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Roboter in Zellgröße aus Hong Kong sollen mehr Drogen transportieren

Roboter in Zellgröße aus Hong Kong sollen mehr Drogen transportieren

Die Reise ins Ich ist ein Film aus dem Jahre 1987, der nicht nur aufgrund der Besetzung mit Robert Picardo (später als EMH auf der Voyager in Star Trek bekannt), Dennis Quaid, Meg Ryan und Kevin McCarthy sehenswert war. Die Idee, dass wir unsere Technologie irgendwann so weit schrumpfen, dass wir sie in die Blutbahn des Menschen befördern könnten, ist uneingeschränkt faszinierend.

Citing Zhang Li und sein Team wollen zwar keine Menschen in Vehikeln schrumpfen, aber die Transportmechanismen für Drogen bzw. Medikamente in Risikosituationen erheblich verbessern. Dazu zählen schmerzlindernde Analgetika, oder Präparate in hochspezifischen Anwendungsfällen.

Invasive Operationen sollen künftig immer seltener notwendig sein, stattdessen erledigen Mikro-Roboter in Zellgröße den Job, indem sie die passenden Stoffe an der richtigen Stelle gezielt freigeben. Damit ließen sich schwerwiegende Schlaganfälle ohne Operation behandeln, indem die Microbots zu Tausenden zwischen Wirbelregionen injiziert und bis ins Gehirn wandern würden.

Auch die menschliche Retina wäre ein passendes Ziel. Die Steuerung der einzelnen Roboter erfolgt drahtlos per Magnetfeld, da die Einheiten dank einer dünnen Nickel-Beschichtung ferromagnetisch sind. In Labor-Tests in der Schweiz und in Südkorea wuchsen sogar menschliche Nierenzellen im Microbot-Modell und interagierten damit, was die biologische Kompatibilät anzeigte.

Zhang forscht seit stolzen 7 Jahren an seinen Microbots und will vor allem die Größe der Ladung steigern, die sie mit einem Rutsch an den Zielort bringen. Die Nützlichkeit der Vehikel hängt nämlich unter anderem davon ab, wie viel sie vom jeweiligen Medikament transportieren können. Die bestehenden Modelle auf dem Markt haben eine recht geringe Kapazität, sagt Zhang. Das sei der Anreiz für ein neues Design gewesen.

Eine kleine Hürde ist momentan noch die Beobachtung des Mikro-Roboters, der natürlich nicht im menschlichen Körper abhanden kommen darf. Die Auflösung aktueller nuklearer und mit Magnetresonanz arbeitender Geräte sei zu gering, um das neue Modell zuverlässig im Auge zu behalten, sagt Zhang.

via CNET, SCMP, Bild: Nora Tam


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