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Neue Unreal Engine Demo zeigt Konsolengrafik auf K1 Tablet

Neue Unreal Engine Demo zeigt Konsolengrafik auf K1 Tablet

Zwei düstere Gestalten aus der Samaritan Tech Demo der Unreal Engine, die wir als kleines Feuerwerk für die aktuellste Konsolengeneration (Xbox One, PS4) kennen, treffen sich in einem dunklen Raum mit Rauch- und Lichteffekten. Der Plot der kleinen Demo: Beide möchten sich duellieren, aber trotz des ersten Eindrucks verläuft das Duell relativ gewaltfrei.

Die neue Demo nennt sich "Rivalry" und verwendet wie erwähnt Assets aus der vorherigen Next-Gen Demo, nur dass "Rivalry" auf dem Tegra K1 von NVIDIA läuft. Dabei ist nicht die Rede von x86-Tablets, also diesen sperrigen halben Notebooks. Wir sprechen von mobilen ARM CPU-Kernen auf Google Android mit allen Vor- und Nachteilen der Plattform, zusätzlich für Entwickler mit einer Portierung der DirectX 11 API und Google AEP (Android Extension Pack) versüßt.

Es geht um das Tegra K1 System-on-Chip, das es trotz seiner Sparsamkeit und Größe mit einem vollwertigen Gaming-Tablet-Hybriden wie dem Razer Edge aufnehmen kann. Für eine bessere Einordnung der Größenverhältnisse: Wir stehen hier (rein rechnerisch) vor flüssigem Crysis 3 Gameplay auf Einstellungen, die über die Limits der Konsolenversion á la PS3 und Xbox 360 hinausgehen. Auf einem bezahlbaren Tablet.

Spezifikationen des Tegra K1:

  • GPU: Kepler Architektur mit 64 Bit auf 28 nm, 192 CUDA-Grafik-Kerne
  • CPU: Quad Core ARM Cortex A15 bei 2,3 GHz
  • bis zu 4K Bildausgabe per HDMI

Dabei läuft die aktuellste Demonstration in vollem Feature-Umfang á la PS4 und Xbox One oder PC der Desktop Rendering Engine auf der Tablet-Hardware:

Deferred Rendering (mehr Lichtquellen bei besserer Performance), physikalisches Shading (realistischere Wiedergabe von Materialien/Oberflächen), bildbasierte Beleuchtung (realistischere Ergebnisse), HDR Tonemapping (filmischer Look) und Tesselierung für Raucheffekte (dynamische Formen) sind in der Demo zu sehen.

Das Ergebnis sieht recht spektakulär aus, auch wenn sicherlich viele Limitationen einfließen, die ein tatsächliches Spiel mit dieser Optik eher unwahrscheinlich machen:

Hierzu sei außerdem angemerkt, dass NVIDIA bereits seit Jahren sehr enthusiastisch die Tegra-Trommel bespielt. Meist mit kurzer und auf die Staaten konzentrierter Wirkung, wo die Tegra-Fangemeinde etwas ausgesprägter ist als hier. Im Endeffekt waren bisherige Demos aber meist auf simple Unterschiede wie hübschere Wassertropfen oder einzelne Elemente der Spiel-Physik beschränkt, die bessere Performance bekam man dann doch woanders. John Carmack von Oculus VR (einst id Software, ein Urgestein der digitalen 3D Grafikprogrammierung) hat hierzu auch einige Worte im Februar verloren:

In der Praxis sehen wir das Tegra K1 Chipset spätestens im HTC Google Nexus 9 Tablet, das im vierten Quartal 2014 auf den Markt kommen wird. Gemeinsam mit den leistungssteigernden Neuerungen von Apples Metal (die auch die Unreal Engine betreffen und einen direkteren Weg zur GPU -ergo mehr Performance- ermöglichen) wird das ein spannendes Jahr für mobiles Gaming.

Das Game aus der Demo oben gibt es übrigens wirklich im App Store, es handelt sich um einen Flappy Bird Klon in der Unreal Engine. Mit Kanonen auf Spatzen schießen, selten hat die Mundart besser gepasst als bei diesem Spiel.

Hier noch die aktualisierte Samaritan Demo von der GDC 2012:


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  • Albert

    Sieht schon sehr fett aus. Auch Tiefenschärfe ist dabei wenn ich richtig sehe?



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