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Tesla Suit: Virtual Reality Anzug für volles Eintauchen

Tesla Suit: Virtual Reality Anzug für volles Eintauchen

Nachdem Oculus VR zum hauseigenen Rift nun einen Launchtermin, Spezifikationen (leider nichts für Mac-User! GTX 970 aufwärts, Displayauflösung 2160x1200 @ 90Hz) und weitere Details bekannt gab, stellen sich weitere Fragen zum Thema Virtual Reality. Nämlich die der Eingabemethoden bzw. Controller sowie der Aktuatoren für weitere Sinnesreize.

Fühlen und mit dem Körper in VR steuern

Man will ja schließlich nicht nur sehen und hören, was in den virtuellen Welten so los ist. Ein Eintauchen in die "Matrix" wird idealerweise von weiteren Impulsen begleitet, die findige Bastler bei Rennspielen beispielsweise mit an das Spiel gekoppelte Ventilatoren realisierten.

Fühlen wäre die nächste Stufe, am besten gekoppelt mit der Aufzeichnung von Muskelkontraktionen in irgendeiner Form. Der Tesla Suit will genau das erreichen: Bewegungen des ganzen Körpers (zumindest was die groben Extremitäten angeht) erfassen und auf das Spielgeschehen übertragen.

Der Anzug dient dann also als eine Art Controller. Wenn ich mir die Präzision und Latenz des Myo-Armbands anschaue (ähnliches Prinzip), zweifle ich ein wenig an der Anwendbarkeit in der Praxis. Motion Tracking wie beim Rift wäre höchstwahrscheinlich besser, vielleicht in Kombination mit der Sixense-Technologie.  Für die haptischen Eindrücke beim Spieler sollen bei diesem Suit übrigens Elektroden in den Modulen bzw. offenbar auch im umspannenden Textil sorgen.

Smart Textile

Andersherum soll der Spieler auch spüren können, wenn Kollisionen in der Spielwelt seinen Charakter treffen - von der Brise bis zur Kugel, natürlich eher nicht in schmerzhafter Form. Ähnliche Ansätze gab es bereits in Form einer Force-Feedback-Weste, die ich zu archaischen N64-Zeiten ausprobierte.

Wie auch bei der N64-Rumble-Weste ist heutzutage ein ebenso großer Part des Problems in der Software zu lösen. Spiele und Simulationen müssen die nötige API (Schnittstelle) ansprechen, damit dieser Anzug auch unterstützt wird. Anderenfalls kann es keine Kommunikation zwischen den Sensoren, Elektroden und der Spielwelt geben.

Der Tesla Suit

Vaporware?

Inwieweit das Angebot von Tesla Studios seriös ist, lässt sich nicht schlüssig beurteilen. Unvollständige Ausdrücke auf der Werbe-Website und das etwas schlichte Formular für die Vorbestellung bei angekündigter Erstverfügbarkeit eines Moduls in Q2/Q3 2015 werfen sicherlich Fragen auf.

Die ersten Produktrenderings und Bilder sehen eher nach der frühen Prototypenphase aus. Namentlich ist das Produkt natürlich bereits ein Sieger, mal schauen wo die Reise hingeht. Der "smarte Textilteil" des Anzugs ist übrigens waschbar.


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