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Tim Cook: Vermögen soll systematisch gespendet werden

Tim Cook: Vermögen soll systematisch gespendet werden

Tim Cook (54) hat es nicht leicht. In die Fußstapfen von Steve Jobs zu treten bedeutet quasi ununterbrochen Kritik ausgesetzt zu sein, sicherlich nicht selten in unberechtigter und niveauloser Form. Seine ohnehin dicke Haut musste sich noch weiter verdichten, um mit der Intensität der heutigen Aufgabe klarzukommen.

Jobs durfte zwar einen Großteil des Lobes absorbieren, gleichzeitig spielte er aber auch den "Hitzeschild" für die Angriffe auf Apple. Cook ist außerdem der einzige offen homosexuelle (sicherlich nicht der einzige) CEO in den Fortune 500 mit einer Meinung zu Gesellschaftsproblemen.

Der beliebte Refrain ist uns allen bekannt und wird vor allem am Stammtisch gerne als Parole ausgerufen: Ohne Steve Jobs sei Apple nicht mehr innovativ, nicht unter Tim Cooks Führung. Die Magie sei mit Jobs gestorben. Tim Cook kann sich allerdings an den Rekordzahlen und der kräftigen Steigerung im Aktienkurs sowie der Marktanteile trösten. Apple sitzt auf 150 Milliarden Dollar in Cash. Außerdem schult er sein Ohr ständig auf Rauschunterdrückung. Anders geht es auch nicht.

Wie Tim Cook sich in der Führung unterscheidet

Cooks Führungsstil ist in vielerlei Hinsicht anders als der von Jobs. Er vertraut seinen Mitarbeitern und setzt vor allem Vertrauen in die hoffentlich überzeugenden Ergebnisse und nimmt die nötige Distanz, anstatt permanente Manipulation und Feinjustierungen vorzunehmen. Beide Strategien haben natürlich ihre Vor- und Nachteile.

Er sieht außerdem das Business-Segment als nette Zielgruppe an, die es zu erobern gilt. Er kümmert sich um die Investoren mit Dividenden und Rückkäufen. Er sammelt große Ziele für die Akquise und kauft Firmen auf, die Jobs vermutlich nicht mitgenommen hätte. Menschlich wirkt er von außen betrachtet wärmer, etwas reifer und gelassener als Jobs - wenn auch die Kunde vom sozial mangelernährten Workaholic Cook eine andere Geschichte erzählt.

Gleichzeitig schützt Cook wo es geht die Kultur von Apple und die positiven Hinterlassenschaft seines Vorgängers. Dennoch wird hier und da optimiert, weiterentwickelt, angepasst. Jobs selbst riet ihm auf dem Sterbebett, dass er seinen eigenen Weg gehen solle. Das macht er soweit gut, mit den zu erwartenden Stolpersteinen und Fehlern - die sicherlich nicht ausbleiben.

Tim Cook bei Charlie Rose im September 2014:

Wo Tim Cooks Geld schließlich landen wird

Besonders sympathisch macht Cook der Umstand, dass er sein Vermögen in Höhe von mindestens 120 Millionen Dollar der Menschheit zurückgeben möchte, die dieses mit dem Kauf der Apple-Produkte ermöglichte.

Dabei soll es keine ziellosen Schenkungen geben, trotz seines selbstbewussten Auftretens ist er sich dem Bedarf für gründliche Überlegung und systematische Philanthropie bewusst.

Sicherlich werden in dem noch zu entwickelnden Plan auch Krankheiten und gesellschaftliche Probleme ihren Platz haben. Apple spendete beispielsweise bereits 50 Millionen US-Dollar für mehr Vielfalt im Technologiesektor, sprich die Inklusion von ansonsten schwach vertretenen Randgruppen. Mehr zu Cook im lesenswerten Artikel von Fortune.


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