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Kickstarter gehackt: Passwörter ändern ist angesagt

Kickstarter gehackt: Passwörter ändern ist angesagt

Es vergehen kaum zwei Wochen, schon ist wieder ein vergleichsweise großer Dienst kompromittiert worden. Diesmal hat es Kickstarter erwischt, die Crowdfunding-Plattform. Laut eigenen Angaben sollen weder Zahlungsdaten abhanden gekommen sein, noch hätten die Hacker irgend eine Handlung mit den Accounts durchführen können. Mitgenommen wurden allerdings Mailadressen, Anschriften, Benutzernamen und verschlüsselte Kennwörter sowie Telefonnummern. Die tatsächlichen Kennwörter wurden offenbar nicht entschlüsselt, könnten aber per Passwort-Cracker mit roher Gewalt irgendwann folgen. Vorausgesetzt das Opfer hat ein kurzes und einfaches Kennwort vergeben.

Falls ihr also auch einen Kickstarter Account hattet und womöglich dasselbe Passwort für alle Accounts nutzt, wäre es jetzt an der Zeit mal einen Satz neuer Kennwörter zu erstellen und alles weitestgehend abzusichern. Es lohnt sich auch zu prüfen, ob irgendein genutzter Dienst in letzter Zeit ungefragt eine Passwort-Rücksetzmail versandte. Wer sich per Facebook einloggte, wird vermutlich nicht mit weiteren Problemen zu rechnen haben. Dennoch lohnt sich ein regelmäßiger Passwortwechsel mit starken Passwörtern und 2-Faktor-Authentifizierung (wo möglich) aus Prinzip. Wer noch Fragen zu seiner Accountsicherheit hat, kann sich bei accountsecurity@kickstarter.com melden und Antworten erhalten.

Hier die Mail von Kickstarter (eine Entschuldigung liegt ebenso bei, sie arbeiten natürlich daran dass eine solche Aktion nicht so schnell wieder geschehen kann):

On Wednesday night, law enforcement officials contacted Kickstarter and alerted us that hackers had sought and gained unauthorized access to some of our customers' data. Upon learning this, we immediately closed the security breach and began strengthening security measures throughout the Kickstarter system.

No credit card data of any kind was accessed by hackers. There is no evidence of unauthorized activity of any kind on your account.

While no credit card data was accessed, some information about our customers was. Accessed information included usernames, email addresses, mailing addresses, phone numbers, and encrypted passwords. Actual passwords were not revealed, however it is possible for a malicious person with enough computing power to guess and crack an encrypted password, particularly a weak or obvious one.

As a precaution, we have reset your Facebook login credentials to secure your account. No further action is necessary on your part.

Wer von Crowdfunding noch nie gehört hat: Unternehmer, Künstler und Designer wie Erfinder wenden sich an eine Gemeinde aus alltäglichen Menschen, um ihre Träume und Pläne zu realisieren. Es geht um tangible Produkte, Software, Spiele, Cloud-Dienste und Dienstleistungen, die ohne die Hilfe Fremder nicht zu finanzieren wären. Zahlt jeder aber einen kleinen Betrag hinzu (und vor allem vorab), kann auf ein Ziel hingearbeitet werden. Beispielsweise $100.000 für die erste Produktionsreihe einer neuartigen Spielzeugdrohne. Der Betrag wird auf den Kreditkarten der Unterstützer (Backer) erst fällig, wenn ein vorher gesetztes monetäres Gesamtziel erreicht wurde. Danach steht der Projektleiter unter der Verpflichtung, das Produkt möglichst termingerecht und in vollständigem Featureumfang auf den Markt zu bringen.

Bei den meisten Kickstarter-Kampagnen handelt es sich aufgrund der großen Möglichkeiten von Crowdfunding natürlich um Quatsch oder kurzfristig spannende Dinge, es sind aber auch schon herausragende Dinge wie das Oculus Rift oder Broken Age daraus entsprungen. Wer Projekte auf Kickstarter oder IndieGogo unterstützt, erhält oftmals den frühesten Zugriff auf die jeweiligen Produkte und Dienste. Beide Seiten profitieren also davon. Größere Backer-Beträge werden mit entsprechend attraktiveren Vorzügen belohnt, etwa der Erwähnung in Film- /Spielabspännen oder einem persönlichen Tag mit dem Produktionsteam, einem geschmiedeten Schwert mit Inschrift oder einem Unikat aus der Produktion.


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