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Ist Mobilfunk-Strahlung wirklich gefährlich für uns?

Ist Mobilfunk-Strahlung wirklich gefährlich für uns?

Mobilfunk-Strahlung stellt für den menschlichen Körper ein erhöhtes Risiko dar. Dieser Meinung waren und sind nach wie vor einige Experten. Eine neue und beendete Langzeitstudie, die vom britischen Gesundheitsministerium beauftragt und finanziert wurde, belegt diese Ansicht allerdings nicht. Laut dem Forschungsergebnis gibt es keine erhöhten Risiken bei der Verwendung von diversen Mobilfunk-Geräten.

Über 11 Jahre lang versuchten 60 an der Studie beteiligte Wissenschaftler Informationen zu sammeln, die ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Mobilfunk-Strahlung endgültig belegen sollten. Über 31 Forschungsgruppen wurden hierfür extra zusammengeführt, die mit 16,5 Millionen Euro an Finanzmitteln seitens des Ministeriums unterstützt wurden. Das Ergebnis: Es konnten keine eindeutigen Belege dafür gefunden werden, dass elektromagnetische Wellen tatsächlich negativen Einfluss auf den Menschen haben und gesundheitliche Einschränkungen die Folge wären.

Mobilfunk-Strahlung_81Das 60-köpfige Forschungsteam ging in den elf Jahren insbesondere den Fragen nach, inwiefern ungeborene Kinder einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, während die werdende Mutter während der Schwangerschaft vermehrt telefoniert oder in der Umgebung einer Mobilfunk-Basisstation wohnt. Untersucht wurde darüber hinaus, ob dieser Umgang vermehrt zu Krankheiten wie Leukämie oder Krebs führt. Dabei konzentrierten sie sich keineswegs nur auf herkömmliche Mobilfunk-Technologien und Gerätschaften. Sondern ausgeweitet wurde die Studie auch auf spezielle Anwendungen wie Terrestrial Trunked Radio (kurz: TETRA), das unter anderem von Mitarbeitern der Personenrettung eingesetzt wird.

Professor David Coggon von der Universität von Southampton sagte gegenüber dem britischen Ministerium abschließend Folgendes: "Als das Mobile Telecommunications and Health Research Programm ins Leben gerufen wurde, gab es unter den Wissenschaftlern große Unsicherheit inwiefern der gesundheitlich Zustand eines Menschen durch Mobilfunktelefone einem Risiko ausgesetzt ist. Dieses unabhängige Programm ist nun offiziell beendet und trotz gründlicher Forschungen haben wir keine Belege dafür finden können, dass Radiowellen von Smartphones / Handys oder anderen Basisstationen ein Risiko für die Gesundheit darstellen."

Natürlich ist diese Studie insgesamt ebenso wenig ein Beleg dafür, dass Radiowellen grundsätzlich keine gesundheitlichen Folgen für unseren Körper haben können. Aus diesem Grund soll die Forschung diesbezüglich auch weitergeführt werden. Die Leitung behält weiterhin das britische Gesundheitsministerium inne. Untersucht werden sollen mögliche Langzeitschäden, die eventuell erst nach einem noch viel größeren Zeitraum eintreten könnten.


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  • Olli

    Was sind denn die genauen Ergebnisse der Studie? Das klingt alles sehr pauschal, und wenn das alles so einfach wäre, hätten wir schon lange diese Ergebnisse. Die Gefahrlosigkeit ist eben nicht so leicht zu belegen, es gibt immer wieder Studien, die eine Gefahr aufzeigen und dann wieder welche, die das Gegenteil belegen. Aus dem Artikel kann ich leider überhaupt keine genauen Infos entnehmen, weshalb diese Studie für mich erst einmal bedeutungslos bleibt. Ich hätte gerne mal einen Link zu dieser Studie, habe nämlich auf die Schnelle nichts dazu gefunden.

    Gemeinsam haben diese Studien fast immer, dass sie voller methodischer Fehler sind, egal, ob sie jetzt positiv oder negativ ausfallen, und es deshalb nach wie vor keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Und sind wir mal ehrlich: Die gigantische Mobilfunkindustrie hat absolut kein Interesse, dass diese publik werden. Dann müsste man nämlich die Grenzwerte senken und das Netz würde auf einmal viel teurer.



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