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Stabiles Raspberry Pi 2 Case: Pibow Rainbow

Stabiles Raspberry Pi 2 Case: Pibow Rainbow

Manchmal darf es auch etwas bunter sein. Meine Freundin interessiert sich ebenso wie viele von euch für den Raspberry Pi und suchte ein passendes Case mit ordentlich Wumms in Sachen Farbe: Das Pimoroni Pibow Rainbow Case für den Raspberry Pi B+ passt nämlich auch astrein auf den Raspberry Pi 2 - so wie die meisten für den B+ konzipierten Zubehörteile.

Die Besonderheit des Cases ist die Bauweise, die ein schichtweises Zusammensetzen vom Besitzer erfordert. Die Ober- und Unterseite bleiben durch die klare Schicht Acrylglas wunderbar sichtbar, während die Flächen mit Abstandshaltern vor Kratzern geschützt werden.

Sinnvoll ist ein solches Case auch für die Ports, denn diese sind schön eingefasst und werden zusätzlich gegen mechanische Belastung geschützt. Der Zusammenbau wird auf der Verpackung schlicht erklärt, während die Einzelteile auch nummeriert sind und durch ihre gute Passform schwer durcheinander zu bringen sind:

Der Aufbau beginnt mit der Bodenplatte, daraufhin folgen die bunten Schichten (die nicht in ihrer Reihenfolge veränderlich sind, zumindest nicht ohne Umdenken und eventuelle Änderungen) und die Platine des Pi bzw. die Komponenten darauf werden von der grünen Schicht schön eingefasst. Hier sitzt alles, da wackelt nichts.

Für 15 Euro bekommt man ein spaßiges kleines Case, das es übrigens auch in verschiedenen Farbgebungen gibt. Es muss also nicht zwingend der eher wenig maskuline Regenbogen sein, keine Sorge - es gibt auch schlichtes Rot oder Schwarz und weitere Varianten.

Sämtliche Ports sind leicht erreichbar, wobei ich mir bei den USB Ports ein wenig mehr Platz gewünscht hätte. Auch dickere HDMI-Stecker kommen jedoch wunderbar an ihren Port heran. Der SD-Karteneinschub hilft zudem bei der Führung der microSD durch den Schlitz. Die Verarbeitung ist ziemlich präzise.

Wird der Pi damit nicht zu heiß?

Der Raspberry Pi 1 sowie der Raspberry Pi 2 sind sehr sparsam und haben eine geringe TDP, was sich in geringer Abwärme widerspiegelt. In der Regel ist keine Belüftung notwendig, manche gießen ihren Pi sogar in Kunstharz ein.

Der Hersteller des Pi betont, dass es keine thermalen Richtlinien zu befolgen gibt. Selbst in einem geschlossenen Case werden 50-55°C unter Last eher nicht überschritten. Es gibt auch Forennutzer, die mit ihren übertakteten Pi-Rechnern verschlossene Gehäuse ohne zusätzliche Belüftung nutzen.

Welche Nachteile haben Pibow Cases?

Die großen Ausführungen (Ninja, Rainbow, eigentlich alles ohne "Coupé" vornedran) haben keine Aussparung für die GPIOs. Das sind die 40 Pins des Raspberry Pi 2, die zum Anschluss von zu steuernden elektronischen Komponenten wie Servos, LEDs oder Lautsprechern, HATs oder sonstigen Zusätzen gedacht sind. Es handelt sich dabei also um Cases, die eher für den Gebrauch als Lern-Computer für die Programmierung ohne den Einsatz von "Physical Computing" (= Einsatz der GPIOs) gedacht sind. Auch ein Media-Center-Pi freut sich über diese Schichtgehäuse.

Wie erwähnt gibt es eine Ausnahme, das sind die Pibow Cases mit "Coupé"-Titel, die es für 5 Euro weniger gibt. Diese haben bereits eine Aussparung für die GPIOs, die sogar mit gelaserten Beschriftungen für die Pins daherkommt. Diese Cases sind dann auch kompatibel mit HATs und bieten etwas mehr Spielraum für Hacker und Bastler.

Natürlich kann man ein Pibow Case ohne Aussparung auch in Eigenregie hacken und beispielsweise für ein Flachbandkabel einen Schlitz einbauen. Dazu muss man nur die obere Abdeckplatte oder beispielsweise die rote Schicht anpassen. Es gibt Schlitze für die Pi Camera und ein Display.

Aufbau in Stop-Motion:

Welche Vorteile haben Pibow Cases?

Der Zusammenbau ist in seiner Philosophie an die Pi Foundation angelehnt: Beschäftigung mit der Hardware, Ärmel hochkrempeln und Finger "schmutzig" machen. Durch die transparenten Deckseiten bleibt die Hardware weiter ersichtlich, die Schichtbauweise hält das Case "hackable".

Die Verpackung besteht aus Recyclingkarton. Das nötige Werkzeug für die Muttern der Kunststoffschrauben ist dabei, der Aufbau gestaltet sich kinderleicht. Insgesamt handelt es sich um ein stabiles, wertiges aber mit 92 Gramm auch recht leichtes Case mit hübscher Optik und vielen Möglichkeiten für die weitere Gestaltung.

pibow-cases-uebersicht


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