Holodeck

Das omnidirektionale Infinadeck Laufband könnte eine Schlüsselrolle für das Oculus Rift spielen, wenn wir von stehend/laufendem Gameplay ausgehen. Virtual Reality wie im Star Trek Holodeck? Das Infinadeck verspricht zumindest eine ähnliche Erfahrung und halbwegs festen Boden unter den Füßen. Beispielsweise ließe sich damit eine komplette Far Cry Landschaft unter den Sneakern eines Spielers vorgaukeln, natürlich abgesehen von der Steigung und gelegentlichem Gefälle. Aber hey: 360 Grad und keine bemerkbare Grenze beim Spazieren.

Oculus-Erfinder Palmer Luckey hat seinen von (brillianten) Bürositzeinheiten geschwächten Körper mal auf das Teil geschwungen und einen Test gewagt - im Video sehen wir leider keinen Test mit Rift auf der Rübe. Insgesamt sieht das 430 Dollar teure Spielzeug nach ernsthafter Konkurrenz für das Virtuix Omni und den von uns getesteten Cyberith Virtualizer aus.

Oculus-Pionier Palmer Luckey auf dem Infinadeck

Laufbänder haben allesamt ein Problem: So wirklich physiologisch sind sie nicht. Ohne Neigung geht selten was, oder aber das Band bewegt den Fuß zu sehr für den Anwender (in der Phase nach dem Aufsetzen), was in einer unnatürlichen Laufbewegung resultiert. Sind das Omni und der Virtualizer da besser? Das müsste man wohl mit einem Physiotherapeuten oder Sportwissenschaftler ausdiskutieren. So oder so: Wenn Menschen in VR-Games künftig so viel Zeit verbringen würden, wie sie es mit der Konsole tun, gäbe es wesentlich fittere Durchschnittsgamer. Aber sicherlich auch reichlich Fehlhaltungen und Verletzungen auf dem langen Weg zum echten Holodeck-Shooter.

Mir gefällt am Infinadeck die wahrgenommene (Bein)-Freiheit, außerdem scheint der omnidirektionale Aspekt wirklich butterweich zu funktionieren. Wieso hat das bisher kein anderer Hersteller so hinbekommen?

Gefährlich werden damit aber wohl schnelle Drehungen, kleinere Stolpersteine könnten die eigenen (nicht zu sehenden) Füße werden - wenn man denn dann wie geplant mit der Oculus Rift VR-Brille auf dem Kopf spielt.

Interessant wäre überdies eine Vorführung mit höheren Geschwindigkeiten und einem erfahrenen Nutzer, im aktuellen Stadium stelle ich mir die Tauglichkeit eher für ruhige Singleplayer-Erfahrungen passend vor. Ein waffenfreier Spaziergang durch Bioshock Infinite wäre damit sicherlich auch sehr nett.


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