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Intel pokerte zu hoch: Ex-CEO bestätigt verpasste Chance beim ersten iPhone

Intel pokerte zu hoch: Ex-CEO bestätigt verpasste Chance beim ersten iPhone

Paul Otellini, der scheidende Vorstandschef des Chipherstellers Intel, der seit dem gestrigen Donnerstag offiziell in den Ruhestand wechselte, sprach in einem aktuellen Interview davon, dass die Möglichkeit bestanden hätte, Prozessoren für Apples erstes iPhone aus dem Jahr 2007 bereitzustellen. Er entschied sich jedoch dagegen und verpasste somit eine Chance immens hohe Umsätze aufgrund der Popularität des Apple-Smartphones zu generieren. Damals war jedoch bei Weitem nicht klar, dass sich das iPhone derart positiv entwickeln könnte.

Gegenüber der Zeitung The Atlantic bestätigte dies Ex-CEO Paul Otellini und betonte zugleich, dass unter der Führung des neuen Chefs Brian Krzanich ein deutlich stärkerer Fokus auf elektronische Geräte aus dem mobilen Segment gelegt wird. „Die Welt wäre anders geworden, wenn wir es getan hätten“, meinte Otellini wörtlich. Apple ging dann eine Kooperation mit Samsung ein. Das Unternehmen aus Südkorea fertigte die ARM-SoCs bis zum iPhone 4S im Jahr 2011. Seit dem iPhone der sechsten Generation produziert Apple die ersten eigens designten Chips für das Smartphone mit einem ARMv7 Kern in Form des A6 SoC im aktuellen iPhone 5.

Folgenschwere Entscheidung

Otellini begründete seine Entscheidung damit, dass man zum Zeitpunkt der Verhandlungen mit Apple nicht genau einschätzen konnte, wie das Smartphone bei den Verbrauchern ankommen würde. Es heißt zudem, dass letztendlich der Preis für Apple die entscheidende Rolle gespielt hat, den Intel wiederum nicht mitgehen konnte.

Im Nachhinein beschreibt der ehemalige Chef des Chipherstellers jedoch auch Mängel in der eigenen Kalkulation, die darauf hindeuten, dass man durchaus in der Lage gewesen wäre, zu den Kosten die Produktion starten zu können. Samsung profitierte also statt Intel von der lukrativen Zusammenarbeit mit Apple über die vergangenen sechs Jahre. Dabei muss man auch bedenken, dass neben den iPhones auch die Modelle des iPads und iPod touch mit den Chips von Samsung ausgestattet wurden. Intel setzte damals trotzdem auf den hauseigenen Intel Atom Chip, der jedoch nicht so energiesparend war, wie die Konkurrenzmodelle, die auf der ARM-Architektur basierten.

Was hat Intel in Zukunft vor, wie sehen sie den Markt?

Tom hat bereits im vergangenen Jahr den Intel-Manager Markus Weingartner zu diesen Themen befragt. Hier noch einmal zum Reinschnuppern.

Und Teil 2:

via. slashgear / Cover: mashable


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