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Soldaten steuern militärische Roboter bald mit Android Tablets

Soldaten steuern militärische Roboter bald mit Android Tablets

Der Hersteller iRobot ist nicht nur für den Roomba Staubsaugerroboter bekannt, sondern tüftelt natürlich auch an Produkten für die äußerst lukrative Rüstungsindustrie. Weil es im Kampf auch mal etwas hektischer hergeht, müssen robuste Steuerungskonzepte für solche robotischen Helfer her.

Das sogenannte uPoint Multi-Robot Control (MRC) System soll die Operatoren mit lediglich einem zentralen Android Tablet mehrere Einheiten steuern lassen. Künftig könnte die Situation auf dem Kriegsschauplatz ein bisschen mehr wie Command & Conquer inklusive First-Person-Sicht der Roboter aussehen.

Momentan sind 6.000 militärische Robotereinheiten von iRobot weltweit im Einsatz, sagt Engadget. Das Steuerungs-Setup besteht aktuell nämlich noch aus einem altbackenen (aber vergleichsweise präzisen) Joystick und einem separaten Monitor mit System auf Linux-Basis, so Orin Hoffman von iRobot. Hier die komplette Pressemitteilung.

Usability und Trainingsaufwand im Krieg

Drei bis fünf Tage Training seien je Operator nötig, um die Roboter bedienen zu können. Da die für Bombenentschärfung, Strahlenmessung und für andere Spezialaufgaben genutzten Helfer nicht auf täglicher Basis zum Einsatz kommen, sei der Bedien- und Schulungsaufwand nicht unbedingt gerechtfertigt. Das neue System bediene sämtliche "Spielzeuge" aus dem Portfolio des Herstellers in einheitlicher Form und bietet integrierte Trainingseinheiten und/oder Hilfestellungen für Einsteiger.

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Die App zeigt den Live-Feed der einzelnen Einheiten, aber auch die Pfade des Wegfindungssystems in visueller Form. Ähnlich eines Echtzeitstrategiespiels kann der Nutzer also absehen, wo sich der Roboter entlangbewegen wird. Ziele lassen sich einfach mit dem Finger antippen, der Wechsel zwischen den Einheiten kann nahtlos geschehen.

Außerdem lassen sich (wenn vorhanden) Arme und Greifer mit der App steuern, die ebenso über Voreinstellungen für bestimmte Positionen verfügen können.

Es soll eine Live-Verfügung über die Streams und Sensordaten für weitere Teammitglieder geben, die Plattform-agnostisch ist. Ich tippe mal auf eine Art Webinterface, das hoffentlich rigorosen Sicherheitsprüfungen unterliegt. Generell ist der InfoSec-Faktor bei dieser Art von Gerät nicht zu unterschätzen, ich sehe bereits Headlines á la "Roboterflotte von Gegnern gehackt und gekapert" am Horizont.


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