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Peek Retina: Smartphone-Gadget kämpft gegen Blindheit

Peek Retina: Smartphone-Gadget kämpft gegen Blindheit

Bei den meisten Gadgets auf Kickstarter und Ideen aus Silicon Valley fasst man sich aus humanitärer Perspektive eher an den Kopf: Lösungen für First-World-Problems für finanziell privilegierte Menschen sollten vielleicht nicht die klügsten aller Ingenieursköpfe vereinnahmen, wenn wir als Gesellschaft noch ein paar wirklich üble Probleme zu lösen haben. Andererseits steht natürlich jedem Erfindergeist frei, sich seine Beschäftigung selbst auszuwählen.

Umso schöner wenn sich Geeks wie bei Peek Vision zusammentun und etwas für einen der wichtigsten Sinne des Menschen und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken tun. Mit Peek Retina soll die medizinische Überprüfung der Netzhaut erleichtert werden, vor allem was die Kosten angeht. Bisheriges Equipment für die Untersuchung der Augen ist nicht unbedingt leicht und somit ungünstig zu transportieren, was ökonomisch benachteiligte Länder besonders betrifft.

Das Gadget soll die 80% der statistisch vermeidbaren aber auftretenden Erblindungen reduzieren, es gibt immerhin 39 Millionen blinde Menschen auf der Welt. Peek ist ein Adapter für die Kamera von Smartphones, der detaillierte Bilder der Augenhinterseite bzw. Netzhaut ermöglicht und somit diverse Krankheiten wie den grauen Star, das Glaukom (grüner Star) und andere Probleme rechtzeitig erkennbar macht.

Ein Samsung Galaxy S3 ist mittlerweile erschwinglicher als ein zerbrechliches Werkzeug, das auch noch schwierig zu transportieren ist. Es genügt, wenn ein medizinischer Assistent oder jemand innerhalb einer Siedlung die Bilder damit machen kann, so sehen die dann ungefähr aus:

peek-galaxy-s3

Mit dabei sind so ziemlich alle Features für wichtige Augen-Untersuchungen und der Trainingsaufwand bzw. die Einarbeitung sollen so niedrig wie möglich gehalten werden. Der sichere Datenaustausch mit medizinischem Personal inklusive Patientendaten und Geotagging ist auch dabei, ebenso ein klassischer Sehtest. Ich finde die Idee ziemlich großartig, muss ich sagen.

Hier das Kampagnenvideo zu Peek auf Indiegogo, wo mittlerweile etwas die Hälfte des Finanzierungsziels von 70.000 Pfund erreicht wurde:

Wer noch ein bisschen von seinem Weihnachtsgeld übrig hat und für 2014 noch eine gute Tat asolvieren möchte, kann den Jungs ja für diesen guten Zweck ein wenig hinzuzahlen.

Hier noch ein weiterführender TED-Talk:


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