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Scharfe Aussichten: Quad-HD (4K) Display im iPhone 6 und iPad Air 2

Scharfe Aussichten: Quad-HD (4K) Display im iPhone 6 und iPad Air 2

Apples Zulieferer und Partner "Japan Display" hat zwei neue hyperresolute Quad-HD Display-Panel in unterschiedlichen Größen präsentiert, die zukünftig in kommenden iPhone- oder iPad-Modellen zum Einsatz kommen könnten. Das kleine Display löst mit 2.560 x 1.440 Pixeln bei einer Größe von 5,4 Zoll auf und erreicht somit eine Pixeldichte von 543 (dpi). Das größere Display löst hingegen mit 3.840 x 2.160 Pixeln bei einer Bildschirmdiagonale von 12,1 Zoll auf. Daraus ergeben sich 365 dpi und würde somit das Retina Display des neuen iPad mini übertrumpfen, das auf eine Pixeldichte von 326 kommt. Es sind somit die schärfsten Bildschirme in dieser Größenordnung, neben den Produkten vom Konkurrenten LG, die in Sachen Auflösung exakt gleich sind.

Japan Displays, das ein Joint-Venture aus Toshiba, Sony und Hitachi ist, hat sich auf kleine und mittelgroße Displays für Mobile-Geräte spezialisiert. Größter Kunde des Unternehmens ist aktuell Apple mit diversen Großaufträgen für das neue iPhone 5c und iPhone 5s. In beiden Geräten setzt Apple auf Display-Technologie von Japan Display. Zukünftig könnte sich diese Partnerschaft aber noch ausweiten, indem eine iPhone-Generation erstmals überhaupt mit einem Quad-HD (4K bzw. UHD) Display auf den Markt kommen könnte.

Die oben beschriebene Auflösung von 3.840 x 2.160 und 2.560 x 1440 Bildpunkten bei 12,1 und 5,4 Zoll Bildschirmdiagonale ist die vierfache Auflösung von High-Definition (1.280 x 720 Pixeln) in den jeweiligen Panel-Größen. Gegenüber aktuellen Display-Generationen sind diese Panels also wesentlich schärfer, was in den Augen von Japan Display und auch LG viele Vorteile für den Endverbraucher mit sich bringt. Zumal neue Generationen effizienter sind und dank neuer Verbrauchstechnologien der Energiebedarf überraschend gering ist. Die Leistungsaufnahme des kürzlich vorgestellten 12,1 Quad-HD Tablet-Displays von Japan Display soll zum Beispiel nur bei 3,6 Watt liegen. Dabei ist die maximale Display-Helligkeit mit 500 Candela sogar sehr hoch.

Japan-Display-Quad-HD-5,4-Zoll

Ebenso ist der Einblickwinkel mit 160 Grad erwähnenswert, der ein gutes Bild aus allen Richtungen ermöglicht. Dünn sind die neuen Panels von Japan Display darüber hinaus auch. Während das 12,1 Zoll Panel 1,96 mm dick ist, stellt das 5,4 Zoll Panel mit 1,12 mm Dicke eines der dünnsten Panels überhaupt dar. Mit solchen Displays wären künftig also nicht nur schärfere Smartphones und Tablets realisierbar, sondern auch wesentlich dünnere, die zudem energiesparender sind.

Erstmals zum Einsatz kommen sollen diese neuen Quad-HD-Display von Japan Display im kommenden Jahr oder spätestens 2015, so das Unternehmen. Wer allerdings erster Abnehmer sein wird, der ein erstes Gerät mit einem solchen Display auf den Markt bringt, ist noch ungewiss. Dass hierbei vermutlich Apple eine Rolle spielen wird, glauben hingegen auch mehrere Analysten. Erst kürzlich sprachen einige Marktforscher bereits davon, dass im kommenden Jahr ein iPhone 6 vorgestellt wird, dass ein 4K (also UHD) Display besitzen soll. Generell lautet die Frage derzeit allerdings nicht, ob 4K-Displays künftig in kleineren Mobile-Geräten Anwendung finden werden, sondern eher die Frage nach dem Zeitpunkt, zu dem wir ein solches Gerät erstmals zu Gesicht bekommen.

Mit Material von japan-display / pantentlyapple


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  • Josh

    Soviel dpi bringen keine merkliche Verbesserung des Bildes. Ab 300-400 Pixel ist fürs menschliche Auge definitiv Schluss, solange man das Gerät in vernünftigem Abstand hält.
    Die Werte des Displays sind natürlich trotzdem beeindruckend, keine Frage! Und die Marketing Abteilungen werden noch höhere Pixeldichten bestimmt auch irgendwie gerechtfertig bekommen..

  • Tom

    Du meinst sicher ppi, bei drops per inch müsste man das Display ausdrucken. 😉
    Aber prinzipiell jo, bei 25 cm Leseabstand bei makelloser Sicht genügen 350 pixel per inch. Winkeldistanz und Winkelauflösung treffen sich dort.
    Aber wie beim Fernseher, der bei 2 Meter Distanz bereits bei 44 ppi nicht mehr erkennbare Pixel hält, werden wir größeren Detailreichtum von nativem 4K-Material bemerken können – auch wenn man bereits keine Pixeltrennung wahrnimmt. So drastisch wie von SD nach HD wird der Schritt vermutlich nicht ausfallen, bei vielen Konsumenten kommen die Sinne wohl schon früher an ihre Grenzen 😉



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