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Netzunterwelt will Silk Road 2.0 und freien (Drogen-)Handel

Netzunterwelt will Silk Road 2.0 und freien (Drogen-)Handel

Allem Anschein nach hat das FBI den echten Admin und Gründer von Silk Road, der profitabelsten Drogenbörse aller Zeiten, aufgrund von nahezu lächerlichen Fehlern seinerseits erfassen können. Das TOR-Netzwerk ist scheinbar kein echter Schwachpunkt gewesen, den die Behörden hätten ausnutzen können. Selbiges gilt für PGP, die Pretty Good Privacy Verschlüsselung. Der Admin (auch als Dread Pirate Roberts bekannt) hatte dummerweise seinen echten Namen und einen auffälligen Usernamen mehrfach im Netz hinterlassen, kleine Brotkrumen führen eben auch ans Ziel der Strafverfolger.

Die Plattform wurde aber gleichzeitig auch schon länger überwacht und infiltriert, was die Verwundbarkeit von unnötiger Zentralisierung zeigt. Der FBI Agent namens Christopher Tarbell ist maßgeblich an der Infiltration von Silk Road beteiligt gewesen und brachte auch schon Sabu von Anonymous zu Fall. Das Gesetz ist also keineswegs taub auf beiden Ohren, wenn es um Milliardengeschäfte im Netz geht.

Silk Road Konkurrent ging kurz vorher offline, verlor somit die Chance zum Auffangen der Kundschaft und Händler

Was viele nicht wissen: Es gab einen Konkurrenten zu Silk Road, der ebenso illegale Drogen über das Netz anbot. Dieser nannte sich Atlantis und machte knapp eine Woche vor dem großen Angriff auf Silk Road durch das FBI dicht. Im Blog der Plattform schreibt ein User mit dem Nickname "Heisenberg 2.0" ein interessantes Postmortem zur aktuellen Situation. Diverse Alternativen die vorher wenig User-Traffic bekamen, werden aktuell von den ehemaligen Käufern und Verkäufern auf Silk Road gestürmt.

Heisenberg beschreibt die Person von Ulbricht als unwissend in Punkto Takt, Sicherheit und im Umgang mit Auftragskillern. Gleichzeitig war Dread Pirate Roberts' (Ross Ulbricht in der echten Welt) wohl sehr gekonnt im Aufbau einer Blaupause für seine Utopie des freien Handels mit sämtlichen Substanzen. Die nächste Generation von Alternativen könnte bereits in einer Woche online gehen, so stark ist der Drang nach der Überwindung der Prohibition.

Are you truly free?

Durchaus ein interessanter Gedanke: Was wenn jeder Mensch sein Schicksal und seine Entscheidungen wirklich selbst in die Hand nehmen könnte (und müsste)? Dass die aktuelle Drogenpolitik gescheitert ist, zeigt sich am unfassbaren Umsatz von Silk Road und den tausenden Nutzern, die lieber ihre Drogen im Netz beziehen, als sich der juristischen und körperlichen Gefahr von Deals auf der Straße oder im Bekanntenkreis auszusetzen.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Legalisierung von Drogen nicht zu erhöhtem Konsum führen würde, ökonomische Defizite stopfen und die Sicherheit für User erhöhen könnte. Prohibition kostet de facto Geld und Leben, ohne Regulation gibt es keinen festen Standard und eine massive Gelegenheit für den Schwarzmarkt, der einen großen Teil der Kunden zwangsweise auch mit anderen Sphären der kriminellen Welt zusammenstoßen lässt. Ob so eine anarchistische Lösung (Ulbrichts Konzept soll wohl auch als so etwas wie ein revolutionärer Bauplan für die Abschaffung von Prohibitionsgrundlagen dienen) dann am Ende funktioniert, sehen wir wohl wenn es dazu kommt.

Ist diese "Freiheit" wirklich sicher umzusetzen, sodass die Gesellschaft als Ganzes keinen Schaden nimmt?

Silk Road 2.0 ist gar nicht so schwer umzusetzen, denken die verbliebenen Köpfe der zerstörten Marketplaces

Heisenberg im Atlantis-Blog spricht von mindestens 5 neuen Projekten, die Silk Road 2.0 werden sollen. Sicherer, durchdachter und technologisch überlegen. Eine der Alternativen könnte BitWasp sein, eine Open-Source Lösung für den anonymen Handel von Bitcoin und Produkten via Tor und I2P über die sogenannten hidden services, die auch Silk Road genutzt hat.

Die Einstiegsbarriere für technisch unbedarfte Personen soll niedriger ausfallen (nicht jeder Silk Road Nutzer wusste beispielsweise vom Tor Browser Bundle und Verschlüsselung), weiter soll BitWasp als Grundlage für beliebig viele Klone von Silk Road auf Onion Webservern dienen. So wie Open Source Software den freien Austausch von Ideen begünstigt, sehen die Macher den freien Austausch von Gütern und Digitalen Dateien/Informationen hier als Weg, gleichzeitig politischen Druck auf das herrschende Regime und die "drakonische Drogenpolitik" auszuüben.

Thoughts on Freedom von Ross Ulbricht

Ich bin ja diesbezüglich noch skeptisch. Wenn ich an die Menschen denke, die ihre Haustiere in Mikrowellen trocknen oder am Tag zwei Schachteln Zigaretten rauchen, während die eigenen Kinder nicht genug Klamotten oder vernünftiges Essen haben - glaube ich doch irgendwie kaum, dass absolute Freiheit die richtige Lösung wäre. Bestimmte Dinge gehören vielleicht besser reguliert. Andererseits schlummert in manchen Menschen genug destruktives Potenzial, um auch ohne Waffen und Drogen eine Gefahr für ihre Umwelt zu sein.

In light Independence Day, I have been inspired to write down my thoughts on freedom, about a page in length. I hope they will stimulate YOUR thoughts, which I would most enjoy hearing.

What does it mean to be free? This word has been used to describe many things, including feelings, states of being, political and social arrangements, mental states, and physical states. Like something beyond the power of words to describe, freedom exists, but only as it occurs to someone experiencing it. Is it possible for someone locked in a cage to be freer than someone who isn’t? What if they are free from limiting beliefs and can imagine experiences without limits, while the other limits themselves to a prison of dull routines? Can freedom stand up to inter-personal comparisons, or is it a wholly personal experience?

Because of its vague nature, it is useful to make further distinctions. One way to identify freedom is by what one is free from. For example, social freedom could describe freedom from limitations imposed by others. Physical freedom could be freedom from physical restraint either imposed by others or by nature. Personal freedom could describe freedom from beliefs one may have about one’s self, others, and nature that limit what one believes is possible. Always, freedom arises in the absence of limitation. When someone is not limited by others, their physical environment, lack of knowledge or skill, or their own beliefs about what is possible; it is natural for them to expand how they express themselves in the world until the next barrier to their self-expression is reached.

One’s limitations can be difficult to identify because they are not always in plain view, especially the self-imposed ones but also the ones imposed by others and nature. For example, death and taxes are widely agreed upon to be inevitable, but are they? While one may have a choice in how they respond to external limitations, this does not negate their existence. Death and taxes are still real and observable, but inevitable? This is an interpretation. It is an extrapolation from the past in an attempt to predict the future, is not the truth and therefore limits what is possible.

That being said, it is my observation that far too much attention is directed, by people in general, toward limitations that arise out of a lack of skill or knowledge that could be better directed toward eliminating self-imposed limitations and one’s beliefs about seemingly inevitable external limitations. This is understandable because, for limitations in skill or knowledge, the problem, solution, and benefit are easy to see and predict. For example, I know I will have more freedom if I know how to play the piano and that all I need to do is learn to play and practice. However, the solution to and benefit of ridding one’s self of a belief such as “I’m shy” or “telepathy is impossible” are not so apparent. Imagine how rich and fulfilling your life could be, well beyond learning a new skill, if you could let go of the beliefs you have that limit you and live your life to its fullest potential. Imagine what could be accomplished and experienced.

Are you free? Yes and no. Freedom is a relative and unquantifiable thing. The question is, “How can I be freer?” and the answer to that depends on YOU. For me, I could be freer by letting go of beliefs like “life is hard,” “if you want something done right you should do it yourself,” “why try, I’ll probably fail” and so on. I could also be freer by creating and acquiring more resources that allow me to express myself in bigger and broader ways, both physical in form and in the form of relationships.

Let Independence Day be a reminder to us that we live in a most unique time, and are freer, as a generation, than any that has come before us. Let us be thankful for our freedom, and build a world where we, and the generations that follow us, will be freer than any that have come before!


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