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SSD Festplatten noch 2013 so teuer wie HDDs?

SSD Festplatten noch 2013 so teuer wie HDDs?

Das Nachrichtenportal Storagenewsletter wertet in seinem Bericht die neueste Studie des Marktforschungsunternehmens PriceG2 aus. Es kommt zur Erkenntnis, dass SSDs noch 2013 auf das Preisniveau von HDDs fallen werden könnten.

Wie aus der Analyse von PriceG2 hervorgeht, sind die Preise für Solid State Disks (SSDs) von Jahr zu Jahr kontinuierlich gesunken, während sich die Kosten für Hard Disk Drives (HDD, zu deutsch: Festplatten) über die Jahre gehalten haben. Aus einer Tabelle, in der die Preishistorie sowie eine Prognose dargestellt werden, lässt sich entnehmen, dass die Anschaffungskosten für 256- und 512-GByte-SSDs und vergleichbare 2,5-Zoll Festplatten langsam auf ein und die selbe Preiskategorie zusteuern.

Während man laut PriceG2 im Einzelhandel für eine 250-GByte-HDD (2,5 Zoll) rund 42 US-Dollar ausgeben muss, kommt man bei einer entsprechenden 256-Gbyte-SSD nicht drum herum, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, denn hier ordnet sich der Preis bei ungefähr 160 US-Dollar ein. Stellt man beides gegenüber, so ergibt sich ein Verhältnis von 1:4. Liebäugelt man mit größeren Kapazitäten wie beispielsweise 500 GByte, dann muss für das jeweilige 512-GByte-SSD-Modell schon mal das 8-fache hingeblättert werden, hier liegt das Preisverhältnis momentan bei 1:8.

Dass eine Angleichung des Preises bei kleineren Kapazitäten innerhalb der nächsten 12 Monate relativ wahrscheinlich scheint, heißt aber nicht gleich, dass dies auch für Größere gilt. Dort wird vermutlich - wenn es denn tatsächlich mal dazu kommt - mehr Zeit für benötigt. Ein weiterer Punkt, der eine Preisannäherung erschweren könnte, ist, dass die jüngsten Entwicklungen im ersten Quartal 2013 auf eine Tendenz hindeuten, die in Richtung Anstieg zeigt.

Vorteile einer SSD

Der Speicher auf Chips ermöglicht schnelle Zugriffszeiten und eine noch schnellere Datenübertragung. Ebenfalls glänzen der geringere Stromverbrauch, weniger Wärme und das leichtere Gewicht. Wer genervt von ständigen und störenden Geräuschen ist, wird mit SSDs sicherlich gut bedient sein, da diese vollkommen geräuschfrei sind. Die Solide State Disks sind ebenso unempfindlich gegen jegliche Erschütterungen, heißt also die Zeiten, in denen man sich nach Stößen und Gerüttel Sorgen um seine wertvollen Daten machen musste, sind nun vorbei, was vor allem bei Notebook-Besitzern oft für Frust sorgte.

Im Ganzen betrachtet, birgt die SSD nur Vorteile - wäre da nicht der Preis (siehe oben). Auch wenn dafür ein Vielfaches einer herkömmlichen Festplatte verlangt wird, lohnt sich ein Kauf durchaus. Sehr erfreulich kommt da die mögliche Angleichung der jeweiligen Kosten entgegen. Man muss kein Nerd oder Tech-Freak sein, um von einem Wechsel von HDD auf SSD zu profitieren. Bleibt zu hoffen, dass die Preise in Zukunft erschwinglicher werden, ein Kauf lohnt sich dennoch in jedem Fall!


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  • arman

    stimmt alles ABER ihr habt ein wichtiges detail vergessen und zwar das die LEBENSDAUER eine HDD (viel) höher ist als die einer SSD naja ich finde das sollte noch in euern text weil das könnte schon ein GUTER ENTSCHEIDUNGSGRUND zwischen diesen 2 platten typen sein find ich 😛

  • Tom

    Stimmt einerseits, andererseits hängt es auch sehr vom User ab. Als ich noch für einen großen Notebookhersteller tätig war, gab es durchaus hohe Reklamationsquoten wegen sog. head crashes, also wenn die HDD mechanisch versagt. Das kann auch durch den User beeinflusst werden, beispielsweise wenn er sein Notebook gerne auf den Tisch plumpsen lässt, während die Schreib-/Leseköpfe nicht geparkt sind.
    Dasselbe gilt natürlich auch für SSDs. Wer seine SSD kontinuierlich unnötig belastet und viel darauf schreibt, kann tatsächlich von einer geringen Lebensdauer ausgehen. Mit den neueren Generationen der Controller bzw. aktuellen MLC-SSDs werden adverse Effekte aber immer geringer und auch DAUs kommen mit SSDs immer besser klar.
    Meine Samsung 840 Pro hat beispielsweise eine von AnandTech geschätzte Write Endurance (Schreibbesständigkeit) von etwa 272 TeraByte und ca. 1000 P/E Cycles. Das macht bei 10 GB neuer Datenmenge pro Tag etwa 70 Jahre bei einer Write Amplification des Faktors 3. Wohlgemerkt in einem unabhängigen Test, nicht von Samsung o.ä. finanziert.
    Abschließend lässt sich jedoch sagen, dass die Auslagerung von Homeverzeichnissen bzw. Userverzeichnissen (/Home/username/ auf dem Mac und /%AppData auf Windoof) auf HDDs empfehlenswert ist. Ebenso ein Backup von wichtigen Daten. Ebenso die Auslagerung von temporären Verzeichnissen in ein RAM-Drive, wenn die Systemkonfiguration (8+ GB RAM für Browsercache und Temp-Ordner im RAM) es zulässt. Dann kann wirklich nix schiefgehen.
    Bei Notebooks lässt sich das natürlich nicht ganz so einfach realisieren, dennoch kann selbst der DAU sich an die Daumenregel halten, nicht mehr als 10 GB pro Tag auf seine SSD zu schreiben, wenn es vermeidbar ist. Er kann beispielsweise größere Downloads auf seine externe Festplatte tätigen.
    Danke dennoch für den validen Punkt! Das Thema obliegt vielen Mythen aus den ersten SSD-Generationen und einigen Stigmata, es ist in der Tat wichtig da mal drüber zu quatschen.



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