Image Image Image Image

Raspberry Pi 3: Preis & Neuerungen & Wichtiges

Raspberry Pi 3: Preis & Neuerungen & Wichtiges

Der Raspberry Pi 3 ist heute abgehoben: Zum kleinen Preis bekommt ihr einen Mini-Computer mit schnellerem Prozessor und neuen Hardware-Features, der in die ebenso kleine Hosentasche passt. Falls euch das Thema Raspberry Pi kein Begriff ist, schaut ihr am besten zuerst in unsere Einführung.

Was ist neu beim Raspberry Pi 3 "Model B"?

Die dritte Generation des Minirechners bringt mehrere Upgrades mit, vorab ist aber vielleicht für bestehende Pi-Fans wichtiger, was sich nicht verändert hat: Das Layout der Platine bzw. Komponenten ist weitestgehend im Stil des Raspberry Pi 2 Model B gehalten, somit könnt ihr (fast) alle Zubehörteile und Gehäuse weiterverwenden. Die Kompatiblität mit dem Pi 1 & 2 ist ein starkes Argument für die Plattform.

Das beste Pi-Zubehör für Einsteiger haben wir in unserem Raspberry Pi Zubehörguide zusammengefasst. Nach wie vor ist das Pibow Rainbow Case eine nette Geschenkidee, für diejenigen die es gern bunt mögen. Ebenso nach wie vor ist Raspbian OS das Betriebssystem der Wahl für die meisten User. So könnt ihr eine SD-Karte mit Raspbian als NOOBS-Installer vorbereiten. Außerdem läuft auf dem Pi auch Windows 10 in der ioT (Internet of Things) Edition für Entwickler, was man nicht mit einer Konsumentenversion verwechseln sollte. Win 10 ist auf dem Pi eher eine Grundlage für Smarthome-Projekte und führt nicht die handelsübliche Software aus, die User gewohnt sind.

raspberry-pi-3-pi-foundation

Hardware-Neuerungen beim Pi 3:

  • ARM Cortex A53 Chip mit 1,2 GHz Quad-Core (64-Bit)
  • WLAN 802.11n (integriert auf BCM43438 Kombochip)
  • Bluetooth 4.1 (integriert auf BCM43438 Kombochip)

Achtung! Mehr Power nötig.

Ihr braucht mindestens ein 2,5A-Netzteil für den Pi 3, somit fällt das offizielle Pi 2 Netzteil der Raspberry Pi Foundation (5454DV) eigentlich weg, auch wenn es einige Händler aktuell als kompatibel listen. Stattdessen braucht ihr das neue T5875DV für ca. 9€ oder ein gleichwertiges Netzteil. Die Kabelqualität spielt übrigens auch eine Rolle und nein, ein altes iPad- oder iPhone-Netzteil bringt es leider nicht.

Das neue System-on-Chip soll gegenüber dem Raspberry Pi 2 Model B im 32-Bit Modus 50-60% mehr Performance bringen, oder das Zehnfache der ersten Generation. Dass es jetzt WLAN und Bluetooth direkt an Bord gibt, wird sicherlich auch diejenigen User erfreuen, die z.B. Probleme mit dem Energiemanagement ihrer USB-WLAN-Sticks auf dem Pi hatten und somit Ausfälle oder nervige Bugs bekämpfen mussten. Eine standardisierte Lösung ist auf jeden Fall viel einfacher zu handhaben und schafft Platz für andere Peripherie auf den USB 2.0 Ports. Von diesen gibt es übrigens wieder 4 Stück.

Der GPIO Pin-Header mit den 40 Pins ist identisch belegbar und sorgt somit für Laune beim Basteln mit älteren Tutorials und Büchern zum Thema. Diese 40 Pins können beispielsweise für Robotik-Projekte, Heimautomation oder Zubehör genutzt werden.

Was kostet der Raspberry Pi 3?

Der Pi 3 kostet im Schnitt grob 40 bis 50 Euro, ist aber (wie das häufig beim Launch so ist) beinahe schon überall ausverkauft. Die beliebteren Händler sind Element14, ModMyPi, New IT. Geschäftskunden können ihren Pi 3 bei RS Components bestellen. Außerdem gibt es diverse Amazon-Händler, aber insbesondere in dieser heißen Phase kann man sich nicht auf die Angaben zur Lieferzeit verlassen, da ist zunächst Geduld gefragt.

Ein lagerndes Set mit Case, Kühlkörpern und Netzteil gibt es hier mit kostenlosem Versand:

Lohnt sich das Upgrade?

Die meisten Mediacenter-Anwender mit Kodi sind mit dem Pi 2 bereits gut bedient. Wer noch keinen Pi besitzt, sollte natürlich bei der neuesten Generation zugreifen, falls man doch mal höher aufgelöste Medieninhalte dekodieren möchte.

Wer den Pi als kleinen Entwickler-Rechner für Python und Scratch oder Lerncomputer für Kids benutzt, freut sich sicher auch über ein bisschen mehr Performance - aber hier fällt das wohl nicht ganz so stark ins Gewicht, weil die Pi-Projekte typischerweise leichtgewichtig ausfallen. Auch Robotik und Heimautomation tendieren eher nicht dazu, die rechnende Hardware des Pi ganz auszulasten. Hier könnte man also auch ein günstiges Angebot abwarten, wenn es auf jeden Euro ankommt.

Etwas mehr Dampf wünscht man sich, wenn man den Pi2 als File- oder Webserver für Dinge wie OwnCloud, Gitlab und andere Zwecke einsetzt. Die Limitationen des USB-Ports sind dabei allerdings weiterhin ein deutlicher Flaschenhals und man sollte sich vielleicht stattdessen einen VPS bei DigitalOcean oder ähnlichen Anbietern anmieten.

Wer seinen Raspberry Pi als Emulator-Spielekonsole verwendet und mit der Performance unzufrieden ist, könnte im Pi 3 eine kleine potente Gamingkiste für seine Retrobedürfnisse finden. Das Performance-Upgrade ist gerade für "anspruchsvollere" Konsolen nicht zu verachten. So sieht beispielsweise EmulationStation/RetroPie auf dem 2er aus:


Übrigens: Wenn Du keine Neuigkeiten, Produkt-Tests oder Artikel von uns verpassen willst, dann folge uns am besten auf Facebook oder Twitter.



Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:



← Menü öffnen weblogit.net | Home