Image Image Image Image

Linksys EA6200 im Test: AC 900 Smart Dual-Band Router

Linksys EA6200 im Test: AC 900 Smart Dual-Band Router

Linksys EA6200: Lieferumfang

Nebst dem Router wird ein einzelnes, recht (typisch) kurzes Ethernetkabel mitgeliefert. Außerdem gibt es einen Setup Guide auf CD, für diejenigen die noch ein optisches Laufwerk nutzen. Dieser ist aber angenehmerweise überflüssig, findet das komplette Setup doch auf dem Gerät statt. Ein externes Netzteil versorgt den Router mit Saft, für Liebhaber von toten Bäumen ist noch ein mini Guide auf Papier dabei. Dort befindet sich zusätzlich ein Aufkleber mit den Standard-WLAN-Logindaten (SSID und Kennwort) des Routers, die man besser nach der Konfiguration abändern sollte.

Einrichtung

Die Konfiguration ist überraschend intelligent gestaltet und kommt sogar mit dem Anschluss an einen bestehenden Access Point und Router klar. Da wollte ich dem Setup einen Ast in die Speichen werfen - trotzdem klappt alles einwandfrei. Sehr löblich. Ungewöhnlich ist hier der Assistent, der sich direkt mit dem Netz verbindet um die Registrierung bei Linksys zu ermöglichen. Für das Gerät selbst wird ein Adminkennwort festgelegt, das für die Konfiguration im Webinterface notwendig wird. Der User meldet sich also mit einem Web-Account an und muss zusätzlich sein individuelles Gerätekennwort wissen.

Jeder User erhält somit einen Account in der Cloud von Linksys, mit dem sich diverse Zusatzfeatures via Linksys Smart Wi-Fi nutzen lassen. So lässt sich über die passende Linksys-Website auch extern auf den konfigurierten Router zugreifen. Das ist insofern sinnvoll, wenn es um das sogenannte Smart Home mit weiteren verbundenen Geräten geht. Spätere Firmware-Updates kann sich der Router automatisch holen und installieren.

Features

Linksys Smart Wi-Fi dient also zur Anbindung des LAN an die Cloud, erlaubt die Interaktion mit diversen Smartphone-Apps (Beispielsweise zum einstellbaren Filtern des Traffics für Kinderschutz, kontrolliertes Social Media Sharing mit Qnext oder zum Remote Monitoring der Geräte) und der Verknüpfung mit weiteren WLAN-tauglichen Devices von Kühlschrank bis Lichtsystem. Auch sämtliche Routereinstellungen sind mobil über die Website zugänglich, was mit dem iPhone wunderbar klappt. Wofür man aber ständig an seinen Router-Settings herumpfuschen sollte wenn man unterwegs ist? Außer Kinderschutz und Paranoia fällt mir nicht allzu viel ein.

Typischerweise werden dynamische DNS-Dienste á la DynDNS unterstützt, die dem Router eine feste Erreichbarkeit im Netz für z.B. FTP-Dienste ermöglichen, wenn der ISP regelmäßig eine Zwangstrennung mit neuer IP verlangt. Portweiterleitung, eine DMZ (auf Basis einer IP-Range, also auch mehr als eine Adresse) und andere übliche Features sind allesamt über das übersichtlich aufgeteilte und gut übersetzte Interface erreichbar.

priorisierung interface-uebersicht

Ein kleines Highlight und vielleicht auch für manche Kunden der Grund für das Upgrade: Der 802.11ac-Standard. Außerdem arbeitet der Router wie mittlerweile üblich mit Dual-Band (2,4 GHz und 5 GHz) für optimale Kompatibilität und Signalstärke.

Theoretisch erreichbar wären 867 Mbps, die Performance in der Praxis ist natürlich variabel und geräteabhängig - der EA6200 verhielt sich bei unseren Tests durchgängig performant und operierte innerhalb der Spezifikation. Vier Gigabit-Ethernet-Ports sind nebst dem Port für den Anschluss am Modem/AP dabei.

Zusätzlich lässt sich am USB 3.0-Port ein Drucker oder USB-Speichermedium verbinden, der Assistent führt den Nutzer durch die komplette Konfiguration. Durchsatzraten beim Lesen und Schreiben dürft ihr hier aber nicht mit einem NAS vergleichen, dafür ist der Router natürlich nicht ausgelegt.

Signalstärke

Im Praxistest nutzte ich ein Lenovo Thinkpad Edge mit Intel Centrino Wireless-N 2230 Chipset(der Router ist abwärtskompatibel zu a/b/g/n). In der größtmöglichen Distanz innerhalb unserer Testräume empfing ich je nach Standort (durch mehrere Betonwände und an diversen WLAN-Devices vorbei) in etwa die gleiche Signalstärke wie mit einem günstigen TP-Link TL-WR1043ND Wireless-N Router, der drei externe Antennen besitzt. Der Linksys EA6200 ist mit seinen internen Antennen natürlich erheblich hübscher anzuschauen - Wunder wirkt er in Sachen Signalstärke also nicht, schneidet aber gut ab.


Übrigens: Wenn Du keine Neuigkeiten, Produkt-Tests oder Artikel von uns verpassen willst, dann folge uns am besten auf Facebook oder Twitter.


Bewertung

Performance & Stabilität
9
Feature-Umfang
9
Konfiguration & Ease of Use
9
Preis
7.5
8.6

Grundsolide

Der Linksys EA6200 verpackt den schnellen 802.11ac-Standard in eine optisch brauchbare Hülle mit gut durchlüfteten Komponenten, unterstützt diverse Cloud-Features, lässt sich einfach einrichten und ebnet den Weg für ein Smart Home - nur der Preis ist natürlich der Leistung entsprechend. Angesichts der sich anbahnenden, günstigen Alternativen ist zu überlegen, ob man nicht doch noch warten möchte.

Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:



← Menü öffnen weblogit.net | Home