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Silk Road 2.0 gehackt: Bitcoins im Wert von 2 Mio Euro gestohlen

Silk Road 2.0 gehackt: Bitcoins im Wert von 2 Mio Euro gestohlen

Der Drogen-Handelsplatz Silk Road 2.0, auf dem man allerhand illegale Rauschmittel und Medikamente kaufen und sich nach Hause schicken lassen kann, ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Laut dem User "Defcon" (über DeepDotWeb), der als Moderator für die illegale Handelsplattform tätig ist, wurde bei einem Cyber-Angriff eine Schwachstelle im eigenen Treuhanddienst für Bitcoins ausgenutzt. Dabei sollen circa 4.500 Bitcoins gestohlen worden sein, die bis zu diesem Vorfall einen Wert von etwa zwei Millionen Euro hatten.

Nachdem der Hack publik wurde, sackte der Bitcoin-Kurs teilweise um 40 US-Dollar deutlich ab. Der hauseigene Treuhanddienst wird von Silk Road unter anderem dafür verwendet, um die Cyber-Währung sicher von einem User zum anderen senden zu können. Der Angreifer soll nun in diesem System eine Schwachstelle ausgenutzt haben und maskierte Transaktionen ohne Gegenzustimmung vollzogen haben. Üblicherweise müssen beide Parteien einer Transaktion zustimmen, sonst kommt der Deal nicht zustande. In diesem Fall soll dies allerdings nicht der Fall gewesen sein. Aktuell versucht man sich an die Spur des Hackers zu hängen, nennenswerte Ergebnisse gibt es aber noch nicht. Sie vermuten jedoch einen Franzosen dahinter, da nach eigenen Angaben zu 95 Prozent aller Angriffe bislang aus unserem Nachbarland ausgeübt wurden.

Einen ähnlichen Fall gab es bereits mit Mt. Gox. Bei einem Hacker-Angriff wurde die gleiche Schwachstelle ausgenutzt, worauf die Betreiber ihre Plattform kurzfristig offline nehmen mussten. Unklar ist aber, ob die Angaben des Silk Roads Moderators überhaupt zutreffen. Viele Nutzer der Drogen-Plattform sind misstrauisch und denken, die Geschichte könnte von den Hintermännern erfunden sein, um sich selbst die Bitcoins einzustecken.

Derzeit muss sich der vermeintliche Gründer von Silk Road, William Ulbricht, vor Gericht in New York verantworten. Dass er überhaupt identifiziert werden konnte, geht mehr oder weniger auf einen dummen Fehler zurück. Vor ein paar Wochen hatten wir bereits an dieser Stelle über die Story berichtet.

Anschließend noch ein paar relevante Artikel zur Drogen-Plattform Silk Road:

  • Netzgemeinde verlangt freien Drogen-Handel - zum Artikel
  • Drogen-Handel-Plattform Silk Road ist endgültig aufgeflogen - zum Artikel
  • Silk Road: Drogen bequem per Post verschicken und empfangen - zum Artikel

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