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Samsung: Auch in China brach der Boden weg

Samsung: Auch in China brach der Boden weg

Samsungs Verkaufszahlen kollabieren in China, wer ist dafür verantwortlich? Im ersten Quartal 2014 sah noch alles rosig aus: Samsung verkaufte das größte Volumen an Smartphone-Einheiten. Die Südkoreaner beanspruchten somit rund 20 Prozent des Marktes in China für sich. Ein deutlicher Abstand zur Konkurrenz, selbst die heimische Xiaomi kam nur über knapp 9 Prozent Marktanteil.

Sicherlich haben nicht alle von den beinahe 1,4 Milliarden Chinesen - oder die, die sich ein Smartphone leisten können - inwischen ein Samsung-Gerät und gelten jetzt als "saturiert". Der Grund für den Einbruch bei Samsung ist an anderer Stelle begründet. Es ist einfach so, dass andere Hersteller den Platz von Samsung eingenommen haben.

Plätzetausch unter den Marktführern

Der Wandel ist an dieser Tabelle deutlich zu erkennen:

apple-samsung-2014-2015

Samsung wurde von Apple, Xiaomi, und Huawei in genau dieser Rangordnung verdrängt, am deutlichsten konnte sich Apple bei den Chinesen durchsetzen. Erstaunlicherweise liegt Xiaomi knapp hinter Apple und zeigt auch einen geringeren Zuwachs, trotz der bekanntlich enorm loyalen Userbase und dem durchaus präsenten Fan-Gefolge.

Chinesen griffen lieber zum iPhone

Der Markt in China ist laut BusinessInsider zum ersten Mal seit 6 Jahren leicht entschleunigt, was zu heftigeren Konkurrenzkämpfen unter den Top-Herstellern sorgen wird. Abwerben, überzeugen, "lock-in" generieren, herausstechen. Cupertino spricht nicht ohne Grund auf regelmäßiger Basis von den zahlreichen Umsteigern, die in Scharen zu iOS überwandern und aus dem Android-Gebiet kommen.

In Südkorea (Samsungs Heimat) zeichnet sich laut den Marktforschern von Counterpoint ein sehr ähnliches Muster ab, hier verdrängte Apple mit dem iPhone 6 die Konkurrenz in Form von LG und Samsung mit durchschlagendem Erfolg:

apple-korea-nov-2014

Könnten das Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge Samsung wieder populär machen? Oder muss der Weg vielleicht erheblich anders aussehen?

Wichtig ist hier natürlich anzumerken, dass Samsung mit dem Galaxy S6 durchaus wieder an Beliebtheit gewann und das dieser Umstand nicht in den obigen Daten (mangels Breite des Zeitrahmens) reflektiert wird. Wobei manche Berichte auch bezüglich aktueller Zahlen in Südkorea eher enttäuschend aussehen.

Das Galaxy S6 und S6 Edge sind seit April 2015 in den oben relevanten Märkten verfügbar und werden mit zahlreichen kreativen und aufwendigen Marketingkampagnen aggressiv beworben. Samsung beteuert außerdem, dass die beim Launch erschienenen Menschen nicht dafür bezahlt wurden. Amüsant, wenn sich ein Unternehmen überhaupt aufgrund solcher Anschuldigungen rechtfertigen muss.

Samsung sieht derweil mögliche drastische Änderungen am Geschäftsmodell vor, so das Wall Street Journal. Frisches Blut in Form des Sohns und Vize-Vorsitzenden vom gesundheitlich schlecht abkömmlichen Vorsitzenden Lee Kun-Hee bei Samsung Electronics könnte in profitablere Gewässer führen.


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