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Samsung Galaxy Gear: Angebliche Produktfotos stammten vom Prototypen

Samsung Galaxy Gear: Angebliche Produktfotos stammten vom Prototypen

Vielleicht habt Ihr am Wochenende ja die Story im Netz verfolgt, mit der VentureBeat eine kleine Welle um die Samsung Galaxy Gear Smartwatch schlug. Die US-Site prahlte mit Produktfotos der unveröffentlichten Uhr, die diesen Mittwoch erst von Samsung enthüllt werden soll. Auf den ersten Blick wirkte das Produkt ziemlich unspektakulär, nicht unbedingt ästhetisch und aufgrund der bislang bekannten Eckdaten eher uninteressant.

Da Samsung nicht gerade für mediokre Produkte ohne jeglichen Mehrwert bekannt ist (hier werden sicher die einen oder anderen Fanboys widersprechen, aber im Endeffekt baut Samsung eben konkurrenzfähige Produkte), hatte mich der Leak zum Wochenende ziemlich skeptisch gestimmt. Das klobige Ding mit der mageren Akkulaufzeit und mehr als nischenlastigen Features soll von Samsung einfach so auf den Markt geworfen werden?

Die Kollegen bei GigaOM berichten von den tatsächlichen Hintergründen hinter den geleakten Bildern, die offenbar aus einer Präsentation kamen. Bis dato hatten zahlreiche Entwickler freien Zugriff auf besagten Prototypen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht dem finalen Produkt am Mittwoch gleichen wird, eher ähneln.

So sieht der Prototyp aus, laut VentureBeat. Nicht das finale Produkt.

So sieht der Prototyp aus, laut VentureBeat. Nicht das finale Produkt.

Ein neues Detail aus der Berichterstattung der Kollegen: Bei minimalem Gebrauch hält der Akku wohl im Idealfall bis zu 24 Stunden. Nutzt der User das Gerät aber etwas häufiger, fällt die Akkulaufzeit schnell auf die bereits erwähnten 10 Stunden ab. Außerdem wird die Gear Smartwatch etwa 2,5 Zoll Diagonale aufweisen, mit dem Tragearmband bzw. der damit verbundenen Hülle kommt das Gesamtstück auf 3 Zoll Diagonale. Nebst der integrierten Kamera und dem Mikrofon sind auch winzige Lautsprecher verbaut, NFC und Bluetooth mit niedrigem Stromverbrauch dienen als Schnittstellen zu Smartphones.

Gear wird selbst über keinen integrierten Browser verfügen, aber wie bekannt auf Android 4.3 laufen, das ist ziemlich sicher. Ein Tastaturfeature brauchen wir mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten, zumindest auf Stock ROM. Es wird durchaus spannend zu sehen, was die Modding-Szene mit Custom ROMs und Patches aus diesem kleinen Powerklotz für das Handgelenk rausholen wird - immerhin pocht bereits im Prototyp ein Exynos-Herz Modell 4212 mit zwei CPU-Kernen auf 1,5 GHz und der allseits bekannten Mali-400 MP4 GPU. Da geht definitiv mehr, als bei einer Pebble oder den übrigen e-Ink Smartwatches.

Die Frage ist immer noch: Wofür? Mit dem Accelerometer könnte das Teil als Fitness-Tracker eingesetzt werden und Workout-Analysen sowie Tipps geben. Mit der Kamera lassen sich Schnappschüsse erzielen, die schwammiger und womöglich schlechter belichtet sind, als es mit einem Smartphone der Fall wäre. Wozu also der ganze Quatsch? Bis jemand mit einer Killer-App oder einigen vernünftigen Use-Cases um die Ecke kommt, bleiben Konsumenten sicher eher skeptisch in Bezug auf die Samsung Galaxy Gear Konzepte. Mal sehen welche Schauspielerfamilien Samsung übermorgen hervorbringt, um uns von der Praktikabilität eines solchen Gadgets zu überzeugen.


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