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Muss Apple den A7-SoC zurückziehen? Uni reicht Klage ein

Muss Apple den A7-SoC zurückziehen? Uni reicht Klage ein

Apple muss sich derzeit auf einen weiteren Patentrechtsstreit einstellen. Die Patent-Verwertungsfirma der Universität von Madison im Bundesstaat Wisconsin, WARF (Wisconsin Alumni Research Foundation), verklagt den Computer-Riesen und behauptet, dass Apple geschützte Technologien angeblich im neuen A7-Chip verletzt. Die externe Firma, die für die Uni Geld eintreibt, sollten Entwicklungen und Forschungsergebnisse verwendet werden, verlangt nun Lizenzgebühren von Apple.

In der Klage geht es um die Verletzung eines Patents mit der Nummer "US 5781752 A". Dieses wurde am 14. Juli 1998 insgesamt vier Forschern der Universität von Madison zugesprochen. Dabei handelt es sich um Andreas Moshovos und drei anderen Patentinhabern. Das Patent beschreibt die spekulative und parallele Ausführung von Prozessbefehlen zwischen zwei Rechenchips. Die unter dem Namen "Branch Prediction" bekannte Sprungvorhersage existierte schon vor der offizielle Patentzuteilung Moshovos. Aber die Forschungen der vier Patentinhabern beinhalteten deutliche Verbesserungen gegenüber früheren Entwürfen, weshalb es nun zu diesen Vorwürfen kommt.

Sollte die Patent-Verwertungsfirma WARF die eingereichte Klage gegen Apple Inc. gewinnen, dürfte das tiefgreifende Auswirkungen auf den Computer-Riesen und dessen Verwendung von Technologien in aktuellen Gerätschaften haben. Im Zuge des Rechtsstreit wird es vermutlich auch dazu kommen, dass Apple detailliert den neuen A7-SoC beschreiben muss. Bisher ist der Aufbau und die Konstruktion ein gut behütetes Geheimnis. Direkte Konkurrenten wie Samsung oder Chiphersteller wie Intel und Qualcomm werden diesen Streit daher wahrscheinlich besonders aufmerksam verfolgen.

Über die Summe, die WARF von Apple als Lizenzgebühr für den Missbrauch der geschützten Technologien verlangt, ist derzeit nichts bekannt. Die Wisconsin Alumni Research Foundation hält sich hierzu noch bedeckt. Betont aber, dass die Verwendung des angesprochenen Patents im A7-SoC entweder lizenziert werden soll, oder Apple auf die Nutzung der Technologie komplett verzichten soll. Derzeit kommt der A7-Chip im iPhone 5s, iPad mini Retina und iPad Air zum Einsatz.

Auch Intel wurde von WARF verklagt

In einem ähnlichen Fall, in dem es ebenso um die Verwendung der Sprungvorhersage (Branch Prediction) ging, verklagte WARF den Chip-Hersteller Intel im Jahr 2009. Allerdings einigte man sich außergerichtlich, ohne Details zu nennen. Intel hatte damals angegeben, dass man dem beteiligten Erfinder der Technologie "Professor Gurindar S. Sohi", zwischen 1994 und 1995 diverse Finanzhilfen zugeteilt hatte, um die Entwicklung und Forschung der beschriebenen Technologie überhaupt erst zu ermöglichen.

Mit Material von pfhub.com / appleinsider.com


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